Bürgerfahrt in die tschechische Partnerstadt
Im Zeichen von „ Glas und Historie“
Rheinbach. 25 Rheinbacher Bürger begleiteten den Partnerschaftsvorsitzenden Winfried Kern auf die Reise nach Tschechien. Mit dabei waren vom Vorstand der stellvertretende Vorsitzende Walter Erlenbach und der Kassierer Wolfgang Unterbusch. Außerdem nahmen an der Reise der Bürgermeister Stefan Raetz mit seiner Ehefrau Birgitta und - als Vertreterin der Glasfachschule – Sabina Ramershoven gemeinsam mit einer Schülerin teil. In Bautzen machte die Reisegruppe einen Zwischenhalt mit Übernachtung und einer Stadtführung durch die reizvolle historische Altstadt mit Besichtigung des Petridoms. An der Führung teilgenommen haben auch 14 tschechische Freunde aus der Partnerstadt. Außerdem ist aus Berlin ein in Steinschönau gebürtiger Freund des Partnerschaftsvereins mit Begleitung zur Reisegruppe hinzugestoßen. Anschließend ging die Reise weiter durch das Zittauer Gebirge in die tschechische Partnerstadt Kamenický Šenov, dem früheren Steinschönau. Am Abend konnte man sich bei einer Wein- Degustation in aller Ruhe mit den tschechischen Freunden unterhalten. Da an diesem Wochenende auch die Feierlichkeiten zum 160-jährigen Bestehen der Glasfachschule stattfanden, waren die Teilnehmer zu einer „Nacht des Glases und des Lichtes“ eingeladen. Es konnte die Glasfachschule mit ihren Arbeitsräumen und ausgestellte Glasobjekte ehemaliger Schulleiter und Absolventen besichtigt werden. Am Samstagmorgen hatte die Reisegruppe das Glück, an einer Führung durch die Lüsterfabrik „ Preciosa“ teilnehmen zu dürfen. Im Anschluss hatte die Glasfachschule zu einem Vortrag über die Historie der Schule eingeladen. Zu diesem Vortrag wurden hohe politische Vertreter, wie die tschechische Bildungsministerin, Katerina Valachova, begrüßt. In Ihren Reden lobten Sie das Engagement vieler Glaskünstler und Glasinteressierter, die vor einigen Jahren durch eine Petition, die auch Rheinbacher Bürger unterzeichneten, die vorgesehene Schließung der Schule verhindert haben. Zum Mittagessen gab es in dem nahegelegenen Ceska Kamenice das Traditionsgericht der tschechisch-böhmischen Küche: Rinderbraten mit Semmelknödeln. An das Mittagessen schloss sich eine Führung durch die direkt neben dem Restaurant gelegene wunderschöne barocke Marienwallfahrtskirche an. Am frühen Nachmittag schauten sich die Teilnehmer den von ehemaligen Absolventen gestalteten historischen Umzug an. Danach hatte die Reisegruppe bei dem Besuch des Alten Friedhofs die Gelegenheit, die im August mit einer Gruppe Rheinbacher Jugendlicher und ihrer Begleiter begonnenen Arbeiten zur Erhaltung der historisch wertvollen Grabmäler zu begutachten. Radim Vacha, der Leiter des Vereins „SONOW“, deren Mitglieder sich um die Denkmalpflege des Ortes kümmern, gab die Informationen über die bisher geleisteten Arbeiten und einen Ausblick über den weiteren Verlauf des Projekts. Eine weitere Unterstützung durch den Rheinbacher Partnerschaftsverein und Rheinbacher Bürger sagte ihm Winfried Kern zu. Am Samstagabend stand die Geselligkeit im Vordergrund. Ideen für den Gegenbesuch der Tschechen im Sommer nächsten Jahres, bei der neben einer Gruppe Erwachsener mit eigenem Programm eine Gruppe tschechischer Jugendlicher zu einer Paddeltour an der Lahn eingeladen sind, wurden konkretisiert. Vor der Abreise am Sonntagmorgen wartete noch eine besondere Überraschung auf die Teilnehmer: Die im Programm zum Abschluss und im Zusammenhang mit dem Friedhofsprojekt vorgesehene Messe hielt der für das Bistum Leitmeritz zuständige Bischof, Jan Baxant. Der Bischof begrüßte die deutschen Reiseteilnehmer in einer gesonderten Ansprache und hielt die Messe in Teilen zweisprachig. Nach herzlicher Verabschiedung durch die tschechischen Freunde, sowie dem Segen des Bischofs traten die von der Gastfreundschaft der Tschechen begeisterten Teilnehmer ihre Rückreise an
