Allgemeine Berichte | 12.05.2025, 09:11 Uhr

Jahreshauptversammlung der Frauenwürde Rhein-Lahn

Humanistisches und christliches Menschenbild als Orientierung

Der Vorstand von „‘Frauenwürde Rhein-Lahn“ zusammen mit Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung vor dem Pfarrzentrum am Europaplatz.  Foto: Th. Schneider
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Lahnstein. Im Pfarrzentrum am Europaplatz in Lahnstein fand die Jahreshauptversammlung des Trägervereins der Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle von „Frauenwürde Rhein-Lahn“ statt. Die Vorsitzende Gabi Laschet-Einig blickte auf vielfältige Aktivitäten im letzten Vereinsjahr zurück. So nahm man an der „langen Tafel“ vor dem Jugendkulturzentrum teil, befürwortete in einem Statement den Gesetzesentwurf, Abtreibungen nicht mehr unter Strafe zu stellen und gestaltete durch die Beraterinnen in der Beratungsstelle in der Adolfstraße 89 in Lahnstein im November ein Schaufenster zu „Orange the World- Nein zur Gewalt gegen Frauen“. Die Lahnsteinerin Anne Böning wurde als Beisitzerin in den Bundesvorstand von „Frauenwürde“ gewählt. Gemeinsam mit den 6 bundesweiten Trägervereinen von Frauenwürde wurde ein neues Beratungskonzept erarbeitet und veröffentlicht. Der Name des Vereins – „Frauenwürde“ – steht für die Haltung aller im Verein und in den Beratungsstellen Tätigen, die Entscheidung der Frau in einem Schwangerschaftskonflikt anzuerkennen und diese zu unterstützen. Die professionelle Beratung und Begleitung von schwangeren Frauen, deren Partner/innen und Familien orientieren sich an einem humanistischen und christlichen Menschenbild. Die beiden Beraterinnen in Lahnstein, Susanne Ehses und Doris Tölkes-Geißler, vermitteln eine Gesprächsatmosphäre, die von Wertschätzung, Annahme, Offenheit und Empathie geprägt ist. Die Achtung aller Ratsuchenden, unabhängig von ihrer Nationalität, Kultur, Religion, sexuellen Identität sowie sozialen Herkunft und ihrem Alter ist gewährleistet. Die Beraterinnen gaben Zahlen zur Beratungsarbeit 2024 bekannt. So gab es 117 Erstgespräche, davon entfielen 49 auf die Sozialberatung und 68 auf die Konfliktberatung. In den Beratungsgesprächen war die Altersgruppe der Frauen 27 bis 40 Jahren mit einer Anzahl von 77 am stärksten vertreten. Von den beratenen Frauen besaßen 82 die deutsche Staatsangehörigkeit und 35 waren im Besitz anderer Nationalitäten. Insgesamt wurden Frauen aus 17 verschiedenen Nationen beraten. Die Ratsuchenden kamen aus Lahnstein (51) sowie den Verbandsgemeinden Loreley (16), Bad Ems-Nassau (19), Nastätten (8) und aus Koblenz (15). Durch die Bundesstiftung „Mutter und Kind“ wurde an 23 Frauen ein Betrag in Höhe von insgesamt 11.140,00 Euro für Schwangeren- und Babyausstattung sowie Wohnung bzw. Umzug vermittelt. Sexualpädagogische Präventionsarbeit wurde durch die Beraterinnen mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 7 der Freiherr-vom-Stein-Schule Lahnstein durchgeführt. Am Tag der offenen Tür in der Berufsschule Lahnstein wurde mit einem Infostand teilgenommen. Die Beraterinnen freuen sich über Einladungen von Schulklassen. „Frauenwürde“ wird mit neuen, ansprechenden Werbemitteln am 10jährigen Jubiläum des „Runden Tisch für Flüchtlinge“ in Lahnstein am Samstag, 24. Mai 2025 teilnehmen sowie an einem Sommerfest des Sozialraumprojektes am 30. August 2025 auf dem Salhofplatz. Wahlen gab es bei der Versammlung keine, den ordnungsgemäßen Finanzbericht trug Kassenwart Helmut Schröder vor. Die Beratungsstelle wird gefördert aus Haushaltsmitteln des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz sowie der Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises, der Stadt Lahnstein und der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau.

Der Vorstand von „‘Frauenwürde Rhein-Lahn“ zusammen mit Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung vor dem Pfarrzentrum am Europaplatz. Foto: Th. Schneider

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