Ein Klang für Hiroshima und die Opfer der Atomkatastrophe
Hieroshima-Gedenken
Cochem-Zell. Die Friedensglocke auf der Friedenswiese bei Büchel hallte um 8:15 Uhr durch die Stille. Dieser Moment markierte eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer des US-Atombombenabwurfs auf Hiroshima. Dr. Elke Koller vom Internationalen Versöhnungsbund Cochem-Zell reflektierte die schicksalhaften Ereignisse von vor 78 Jahren, durch die das Leben von Hunderttausenden in Sekundenschnelle beendet wurde. Währenddessen teilte Joachim Willmann von Pax Christi ein bewegendes Gebet, das sich sowohl auf die lokale Bedrohung durch 20 US-Atomraketen in der Nähe von Büchel bezog, als auch auf die globale Bedrohung von über 13.000 Atombomben weltweit. Michaela Koch, eine Vertreterin des Martin-von-Cochem Gymnasiums, sprach eindringliche Fürbitten, besonders für die Hibakusha - jene, die durch den Atombombenabwurf und dessen nachfolgende Strahlung geschädigt wurden und deren Nachkommen, die in der Gesellschaft noch immer an den Rand gedrängt werden. Schließlich verteilte Veronika Rass, Pastoralreferentin im pastoralen Raum Cochem-Zell, gefaltete Kraniche an die Anwesenden, ein japanisches Zeichen des Friedens. Sie lud auch zum Gedenken an Nagasaki und einer Mahnwache auf der Friedenswiese bei Büchel ein.
Hildegard Slabik-Münter von der IPPNW hebt den aktuellen Kinofilm „Oppenheimer“ hervor, der insbesondere junge Zuschauer anzieht. Sie sieht darin eine wertvolle Möglichkeit, das Bewusstsein über die gegenwärtigen Bedrohungen durch Atomwaffen weltweit zu schärfen. Slabik-Münter betont, dass die Gefahr eines versehentlichen Atomschlags, sei es durch menschliche Fehlentscheidungen oder technische Fehler, in der heutigen Zeit größer ist als jemals zuvor.
BA
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