Freiwilligenzentrum „Blickwechsel“ in Rheinbach nimmt die Arbeit auf
Hilfe geben – Hilfe vermitteln – Hilfe annehmen
Rheinbach. Von einer „weiteren für Rheinbach wichtigen Gründung“ sprach Bürgermeister Stefan Raetz bei der Eröffnungsveranstaltung des Freiwilligenzentrums „Blickwechsel“ im Ratssaal des Himmeroder Hofes. Er hatte zusammen mit dem Team des Freiwilligenzentrums zur Vorstellung eingeladen. Erfreulich viele Interessenten aus Rheinbach waren erschienen, um sich ein Bild zu machen. Neben Bürgerinnen und Bürgern waren Vertreter der Parteien, sozialen Verbände und zahlreiche Einrichtungen in Rheinbach vertreten. BM Raetz begrüßte die fünf Damen mit Sprecherin Doris Kübler und den Seniorenbeauftragten der Stadt Rheinbach, Günter Wittmer. Dieses Team repräsentiert derzeit das neu gegründete Freiwilligenzentrum. „Blickwechsel“ werde ein Erfolg, dessen ist sich der Bürgermeister ganz sicher, denn es gebe vor Ort viele Menschen, die Hilfe benötigten, die die Stadt nicht leisten könne.
Dabei geht es um die einfache Hilfe für Menschen. Sie suchen jemanden, der Zeit hat für sie. „Allein dass das Team es bis zu dieser Veranstaltung hin geschafft hat, spricht schon für den Erfolg, der sich unter anderem auch in der Hartnäckigkeit der Damen bei der Vertretung ihres Anliegens bei der Stadt erklärt“, meinte schmunzelnd der Bürgermeister.
Für das Gelingen dieses Anliegens spricht auch, dass hier Menschen gezielt auf ein bestimmtes Projekt innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes angesprochen werden sollen. Nun geht es darum, für diese Projekte Leute zu finden. „Alles Gute den Damen, sie schaffen es schon“ sagte Raetz am Schluss seiner Begrüßung. Vorausgegangen seien der Gründung dieses Freiwilligenzentrums „Blickwechsel“ vor etwa anderthalb Jahren etliche Gespräche mit Herrn Wittmer in Sachen demografischer Wandel, erläuterte Doris Kübler.
So hätten sich dann die Damen zusammengefunden, um die Idee, freiwilliges Engagement aller Altersschichten in Rheinbach auszubauen, in die Tat umzusetzen. Insbesondere das Vermitteln zwischen Hilfesuchenden und anbietenden Einzelpersonen nach dem Motto „Bürger helfen Bürgern“ liegt dem Team am Herzen. Auch die Herstellung von Kontakten zwischen ehrenamtlichen Organisationen und Einrichtungen einerseits und den nach ehrenamtlicher Tätigkeit Suchenden steht im Leitbild des Freiwilligenzentrums. „Gutes tun, das bringt Freude“, dessen ist sich Doris Kübler aufgrund ihrer Erfahrungen ganz sicher.
Anschaulich schilderte sie den schwierigen Weg vom Finden von Kooperationspartnern, Aufstellen des Konzeptes, Finden von Sponsoren und der Erstellung einer eigenen Webseite für „Blickwechsel“. Letztlich wurden Dank der Unterstützung der Stadt Rheinbach und vieler freiwilliger Helfer und Sponsoren diese Hürden gemeistert. Eine der Damen vom „Blickwechsel“ schilderte lebhaft ihre Erfahrungen bei der Abfrage des Bedarfs bei den verschiedensten Organisationen. Alle Angesprochenen fanden die Idee toll, und es wurden bereits viele Kontakte geknüpft. So hat zum Beispiel die Bücherei Bedarf an Vorlesepaten für ältere Menschen zu Hause, die Grundschule hätte gerne Leute, die bei der Hausaufgabenbetreuung mitmachen, das Altenheim sehe es gern, wenn sich Leute für den Besucherdienst melden oder einfach Zeit für eine Tasse Kaffee bei den Bewohnern haben. Auch die Kitas würden sich über eine Mithilfe, etwa beim Frühstücksbüfett, freuen. Der Bedarf an einzelnen kleinen, aber wirkungsvollen ehrenamtlichen Leistungen ist groß.
Günter Wittmer betonte anhand seiner eigenen Lebenserfahrungen, dass es ohne gesellschaftliches Engagement keine Weiterentwicklung in der Gesellschaft gebe und letztlich jeder seinen Erfolg im persönlichen oder beruflichen Leben der Gesellschaft mit zu verdanken habe. Die Darstellung der Ziele und Aufgaben des Freiwilligenzentrums „Blickwechsel“ hat die Interessenten im Ratssaal des Himmeroder Hofes überzeugt. Nach der Vorstellung kam es zu einem lebhaften Gedankenaustausch und sicher auch weiterführenden Kontakten. Wer sich vorstellen kann, an einem Projekt ehrenamtlich mitzuwirken, also Gutes zu tun, der kann Doris Kübler telefonisch unter (0 22 26) 91 72 10 erreichen oder per Mail Kontakt aufnehmen unter helfen@blickwechsel-rheinbach.de. Nähere Infos gibt es auf der Webseite von „Blickwechsel“, www.blickwechsel-rheinbach.de. STS
