Remagener Eifelverein erkundete Müdener Wegekreuze
Historische Wanderung
Remagen/Müden. Die Wanderer des Remagener Eifelvereins besuchten den Weinort Müden, um die dortigen Wegekreuze zu begutachten. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, bei den Wanderungen historische Denkmäler zu besichtigen. Die Wegekreuze in Müden sind in der historischen Ortslage zu finden, bergauf durch die Weinberge und die Hauwälder bis hoch aufs Plateau. Circa 15 ausgewählte Kreuze wurden besichtigt. Der Wanderführer war der Müdener Rudolf Bertgen, der seit vielen Jahren die Müdener Geschichte, besonders die der Wegekreuze erforscht hat und sich auch der Unterhaltung und Verschönerung gewidmet hat.
Die Müdener Kreuze sind in exzellentem Zustand und das Wissen darüber ist bemerkenswert, obwohl ja manche bis weit ins Mittelalter zurückreichen. Die Kreuze sind eine Attraktion für Müden. Besondere Aufmerksamkeit erfuhren die Kreuze aus der Jahrhundertwende, (16.-17. Jahrhundert), die in der Ortslage stehen, und nachweislich in einem Mayener Steinmetzbetrieb vom selben Meister gefertigt wurden. Es handelt sich um barocke Schmuckstücke aus Basalt.
Das Hungerkreuz, oberhalb der Weinberge stehend, ist von besonderem historischen Wert. Es wurde während dem Pfälzer Erbfolgekrieg errichtet und erinnert an die vernichtende Niederlage französischer Truppen 1689 auf dem Müdener Berg. Es besticht durch seine imposante Größe und die Darstellung eines Brotlaibes. Auf der Müdener Flur beeindruckte das Hirter Kreuz von 1808, am Rande des Eltzer Waldes. Ein Blickfang ist auch das Blickkreuz mit seiner dramatischen Geschichte und dem wunderschönen Blick von hier auf Müden und ins Moseltal.
Einige Schritte weiter ergab sich die Gelegenheit für Herrn Bertgen, der Gruppe das historische fränkische Gräberfeld anhand von Dokumenten zu erläutern. Kirche und Friedhof mit den Basalt-Schaft und -Grabkreuzen waren die letzten Stationen dieser kulturhistorischen Wanderung.
Die Wanderer waren beeindruckt von der Vielzahl der Wegekreuze, das Wissen über diese Kreuze und den in Müden vorhandenen Zeitzeugnissen zurück bis ins zweite Jahrhundert.
Mit der anschließenden Einkehr in ein Hotel an der Mosel ging eine beeindruckende sonntägliche Wanderung zu Ende.
