Erntedankfest des Gartenbauvereins in Plaidt
Im Pfarrsaal wurde Begegnung gefeiert
Plaidt. Der besten Honig kommt vom Imker nebenan, so eine alte Gärtnerweisheit. Hier leben und arbeiten die Honigbienen, die deine Blüten bestäuben und Äpfel und Birnen und anderes Obst wachsen lassen. Deshalb hat der Gartenbauverein gerne zugestimmt, als im Frühjahr sich ein „Neu-Plaidter“, Vadim Juschakov, als Hobby-Imker an die Gartenfreunde wandte, um einen günstigen Standort für bereits vorhandenen Bienenstöcke zu finden. Gleich ist man fündig geworden auf der Streuobstwiese vor dem Rauscherpark, bestens geeignet für die Bienen und weitere Nützlinge, die helfen, alle Obst- und weiteren Bäume zu bestäuben. Zum Erntedankfest hat der Gartenbauverein in die St.-Willibrordkirche in Plaidt eingeladen. Hier war die Erntekrone aufgestellt, dazu Erzeugnisse aus den Gärten ausgelegt. Obwohl es wiederum ein trockenes Jahr war, konnte die Feier wegen Nieselregens nicht, wie vorgesehen, als „Freiluft-Gottesdienst“ zwischen Kirchengebäude und Pfarrsaal gestaltet werden. Dort sollte im Anschluss daran eine verkürzte Feier stattfinden, da wegen der „Corona-Pandemie“ eine größere Veranstaltung im Saal nicht möglich war.
An diesem Sonntag hat es also genieselt, und darüber ist keiner der Anwesenden verärgert oder unzufrieden. „Wasser von oben“ fehlt nämlich immer noch in der Pellenz, und nicht nur dort. Also geht es kurzentschlossen „mit Mund- und Nasenschutz“ in den Pfarrsaal. Dort können die wenigen Gäste, die der Einladung gefolgt sind, eine Tasse Kaffee genießen und von der erfreulichen Entwicklung hören. Guido Weiler als Vorsitzender des Gartenbauvereins in Plaidt hatte mit seinem Vorstandsteam Herrn Juschakov, der in Plaidt in der Burgstraße wohnt, gebeten, den Honig vorzustellen, den seine fleißigen „Mitarbeiterinnen“ in diesem Jahr zusammengetragen haben. Vadim Juschakov stellt zuerst seine Familie vor, denn er hat noch wenig Bekannte in Plaidt, und als er dann auf den Honig zu sprechen kommt, leuchten seine Augen. „Bei diesem guten Platz, den meine Bienen jetzt haben, kann nur gute Qualität erzeugt werden.“ Drei Sorten hat er abfüllen können: Der helle Rapshonig ist fester strukturiert als der flüssige Blütenhonig, der goldgelb in den Schraubgläsern leuchtet. Dunkel dagegen der Waldhonig, der noch intensiver duftet als die anderen Sorten. Gleich wird probiert, und die Anwesenden sind sich einig, dass dieses verkürzte Erntedankfest zumindest einen süßen Ausklang hat.
Die Erntekrone und viele Gaben zieren den Altarraum.
