Maifest auf dem Kardener „Kompesköppche“
Herzhafter Schmorbraten ging weg wie warme Semmel
Treis-Karden. Groß war die Freude bei den Floriansjüngern im Ortsteil Karden, als der Moselhimmel am 1. Mai just um die Mittagszeit aufriss und die Sonne zum Vorschein kam. Dies war gleichzeitig das Signal für zunächst noch Unentschlossene, dem Maifest der Freiwilligen Feuerwehr auf dem Kardener „Kompesköppche“ jetzt doch einen Besuch abzustatten. Hier trafen Letztgenannte dann schon auf zahlreiche Fans jenes Festes, die sich bereits in den Morgenstunden mit Kind und Kegel und der einen oder anderen dicken Jacke „per pedes“ auf den Berg gemacht hatten.
Dort hatte Grillmeister Zimmermann bereits die in Alufolie dicht verpackten Schmorbraten in der Glut des zuvor entfachten Buchenfeuers versenkt und wartete nun zusammen mit den Festgästen auf das Ende von deren optimaler Garzeit. Die vertrieb man sich gern im Rahmen eines rustikalen Frühschoppens, bei dem es neben reichlich fruchtigem Mosel auch kühlen „Hopfenblütentee“, diverse alkoholfreie Getränke sowie frisch gebrühten Kaffee und Kuchen gab. Zwischendurch karrte der Fahrdienst der Feuerwehr immer neue Festbesucher an, die vom Kardener Lindenplatz aus direkt bis vor die Feuerwehrhütte auf dem „Kompesköppche“ gefahren wurden. Hier waren dann die beliebten Plätze auf der Aussichtsplattform, mit einem Panoramablick über die Moselschleife zwischen Müden und Treis-Karden, schnell besetzt, obwohl man auch von den anderen neu angelegten Sitzgelegenheiten einen herrlichen Blick ins Moseltal genießen konnte.
Mit dem 12-Uhr-Läuten wanderten dann auch die ersten Schmorbraten aus ihrem Glutnest auf die hölzerne Schnittplatte, wo Chefkoch „Tobi“ und sein Assistent „Pitta“ die herrlich duftenden Braten in große Portionen schnitten. Die gingen dann mit einem deftigen Schlag braun geschmorter Zwiebeln, auf Wunsch auch mit Kartoffelsalat, weg wie warme Semmel. Dafür standen die hungrigen und erwartungsfreudigen Besucher zunächst brav in einer Reihe an und wurden auch nicht ungeduldig, als ihnen beim Anblick der saftigen Köstlichkeit bereits in der Warteschlange das Wasser im Mund zusammenlief. Im Anschluss wurden sie dann für ihr geduldiges Ausharren mit jener herzhaften Delikatesse hinreichend belohnt.
TE
Ein Fest für die ganze Familie: Mit Kind und Kegel ging es für zahlreiche Besucher in Wanderausrüstung zur Feuerwehrhütte auf den Berg.
