Dekanat Cochem
Herzlicher Empfang in Kroatien
Cochem. Eine elfköpfige Gruppe aus dem Dekanat Cochem hat wunderbare Tage bei einer Begegnungsreise nach Kroatien erlebt. „Diese Tage sind ein Geschenk“, so Michael Jaster, Ruhestandspfarrer und Mitreisender. Die Fahrt kam auf Einladung des Erzbischofs des kroatischen Bistums Dakovo-Osijek, Duro Hranic, zustande, der das Dekanat Cochem vor einigen Jahren besucht hatte. In der Reisegruppe mit dabei waren zwei Bewohner des Bildungs- und Pflegeheims St. Martin, die während der Reise von Diakon Wilfried Puth und einer weiteren ehrenamtlichen Kraft betreut wurden. Anlass für die Reise war die Teilnahme an einem Fest der Familien mit Menschen mit Beeinträchtigungen. Das zum wiederholten Male in Dakovo gefeierte Fest, das mit einem frohen, sehr lebendigen Gottesdienst in der Kathedrale begann und in einem bunten Programm seine Fortsetzung erfuhr, dient dem Ziel, Menschen mit Behinderung gesellschaftlich zu integrieren.
Überwältigend war die herzliche Aufnahme, die die Gruppe überall erfahren hat – durch Erzbischof Hranic selbst, durch Ordensschwestern oder auch durch den für die Behindertenpastoral zuständigen Pfarrer Alojz Kovacek. Er hatte Plätze auf einem Ausflugsboot auf einem Altarm der Donau im Naturpark Kopacki Rit reserviert und die Gruppe zu einem Imbiss in seinem Pfarrheim in der Osijeker Neustadt eingeladen. Mit ebenso großer Herzlichkeit haben Angehörige einer Reiseteilnehmerin, die gebürtig aus Osijek stammt, der Gruppe Vukovar mit Schloss Eltz gezeigt und ein landestypisches Essen auf dem ehemaligen Weingut eines Donauschwaben in Erdut herrichten lassen. Neben ihr war mit dem Zeller Gemeindereferent Ivo Ivanovic ein zweiter gebürtiger Kroate in der Gruppe, die wertvolle Dienste beim Übersetzen leisteten. Ein besonders anrührendes Erlebnis am letzten Reisetag war ein Gruppengottesdienst in der Wallfahrtskirche von Aljmas.
In seinem Dankesschreiben an Erzbischof Duro Hranic hat Pastoralreferent Rudolf Zavelberg, der Organisator der Reise, von „drei Tagen voller wunderschöner Erlebnisse und Erfahrungen, für die wir von ganzem Herzen dankbar sind“ gesprochen - wohlwissend, dass es sehr schwer sein wird, sich bei einem Gegenbesuch angemessen zu revanchieren.
