Für LBM war Starkregen im Wiedtal nicht vorhersehbar
Hochwasser der Wied soll für die „ewige Baustelle“ in Altwied gesorgt haben
Das Dilemma mit der Stützmauer und der Straßensperrung sollte im August enden
Altwied. Starkregen gab und gibt es wohl nicht im Wiedtal. So ähnlich drückt sich das Landesamt für Mobilität (LBM) in Cochem zu der „ewigen Baustelle“ in Altwied gegenüber Blick aktuell aus: „...viele (Stark-)Regenereignisse sorgten für einen ständig hohen Pegelstand der Wied, die die Arbeiten im betreffenden Bereich nicht zugelassen haben. Daher war das Problem nicht vorhersehbar.“
Die Verzögerung der öffentlichen Bauarbeiten ist also durch das nicht vorhersehbare Hochwasser begründet. Zusätzlich wurde wohl unter der Fahrbahn noch belastetes altes Material entdeckt. Und das: „...trotz im Vorfeld durchgeführter zahlreicher Baugrunderkundungen mit vielen einzelnen Bohrkernentnahmen“, schreibt das LBM und weiter: „Zur Klärung, ob es sich dabei um gefährlichen Abfall handelt, musste eine Analyse in Auftrag gegeben werden. Das Ergebnis zeigte, dass der Grenzwert für gefährliche Abfälle überschritten war; das Material musste nach Antrag und Genehmigung ordnungsgemäß entsorgt werden.“
Für weitere Verzögerungen sorgen laut LBM auch Baufirmen: „Der Asphalttermin konnte nicht eingehalten werden. Nach Rücksprache mit dem Asphaltmischwerk wurde der Baufirma ein frühestmöglicher Asphaltliefertermin für die 27. KW (30. Juni bis 6. Juli 2025) in Aussicht gestellt. Da dies wiederum zu einer Verzögerung führen würde, haben wir den Bauunternehmer am heutigen Tage nochmals auf die Dringlichkeit hingewiesen.“
Die Firma aus Altenkirchen, die von September 2022 bis August 2023 für 2,2 Millionen Euro den Ausbau der L255 sowie die angrenzenden Stützbauwerke am linken Ufer der Wied auf einer Länge von 255 Metern - das Bauwerk stützt die oberhalb der Wied gelegene Landesstraße L 255 ab - verantwortlich ist, reagierte nicht auf kritische Fragen von Blick aktuell.
Also keine Antworten auf: "Warum konnten Sie den Zeitplan nicht einhalten? Hatten Sie zu wenig Maschinen oder Kräfte eingesetzt? Warum konnten Sie nicht absehen, dass Hochwasser an der Wied möglich ist und dafür entsprechend vorsorgen? Wann sind oder wurden die Stützbauwerke fertig?"
Bezogen auf Maschinen und Bauarbeiter: Obwohl derzeit nur zwei Radlader und ein Bagger in der Baustelle stehen, behauptet das LBM: „Das Problem rührte nicht von zu geringem Einsatz von Maschinen und Bauarbeitern her.“
Und wegen des ganzen Dilemmas leiden Melsbach und Autofahrer, die ins Wiedtal oder wieder raus wollen. Vor allem die Melsbacher sind enorm belastet mit Lärm und Abgasen, denn seit September 2022 sind die Friedrich-Ebert-Straße in Melsbach, hier ist auch die Grundschule, und die Altwieder Straße die einzigen Zu- und Abfahrten ins untere Wiedtal, da die Durchfahrt in Altwied wegen der „ewigen Baustelle“ gesperrt ist. Es grenzt fast an ein Wunder, dass es in der engen scharfen Kurve in Melsbach noch keine schweren Unfälle gegeben hat, aber Staus sind morgens und nachmittags angesagt, vor allem, wenn Busse und schwere Lastwagen oft nur durch das Rangieren weiterkommen.
