IG Bahnlärm Leutesdorf startet mit neuem Vorsitzenden in die Zukunft
Leutesdorf. In diesem Jahr standen bei der Mitgliederversammlung der IG gegen Bahnlärm und –erschütterung e.V. Leutesdorf wieder Wahlen zum Vorstand an.
Erich Schneider, langjähriger Vorsitzender der IG, gab den Staffelstab in jüngere Hände. Markus Konitzer, Ortsbürgermeister von Leutesdorf, wurde in dieses Amt gewählt und vertritt nun auch in dieser Funktion die Interessen der Bahnanlieger und der Kommune. Als Stellvertreter wurde der bisherige Kassenwart Robert Dill gewählt. Seine Aufgaben werden künftig von Erich Schneider übernommen, während Volker Berg neu als Schriftführer gewählt wurde.
Als Beisitzer unterstützen künftig Traute Lorenz, Beate Kerres und Franz Herz.
Vor den Wahlen hatte Erich Schneider allen und insbesondere den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern für ihre Mitarbeit gedankt. Durch die 1996 erfolgte Gründung der IG Bahnlärm, der zurzeit einzigen aktiven Bahnlärm-BI auf der rechten Rheinseite zwischen Koblenz und der Landesgrenze zu NRW, wurden die mit der Bahntrasse verbundenen Beeinträchtigungen nachhaltig thematisiert und durch die Unterstützung vieler Abgeordneter wichtige Verbesserungen erreicht, wenn man sich das ein oder andere auch zügiger gewünscht hätte.
Im nächsten Jahr steht rechtsrheinisch die Generalsanierung der Bahnstrecke Troisdorf – Wiesbaden an, 2028 wird die linke Rheinseite saniert. Die Bahn setzt sich mit diesen Maßnahmen das Ziel, ein neues Hochleistungsnetz zu schaffen, das die Infrastruktur für den Schienenverkehr modern und leistungsstark macht. Obwohl damit auch die Leistungsfähigkeit erhöht wird, geht die Bahn nicht von einer wesentlichen Änderung aus und ist deshalb wegen des Bestandsschutzes nicht zur gesetzlich vorgeschriebenen Lärmvorsorge verpflichtet. Weil bei der Generalsanierung die Lärmproblematik also nicht ausreichend berücksichtigt wird, bleibt die Forderung nach besserem Lärmschutz auf der Tagesordnung.
Neben dem Bahnlärm sind bei der vorhandenen Trassenführung auch Erschütterungen, Gefahrenpotenzial und Feinstaub-Belastung zu bedenken. Deshalb wird die IG gegen Bahnlärm und –erschütterung e.V. Leutesdorf gemeinsam mit allen übrigen BI’s weiter Druck auf Bahn und Politik ausüben, damit sich die Lebensverhältnisse an Schienenstrecken baldmöglichst verbessern. Dabei müssen die kommunalen Gebietskörperschaften tatkräftig mitwirken, und die aktive Mitarbeit vieler Bürgerinnen und Bürger ist notwendig.
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