Allgemeine Berichte | 04.04.2018

Kreisgesundheitsamt: Appell an alle Eltern

Impfen ernst nehmen

Eigene und andere Kinder vor Masern schützen

Rhein-Sieg-Kreis. Das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises appelliert anlässlich des Weltgesundheitstages am Samstag, 7. April an alle Eltern, ihre Kinder impfen zu lassen. „Gerade gegen die hochansteckenden Masern sind nicht alle Kinder ausreichend geschützt“, sagt der Leiter des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Rainer Meilicke. Im Rhein-Sieg-Kreis haben 90,3 Prozent der Kinder über vier Jahren einen umfassenden Schutz.

Masernimpfung

Laut Weltgesundheitsorganisation sollten 95 Prozent aller Kinder spätestens bis zu ihrem vierten Geburtstag einen wirksamen Impfschutz gegen Masern haben. Für einen umfassenden Schutz sollten Kinder bis zum zweiten Geburtstag die erste Masernimpfung erhalten, die zweite Impfung muss dann bis zum vierten Geburtstag erfolgen. „Nur beide Impfungen zusammen ergeben einen tatsächlichen Schutz“, sagt Dr. Rainer Meilicke. In Regionen mit hoher Impfrate, wie beispielsweise Nord- und Südamerika, sind Masern bis auf wenige importierte Fälle bereits ausgerottet. Auch kleine Impflücken können einen Masernausbruch zur Folge haben. Im vergangenen Jahr gab es in Nordrhein-Westfalen eine Masernwelle. Mit 520 gemeldeten Fällen lag mehr als die Hälfte der Erkrankungen in Deutschland in NRW.

Wer sein Kind nicht impfen lässt, trägt dazu bei, dass die Viren immer wieder eine Chance bekommen, sich auszubreiten. Damit gefährden diese Eltern auch Kinder, die aus gesundheitlichen Gründen selber nicht geimpft werden dürfen. Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Die Infektion kann zu Mittelohr- und Lungenentzündungen führen - in schweren Fällen auch zu Hirnhautentzündungen. Die oft von Impfgegnerinnen und -gegnern thematisierten Risiken sind in der Regel unproblematisch. Als Nebenwirkungen einer Impfung können Fieber oder Unruhe und sehr selten auch allergische Reaktionen auftreten. Diese Symptome verschwinden meist schnell wieder.

Keine „Masernparties“

Auch zur Stärkung des Immunsystems eignen sich „durchlittene“ Kinderkrankheiten nur bedingt. Daher rät der Leiter des Kreisgesundheitsamtes auch dringend von sogenannten „Masernparties“ ab, bei denen Eltern ihre Kinder mit einem erkrankten Kind spielen lassen, um eine Ansteckung herbeizuführen. „Ein solches Verhalten ist in keinem Fall eine geeignete Maßnahme und auch keine Alternative zu einer etablierten Impfung“, so Dr. Rainer Meilicke. Eine Impfpflicht gibt es in Deutschland bislang nicht - allerdings müssen sich Eltern über eine Impfung beraten lassen. Den Nachweis über diese Beratung vom Kinderarzt müssen Eltern in der Kindertagesstätte vorlegen. Wer dies nicht tut, muss seit dem vergangenen Sommer bei den Behörden gemeldet werden. Nicht geimpfte Kinder können, wenn Masern in der Einrichtung auftreten, zu ihrem eigenen Schutz und mit dem Ziel, die Ansteckung zu unterbinden, vom Besuch der Kita oder Schule ausgeschlossen werden.Pressemitteilung

Rhein-Sieg-Kreis

Der Landrat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
80 Jahre Sportverein 1946 Kripp e. V.
Kirmes in Kettig
Stellenanzeigen
 80 Jahre Sportverein 1946 Kripp e. V.
Schützenfest Brohl
Weinfest Walporzheim
Empfohlene Artikel
Rauchschwaden in NRW. Foto: DU
914

Rheinland-Pfalz. Das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz informiert über weiterhin wahrnehmbaren Rauch- und Brandgeruch in Teilen des Landes. Ursache sind aktuelle Waldbrände insbesondere in Nordrhein-Westfalen und Belgien. Aufgrund der Wetterlage und der Windrichtung kann der Rauch über größere Entfernungen transportiert werden. Besonders betroffen ist derzeit der Norden von Rheinland-Pfalz, allerdings kann sich die Situation abhängig von der Wetterentwicklung verändern.

Weiterlesen

Weitere Artikel
17.08.:Waldbrände in NRW: Kreis Ahrweiler: Fenster schließen, Lüftungen abschalten
3195

Kreis Ahrweiler.Das Lagezentrum Bevölkerungsschutz Rheinland-Pfalz weist darauf hin, dass es aufgrund der aktuellen Waldbrände, insbesondere im Hürtgenwald im Kreis Düren sowie im Hohen Venn in Belgien, auch im Kreis Ahrweiler weiterhin zu Rauch- und Brandgeruch kommen kann. Eine konkrete Gefahr für die Bevölkerung besteht derzeit nicht. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten.

Weiterlesen