Eitelborn holte den Rosenmontagszug nach
Helau und Kölsche-Schunkel-Musik funktionieren auch im Juni
Eitelborn. So lange wie in diesem Jahr hatten die Gecken in Eitelborn noch nie auf ihren Rosenmontagszug warten müssen: Er war wegen der gefährlichen Wetterlage im Februar abgesagt worden, doch jetzt war der Moment gekommen: Aus dem Rosenmontagszug wurde letztes Wochenende quasi ein Juni-Samstags-Umzug. Der prächtigen Stimmung tat dies keinerlei Abbruch.
Karneval bei sommerlichen Temperaturen kennen ansonsten vorwiegend die Brasilianer. Auf den ersten Blick war die laute Kölsche-Schunkel-Musik sowie die munteren Helau-Rufe etwas gewöhnungsbedürftig, was sich auch ein wenig bei den Besucherzahlen niederschlug, doch spätestens als sich der bunte Lindwurm durch Eitelborn zog, war es wie immer, nur halt etwas wärmer. Funkenmariechen spielten mit Feen, Hippies lagen sich friedlich in den Armen, sogar öffentlich bekennende Kuckuckskinder mischten sich unter die tanzenden und singenden Gruppen. König, Bauer und Jungfrau – das Dreigestirn aus dem benachbarten Kadenbach war ebenso angereist wie das Prinzenpaar Petra und Joachim vom Renncircus Bärenland mit seinem Hofstaat. Zusammen mit den Gruppen des Kirchenchors, des Gesang- und Verkehrsverein und vielen weiteren Gruppierungen feierten sie ausgelassenen Straßenkarneval im Westerwald und holten alles nach, was sie Anfang des Jahres schmerzlich hatten aufgeben müssen.
Foto: Picasa
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