Allgemeine Berichte | 20.05.2015

Sportanlage Buschhoven/Morenhoven: Verträge für Sportlerheim unterzeichnet

Hertha Buschhoven und SV Swisttal wollen selbstständig bleiben

Vor der Vertragsunterzeichnung zeigen Bürgermeister Eckhard Maack (Mitte) sowie Luigi Belgiovine mit Jörg Makowski (li.) sowie Werner Neffgen (re.) die Pläne des gemeinsamen Vereinsheimes. -Weigert-

Swisttal. Stolz hielten im Ratssaal der Gemeinde Bürgermeister Eckhard Maack, die Vorsitzenden der beiden Sportvereine, Luigi Belgiovine mit Jörg Makowski für den SV Swisttal sowie Werner Neffgen für den SV Hertha Buschhoven die Pläne für das gemeinsame Sportlerheim hoch, das demnächst die gerade im Bau befindliche neue Sportanlage zwischen Buschhoven und Morenhoven komplettieren soll.

„Wir sind wirklich sehr glücklich, dass wir bald auf Kunstrasen spielen können, und damit der Dreck und der Staub auf den Tennenplätzen aufhört“, freute sich Luigi Belgiovine, und Werner Neffgen geht davon aus, dass wieder ein verstärkter Zugang von Kindern und Jugendlichen zur Hertha erfolgen wird. „Ich wurde in der Vergangenheit mehrfach angesprochen, was unser Verein Familien so bieten kann. Die Sportmöglichkeiten sind junge Paare eine wichtige Überlegung, wo sie mit Kindern hinziehen wollen. Jetzt können wir da mit anderen Gemeinden in der Region viel besser mithalten“, ergänzte Werner Neffgen.

Mit der Unterzeichnung des Nutzungs- und Finanzierungsvertrages für das gemeinsame Sportlerheim können nun die Bauanträge gestellt werden, Bauherren sind die Vereine. „Die Finanzierung ist auf 500.000 Euro gedeckelt“, so Maack. Jeder Verein nimmt zur Finanzierung von der NRW-Bank einen Kredit von 200.000 Euro auf, 50.000 Euro schießt die Gemeinde zu und je 25.000 Euro erbringen die Vereine per Eigenleistungen, der sogenannten „Muskelhypothek“. Ein von den Vereinen gestellter Bauleiter, Heinz-Peter Brünagel aus Buschhoven, soll den ordnungsgemäßen Ablauf der Baumaßnahme überwachen.

Das Sportlerheim hat eine Nettonutzfläche von 389,11 Quadratmeter. Neben dem großen Vereinsraum gibt es natürlich Umkleide- und Sanitärräume, Schiedsrichterräume sowie eine Küche, Abstell-, Lager- und Technikräume. Alles werde behindertengerecht und pflegeleicht ausgeführt werden. „Wir haben das Vereinsheim auch so konzipiert, dass eine möglichst geringe Lärmbelästigung zur Wohnbebauung hin zu erwarten ist“, so Neffgen.

Die Unterhaltskosten für das Sportlerheim tragen die beiden Vereine für die ersten drei Jahre zu 20 Prozent, danach müssen sie die Kosten komplett tragen.

Eine „kleine Finanzierungslücke“ in dem Gesamtrahmen will die Gemeinde mit der ausschließlichen Verwendung der Sportpauschale der nächsten drei Jahre, die sie vom Land NRW erhält, schließen.

Irritationen löste offenbar ein Spendenaufruf des SV Hertha Buschhoven im Rathaus aus. In einem Brief an einen Bewohner der Katharinenstraße versichert der Bürgermeister, dass das Sportlerheim dort kein Mehrzweckheim für jede Art von Veranstaltungen werden soll. „Eine Nutzung durch Vereinsmitglieder kommt nur im Rahmen des mit der Gemeinde abgeschlossenen Nutzungs- und Finanzierungsvertrag in Betracht. Die Einhaltung der immissionsschutzrechtlichen Bestimmungen sei dabei Voraussetzung“, so Maack.

Sportanlage kostet 1,92 Millionen Euro

Von 8 bis 16 Uhr können auch die Swisttaler Schulen die Anlage benutzen. Es werden nicht nur zwei Kunstrasenplätze erstellt, dazu kommt eine Weitsprunganlage, eine wettkampffähige Boule-Anlage sowie ein Feld für Beachvolleyball. Insgesamt wird die Sportanlage 1,92 Millionen Euro kosten, was komplett von der Gemeinde finanziert wird.

Die Pflege der Anlage obliegt den beiden Vereinen, die dafür jeder 1.200 Euro pro Monat von der Gemeinde erhalten. Dieser Zuschuss ist aber nicht zweckgebunden, wie betont wurde.

Nach der Sommerpause soll möglicherweise der Spielbetrieb auf den neuen Plätzen bereits aufgenommen werden, das Sportlerheim wird wohl im kommenden Frühjahr fertig.

Bildung von Jugend- spielgemeinschaften

Die Nutzung einer gemeinsamen Sportanlage wirft die Frage auf, ob nicht ein Zusammenschluss von Hertha Buschhoven und dem SV Swisttal sinnvoll wäre, zumal der Fußball heute in starker Konkurrenz zu anderen Sportarten steht. „Wir wollen so lange es geht selbstständig bleiben“, betonten die beiden Vorsitzenden. Allerdings werden erste Jugendspielgemeinschaften gebildet, so dass dann Mannschaften jahrgangsweise gebildet werden, die dann einige Jahre zusammen spielen können. Z. Zt. hat die Hertha rd. 750 Mitglieder, der SV Swisttal 510 Mitglieder.

Die neue Sportanlage ist bereits zu zwei Drittel fertiggestellt - das Vereinsheim fehlt noch.

Die neue Sportanlage ist bereits zu zwei Drittel fertiggestellt - das Vereinsheim fehlt noch.

Vor der Vertragsunterzeichnung zeigen Bürgermeister Eckhard Maack (Mitte) sowie Luigi Belgiovine mit Jörg Makowski (li.) sowie Werner Neffgen (re.) die Pläne des gemeinsamen Vereinsheimes. Fotos: -Weigert-

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