Prunksitzung der Karnevalsfreunde Hilberath
Hilberather Karnevalisten müssen sich um den Nachwuchs keine Sorgen machen
40. Auflage der Prunksitzung in der Eifeltorhalle – Große Ehrung für Erich Mosblech vom Festausschuss Rheinbacher Karneval -
Hilberath. Nach einer Episode im Festzelt feierten die Karnevalsfreunde Hilberath ihre 40. Große Karnevalssitzung wieder am angestammten Platz in der Eifeltorhalle. Die war im vergangenen Jahr von Flüchtlingen belegt und stand daher nicht für Festivitäten zur Verfügung, weshalb man in ein Festzelt ausweichen musste.
Auch bei der Jubiläumsveranstaltung ging es in den Vorträgen und Sket
chen auf der Bühne meist um das Geschehen im Ort, das in schönster heimischer Mundart noch einmal aufgewärmt und scharf gewürzt wurde. Noch bevor Sitzungspräsident Günter Bois und KG-Chef Ewald Zimmermann auf die Bühne kamen, hatten schon die Nachwuchsjecken Emma Holl (elf Jahre), Joshua Preus (zehn), Lena Bois (elf) und Philipp Preuss (sieben) mit ihrem Sketch ohne Worte um einen „Kaugummi auf Abwegen“ für Furore gesorgt. Sie stellten einmal mehr unter Beweis, dass sich die Hilberather Jecken keine Sorgen um ihren Nachwuchs machen müssen. Und natürlich zog später „Dorfsheriff“ Erich Mosblech die kleineren und größeren Vergehen des
vergangenen Jahres noch einmal gehörig durch den Kakao.
Minifunken präsentierten sich als Feuerwehreinheit
Umjubelt waren auch die Auftritte der Hilberather Funken, die von Annika Kutsch, Stefanie Bartel und Vanessa Liedke trainiert werden. Die sensationellen Minifunken präsentierten sich als furiose Feuerwehreinheit, die „Wilden Funken“ trieben als gar schreckliche Vampire ihr Unwesen, und die „Chaos-Funken“ veranstalten auf der Bühne eine echte Hilberather Hüttengaudi mit jeder Menge bayerischem Kolorit. Unverzichtbare Bestandteile der Hilberather Karnevalssitzung sind mittlerweile auch die Damentanzgruppe (Trainerin Simone Holl), die sich als ausdrucksstarke Pantomimen präsentierten, während die Männertanzgruppe
„Fußball Götter“ (Trainerin Doreen Adams) als Seefahrer auf große Fahrt gingen.
Zwischendurch heizten die „Printemänner“ unter der Leitung von Bernd „Dille“ Klick wie in jedem Jahr die Stimmung bis zum Äußersten an.
Auch das Tanzpaar der Rheinbacher Stadtsoldaten, Markus und Bianca Lenders, begeisterten das Publikum in der Eifeltorhalle, stammen doch beide aus Hilberath und wohnen auch noch im Ort. Voll wurde es auf der Bühne, als sämtliche Tollitäten aus Rheinbach und seinen Ortschaften gemeinsam aufmarschierten und sich ihren närrischen Untertanen präsentierten.
Als „Ne Hausmeister“ hatte Philipp Sudoku aus Freisheim über so manche Verwicklungen zu berichten, zum Abschluss hauten die „Botzedresse“ aus dem Ahrtal noch einmal musikalisch auf die Pauke.
Verdienstorden des FRK verliehen
Eine ganz besondere Ehrung hatte der Festausschuss Rheinbacher Karneval an diesem Abend zu vergeben, denn Erich Mosblech erhielt den Verdienstorden des FRK, von dem pro Jahr nur ein einziger verteilt wird. FRK- Vorsitzender Jörg Orth überreichte Orden und Urkunde unter dem großen Jubel des Publikums an den 55-Jährigen.
Seine karnevalistische Karriere habe er nicht etwa ganz unten, sondern mit dem höchsten Amt begonnen, denn 1995 sei er als Prinz Erich I. im Dreigestirn erstmals in Erscheinung getreten. Da habe ihn der Karnevalsvirus gepackt und bis heute nicht mehr losgelassen. Seit 1996 steht er jedes Jahr als „Dorfsheriff“ auf der Bühne in Hilberath und präsentiert die Geschichten aus dem Dorfleben in seiner ihm eigenen humorvollen Art und Weise. Er habe einen genauen Blick auf Land und Leute und halte den Menschen den Spiegel vor, so Orth. Seit 2002 sei Mosblech Mitglied der Karnevalsfreunde Hilberath und jetzt ihr zweiter Vorsitzender.
JOST
Foto: Volker Jost
... der Karnevalsfreunde Hilberath bei der Prunksitzung in der Eifeltorhalle. Foto: Volker Jost
