Vier franziskanische Jubiläen werden in den kommenden Jahren begangen
Historische Gedenktage
Waldbreitbach. Von 2023 bis 2026 feiert die Franziskanische Familie weltweit vier 800-jährige Jubiläen. Der Startschuss für diese Feierlichkeiten fiel Ende November in der Liebfrauenkirche der Kapuziner in Frankfurt am Main. Dort zelebrierte der Limburger Bischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Georg Bätzing, einen Eröffnungsgottesdienst gemeinsam mit zahlreichen Angehörigen franziskanischer Gemeinschaften aus Deutschland. Das franziskanische Motto „Pace e bene – Frieden und Gutes für alle“ stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Schwester Edith-Maria Magar, Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen und Vorsitzende der Interfranziskanischen Arbeitsgemeinschaft (INFAG), betonte in ihrer Begrüßung die Aktualität dieses Wunsches des Heiligen Franziskus.
Bischof Bätzing erinnerte in seiner Predigt daran, dass Franziskus von Assisi in einer Zeit großer Umbrüche lebte und seine Wirkung in einer neuen Epoche entfaltete. Erstmals stellte Franziskus vor 800 Jahren im italienischen Ort Greccio nahe Rieti mit einem Krippenspiel die Menschwerdung Gottes dar, um die Weihnachtsbotschaft auch den Menschen nahezubringen, die nicht lesen konnten.
Im Jahr 2024 wird das 800-jährige Jubiläum der Stigmatisierung des Heiligen Franziskus begangen, bei der er die Wundmale Christi empfing. 2025 gedenkt die Franziskanische Familie der Entstehung des Sonnengesangs, einem Hymnus, der heute als Weltliteratur gilt und in dem Franziskus die Schöpfung preist. Dieses Gebet verfasste er ein Jahr vor seinem Tod.
Die Jubiläumsfeierlichkeiten gipfeln 2026 in der Feier des sogenannten Transitus zum 800. Todestag des Heiligen Franziskus.
BA
Schwester Edith-Maria Magar, die Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen und Vorsitzende der Interfranziskanischen Arbeitsgemeinschaft (INFAG), begrüßte die Gäste des Gottesdienstes in der Liebfrauenkirche der Kapuziner in Frankfurt/Main, die zum Auftakt des Jubiläums gekommen waren. Foto:Andrea Schulze
