Ehrenamts-Initiative in der Verbandsgemeinde Montabaur
"Ich bin dabei" geht in die zweite Runde
Heiligenroth. „Ich bin dabei!“ – ist eine Ehrenamts-Initiative von Rheinland-Pfalz Ministerpräsidentin Malu Dreyer, an der auch die Verbandsgemeinde Montabaur als eine von 16 Kommunen teilnimmt. Gesucht werden Menschen, die sich aktiv mit ihren Erfahrungen und Kompetenzen in das Gemeinschaftsleben einbringen wollen. Das Alter spielt dabei keine Rolle.
Verbandsgemeindebürgermeister Edmund Schaaf unterstützt die Initiative seit über einem Jahr und will jetzt, obwohl nach eigenen Angaben am Anfang eher skeptisch, motiviert durch die vielen Erfolge „in die zweite Runde starten“. In der Vogelsanghalle in Heiligenroth gab es dazu jetzt eine weitere Auftaktveranstaltung. Zusammen mit einem Moderatenteam (Judith Gläser, Margit Chiera, Runald Herbertz und Martin N. Annen), das der Initiative in Montabaur quasi nicht nur auf die Beine hilft, sondern die Gruppen aktiv unterstützt, stellte Schaaf den knapp 50 interessierten Bürgern „Ich bin dabei“ vor.
Das Ziel ist die Förderung des bürgerlichen Engagements. Wobei Rheinland-Pfalz im Vergleich zu anderen Bundesländern recht gut aufgestellt ist: 41 Prozent der Menschen sind in einem Ehrenamt tätig.
Am Anfang steht immer eine Idee, die dann weiter geformt wird, bis sie Gestalt angenommen hat. Es gibt bis zur Umsetzung keine vorgegebenen Strukturen, betonte Runald Herbertz. Zum Erfahrungsaustausch treffen sich die Teilnehmer in sogenannten Projekt-Werkstätten. Bei Judith Gläser, die sich hauptamtlich um das Projekt kümmert, laufen die Fäden, sprich die Informationen zusammen. Sie ist ebenso wie Martin Annen und Margit Chiera von „Ich bin dabei“ überzeugt, seit letztem Jahr haben sich in Montabaur schon viele Gruppen gegründet. „Gerne können es noch mehr werden“, motivierte Gläser die Interessierten. Etwa 140 Menschen ließen sich in der Verbandsgemeinde Montabaur im vergangenen Jahr von dem Gedanken inspirieren, etwa 100 Teilnehmer sind bis heute dabei. Ihre Motivation sind die Ungezwungenheit, die Offenheit und Toleranz im Umgang miteinander, weiß Martin Annen aus vielen Gesprächen. Die offizielle Begleitung der Gruppen endet nach einem Jahr, die Teilnehmer haben bereits klar gemacht, dass sie sich weiterhin treffen werden. Weitere Mitstreiter sind ausdrücklich erwünscht.
Nach zögerlichen Anfängen kristallisierten sich erste Fragen und Gedanken, von da an dauert es nicht mehr lange zu den ersten Gesprächen untereinander. Das Moderatorenteam gab gerne erste Hilfestellung, sie waren es auch, die abschließend zu einer ersten Projekt-Werkstatt am 6. Juli, um 15 Uhr in der Vogelsanghalle in Heiligenroth, einluden. Weitere Interessierte und Ideen sind herzlich willkommen.
„Ich bin dabei“-Gruppen und ihre Ansprechpartner
Aufmunterungsgruppe in Altenheimen: Gertrud Baumann-Annen, Tel. (0 26 02) 16 454.
Flüchtlingsbetreuung: Herbert Ploch, Tel. (0 26 02) 91 88 230.
Fair-Trade-Stadt Montabaur: Detlef Koblold, Tel. (0 26 02) 17 719.
Senioren stark machen und stark bleiben: Ernst Ellenz, Tel. (0 26 02) 18 06 08.
Technik Werkstatt: Richard Wichter, Tel. (0 26 20) 20 02.
Kunst und Kultur für jedermann: Gerhard Neumann, Tel. (0 26 02) 16 417.
Kunst machen: Richard Kluender, Tel. (0 26 02) 67 48 091.
Kreativer Treff für Autoren: Waltraud Merz, Tel. (0 64 39) 335.
Tanzkreis „Vor und Zurück“: Eleonore Lenz, Tel. (0 26 02) 57 05.
Arbeitskreis „Historischer Stammtisch“: Dr. Hermann-Josef ten Haaf, Tel. (0 26 02) 94 79 42 oder 17 143.
Betriebsbesichtigungen organisieren: Hans-Georg Staib, Tel. (0 26 02) 16 793.