Eigentlich sollte die „ewige Baustelle“ ab September 2022 in 75 Wochen, das wäre der April 2023 gewesen, fertig sein. „Über den Stand der Arbeiten und die aufgetretenen Verzögerungen haben wir stets aktuell in der Presse informiert“, heißt es weiter vom LBM. So wird auch jetzt das Bauende vermutlich im August sein.
„Trotz anderweitiger Umstände, die nicht durch den LBM zu vertreten sind, verstehen wir den Unmut der Verkehrsteilnehmer, den diese Verzögerungen vor Ort mit sich bringen. Auch liegt es uns fern, die Verkehrsteilnehmer absichtlich zu verärgern“, steht abschließend in der Erklärung.
HEP
Es scheint, als würde die neue Straße in Altwied schmaler als die bisherige werden.
Seit fast drei Jahren fließt der Hauptverkehr ins Wiedtal über die Gefällstrecke von Melsbach.
Artikel melden
Ahrtal: Schwierigkeiten beim Wiederaufbau der Radwege
- K. Schmidt: "Hier wird es aber noch viele Behörden-Abstimmungen geben müssen." - und kein Mensch bzw. Politiker merkt, wieviel Schwachsinn in diesem Satz steckt, wie sehr dieser Umstand den Wiederaufbau lähmt und...
„Geduld ist aufgebraucht“: Stillstand bei L 74-Sanierung sorgt für Frust
- Stefan Paul : Unfassbar. Ebenfalls aus Bürger Reihen werden nun weitere Eskalationen erfolgen. Die Untätigkeit der Behörden ist untragbar und kann nicht länger hingenommen werden. Ich kann ihnen get. 100 Bilder der desolaten Straße senden.
FDP fordert Abschaffung der Baumschutzsatzung – Baumschutz Ja, Bürokratie Nein
- Oliver Spielmann: Was passiert, wenn es keine Baumschutzsatzung gibt, kann man in aktueller Sache in Neuwied sehen. Hier wurden im Rahmen einer Schulhofumgestaltung 3 nachweislich verkehrssichere gesunde 100 Jahre alte...
- Koblenzer Bürger: Die Forderung der FDP, die Baumschutzsatzung abzuschaffen, ist ein längst überfälliger Schritt gegen staatliche Überregulierung. Es ist widersprüchlich, Hauseigentümer auf dem eigenen Grund und Boden...
Warnung vor Trickbetrügern: Polizei gibt wichtige Sicherheitstipps
07.03.: Betrüger in Troisdorf geben sich als Polizisten aus: Seniorin um Gold und Schmuck bestohlen
Troisdorf. Am Samstagvormittag, den 7. März, ereignete sich in Troisdorf ein Betrugsfall, bei dem sich bislang unbekannte Täter als Polizeibeamte ausgaben und eine Seniorin um ihren Schmuck und Goldbarren im Gesamtwert von etwa 8.000 Euro betrogen. Gegen 11:30 Uhr erhielt die ältere Dame einen Anruf von einem Mann, der sich als Polizist vorstellte. Dieser informierte sie darüber, dass ein mutmaßlicher...
Weiterlesen
Wormerdorfer Schützen in Topform
Bogensport der Spitzenklasse
Wormersdorf. Die European Indoor Archery Championships 2026 fanden vom 2. bis zum 6. März in Waterford, Irland, statt. Die Veranstaltung brachte zahlreiche talentierte Bogenschützen zusammen, um ihr Können unter Beweis zu stellen. In diesem Jahr wurde Doris Palm zur Europameisterin gekürt, während Herbert Herschen einen bemerkenswerten dritten Platz erreichte.
Weiterlesen
Allgemeine Berichte
Osterschießen für Groß und Klein in Niederbachem
Niederbachem. Am Mittwoch vor Ostern, also am 01.04.2026, richten die Niederbachemer Sebastianus-Schützen wieder ihr traditionelles Ostereierschießen aus. Auch die „Osterhasiade“ für Kinder unter zwölf Jahren wird wieder angeboten. Beginn ist um 17:00 Uhr im Schützenhaus auf der Sebastianushöhe.
Weiterlesen
