Arion 1900 Nomborn
Herbstkonzert begeisterte die Zuschauer
Görgeshausen. Das Herbstkonzert des Gesangvereins Arion 1900 Nomborn e.V. begeisterte Sänger und Zuschauer gleichermaßen in der vollbesetzten Löwensteinhalle Görgeshausen. Ein bunter Mix an Liedvorträgen verschiedenster Stilrichtungen und hohe musikalische Qualität ließen den Abend zu einem kurzweiligen Vergnügen werden. Durch das Programm führten Gertraud Schweiger-Siebert und Christian Lademann. Nach einer launigen Begrüßung baten die beiden als erstes den gastgebenden Chor Arion 1900 Nomborn auf die Bühne. Unter der Leitung ihres Dirigenten Matthias Schmidt sang der Chor im Lied „Nine Hundred Miles“ von Jonathan Rathbone, über die Heimreise in einem ratternden Zug. Mit dem Song „Lauch“ von Basta, erfuhren die Zuhörer amüsiert, dass die Notwendigkeit von „Licht“ manchmal unterschätzt wird. Die Moderatoren hielten nun eine kurze Rückschau auf das gelungene Benefizkonzert des Gastgeberchores im Frühjahr, dessen Erlös dem Kinderhospitz „Bärenherz“ gespendet wurde. Damals war einer der Programmhöhepunkte der Auftritt des Pianisten Michael Peter, Leiter der Jazz-Combo des Heeresmusikkorps Koblenz. Dieser war diesmal bereit, den Chor virtuos am Klavier bei den Chorals „African Alleluja“ von Jay Althouse, „The Storm Is Passing Over“ von Charles Albert Tindley und „I’m Going Up A Yonder“ von Walter Hawkins zu begleiten, was diese Darbietungen zu ganz besonderen Glanzpunkten werden ließ. Als erster Gastchor spannte dann der kürzlich drittmalig zum Meisterchor gekürte MGV „Cäcilia Gackenbach“ mit dem Dirigenten Marco Herbert einen weiten musikalischen Bogen. Von u. a. dem geistlichen „Ubi Caritas“ von Alwin M. Schonen über das volkstümliche „Schöne Nacht“ von Carl Busse bis zum Spiritual „Now Let Me Fly“ von R. Lee Gilliam wurden Melodien präsentiert. Dann kam Frauenpower mit dem 1982 gegründeten und seit 1986 unter der Leitung von Werner Blatt stehenden „Frauenchor Heiligenroth“ auf die Bühne. Zunächst noch zurückhaltend z. B. mit der gefühlvollen Ballade „Gabriellas Sång“ aus dem schwedischen Film „Wie im Himmel“ von Kay Pollack, danach witzig und originell mit „The Lion Sleeps Tonight“ nach dem Arrangement von Henry O. Millsby bis zum ultimativen Hit „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens, bei dem das Publikum eifrig mitsummte und mitklatschte, wurden die Liedbeiträge vorgetragen. Nach der Pause kam der bereits mit mehreren Golddiplomen ausgezeichnete Männerchor „Concordia Münchholzhausen“ auch unter der Leitung von Matthias Schmidt auf das Podest. Die Zuhörer waren begeistert von dem breiten Repertoire beispielsweise vom Marsch „Torgauer“ von Joachim Scholz oder „Engel“ von der Rockband „Rammstein“ nach einem Arrangement von Oliver Gies bis zur schottischen Hymne „Loch Lomond“. Klar, dass der Chor ohne Zugabe nicht von der Bühne gelassen wurde. Den Abschluss bildete der Quartettverein Dorndorf – Quattro Nuovo mit der hervorragenden Sopransolistin Angela Ottersbach unter dem Dirigat von Ilja Slobodinsky. Sie intonierten z. B. „Nello Fantasia“ von dem bekannten Filmkomponisten Ennio Morricone, „Circle of Life“ aus dem Musical „König der Löwen“ und „My Soul’s been anchored in the Lord“ arrangiert von Moses Hogan. Für diesen Titel bekam der Chor bereits einen Sonderpreis für das beste Spiritual. Nach dem Dank der Moderatoren bei allen Akteuren und Helfern für einen abwechslungsreichen und auf hohem Niveau ausgetragenen Konzertabend wurden im Zuschauerraum schnell Umbauten für die dritte Halbzeit ausgeführt. Sänger und Gäste freuten sich über die gelungene Veranstaltung und so manches Lied wurde auch beim gemütlichen Ausklang zusammen angestimmt.
