Frauentag am Sonntag, 8. März
Historie des Internationalen Frauentags
Remagen. Bei der Geschichte des Internationalen Frauentags stößt man bereits auf Probleme - von einer eindeutigen Überlieferung kann keine Rede sein. Es hat den Anschein, dass heute bereits wichtige Einzelheiten in Vergessenheit geraten sind. Teilweise ersetzt der Mythos die Geschichte:
Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin (1857-1933) machte sich 1910 bei der II. Internationalen sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen für die Einführung eines jährlichen Frauentages stark. Sie setzte sich für einen Achtstundentag, gleichen Lohn für gleiche Arbeit, Urlaub für Schwangere sowie die Gleichstellung der Frau im Arbeitsschutzgesetz ein. In den Jahren nach 1910 wurden Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag an unterschiedlichen Daten abgehalten. Erst 1920/1921 wurde der 8. März zum Frauentag erklärt. Nach den Überlieferungen wurde 1920 - nach Neugründung des Internationalen Frauensekretariats mit Clara Zetkin an der Spitze - beschlossen, dass ab 1921 der 8. März ein festes Datum sein soll.
Sonstige Quellen sahen die Festlegung erst im Jahr 1921 - im Zuge eines Beschlusses der 2. Kommunistischen Frauenkonferenz - als Datum an. Für die Wahl des Datums werden in unterschiedlichen Überlieferungen verschiedene Gründe angegeben, wie beispielsweise:
Am 8. März 1857/1908 streikten die New Yorker Textilarbeiterinnen; Aufstand der Arbeiterinnen in Petersburg gegen das zaristische Russland; am 8. März 1914 waren die Demonstrationen besonders groß und zahlreich. Im Jahr 1975 erkannten die Vereinten Nationen den 8. März als Internationalen Frauentag an.
