Die Titel Bezirkskönig und Jungschützenprinzessin gehen in die Kreisstadt
Heimersheimer Sebastianus Schützen feiern Doppelsieg
Kreis Ahrweiler. Neuer Bezirkskönig und damit oberster Repräsentant des Bezirksverbands Rhein-Ahr für das kommende Jahr ist Helmut Beu von den St. Sebastianus Schützen aus Heimersheim.
Der Königsvogel fiel um 19:31 Uhr mit dem 151. Schuss. Und diesen setzte Helmut Beu, der die Heimersheimer Schützen jahrelang als Brudermeister geführt hat und der zurzeit als stellvertretender Bezirksadjutant im Vorstand des Bezirksverbands Rhein-Ahr tätig ist. Beu setzte sich gegen 78 Mitbewerber aus insgesamt elf Vereinen durch. Den meisterlichen Treffer konnte der erfahrene Schütze auf der Schießanlage in Rheineck, trotz schon fortgeschrittener Dunkelheit und der damit einhergehenden Probleme beim Zielen, setzen. Für Beu ist dies die Krönung seiner bisherigen Schützenlaufbahn. Bezirkskönig im historischen Schießen kann man im Bezirksverband Rhein-Ahr nämlich nur einmal im Leben werden.
Leonie Deffland nutzt Heimvorteil
Deutlich früher bereits waren in der Schüler- und Jugendklasse die Entscheidungen gefallen.
Um 15:39 Uhr sicherte sich Leonie Deffland, Schülerschützin bei St. Hub. Rheineck, den Titel als Schülerprinzessin. Lediglich 32 Schuss benötigten die Schüler zur Ermittlung ihrer Majestät. In dieser Klasse traten insgesamt acht Teilnehmer an den Schießstand, die mit dem Luftgewehr auf ihren Adler zielten.
Erster Erfolg für Heimersheim durch Ivonne Gerhartz
Kurz nach 16 Uhr bejubelten die Schützinnen und Schützen des Heimersheimer Schützenvereins bereits den ersten Erfolg. Ivonne Gerhartz, einer geübten Jungschützin, war es gelungen, den Prinzenvogel zu zerlegen. Obwohl die Jungschützenklasse mit lediglich drei Teilnehmern sehr schwach besetzt war, ist die sportliche Leistung durchaus bemerkenswert, da der Prinzenvogel konstruktionsbedingt zähen Widerstand leistete, und letztlich nur durch wirklich gezielte Treffer zu bezwingen war. Insgesamt benötigten die Konkurrenten 151 Schüsse, bis dann um 16:03 Uhr der entscheidende Treffer fiel.
Die Einstimmung auf das Hochfest des Rhein-Ahr Bezirkes begann mit einer Andacht in der Bad Breisiger Pfarrkirche St. Marien, zelebriert von Bezirkspräses Pfarrer Herbert Ritterrath.
Unter strahlend blauem Himmel fand der anschließende Festzug statt, der von den Musikfreunden Bad Hönningen angeführt wurde. Bezirksbundesmeister Belz legte zum Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege und aller verstorbener Schützenschwestern und Schützenbrüder an der Rheinecker Karl Borromäus-Kapelle ein Trauergebinde nieder. Bezirkspräses Ritterrath gedachte in einem kurzen Gebet den Opfern aller Kriege und aller verstorbenen Schützenschwestern und Schützenbrüder.
In seiner Begrüßungsansprache konnte Bezirksbundesmeister Sigi Belz neben zahlreicher Würdenträger aus den Mitgliedsvereinen auch diverse Vertreter der Kommunalpolitik begrüßen. Belz wertete es als positiv, dass die Teilnehmerzahlen im Vergleich zum vergangenen Jahr nahezu konstant geblieben sind. Im Erwachsenenbereich traten 79 Schützen an den Schießstand, im Vorjahr waren es noch 82. Bedauerlich jedoch sei, so Belz, dass die Zahl der Schüler und Jugendlichen, trotz eines vielfältigen Angebots in den Schützenvereinen stetig abzunehmen scheint.
Gute Organisation sichert reibungslosen Verlauf
Die organisatorische Leitung des Wettkampftages lag in den Händen von Bezirksschießmeister Johann Kappl und dem Stellv. Geschäftsführer Jürgen Beyer. Für den reibungslosen Ablauf auf dem Schießstand zeichneten die historischen Schießmeister Kurt Ockenfels und Christian Unger sowie Bezirksjungschützenmeister Karsten Eller und dessen designierter Stellvertreter Christian Flügge verantwortlich.
Nach der feierlichen Siegerehrung, in der Königs- und Prinzenketten an die neuen Würdenträger übergeben wurden, lobte Belz vor allem die gastgebende Schützenbruderschaft St. Hubertus Rheineck, an deren Spitze Brudermeister Hans-Oskar Degen, für die geleistete Arbeit und die Schaffung der ausgezeichneten Bedingungen auf dem Schützenplatz. Ein Lob galt auch den Mitgliedern des Bezirksvorstands, ohne die, so Belz, ein Vorhaben dieser Größenordnung nicht möglich sei.
