Allgemeine Berichte | 04.01.2020

Umweltgruppe Westerwald_XR hatte eingeladen

„Info - Talk zum Klimawandel“

Im Februar wird der Info-Talk im Bürgerhaus Selters fortgesetzt

Etwas mehr als zwei Dutzend ZuhörerInnen begrüßten Werner Philippi. Foto: privat

Selters. Heiße Sommer, sinkende Grundwasserspiegel und abgestorbene Fichtenwälder, das sind Auswirkungen des Klimawandels, die die Menschen im Westerwald aus eigener Anschauung und Erfahrung kennen gelernt haben.

Astrid Schoppe (B.Sc Zoologie und Genetik), Herschbach, von der Umweltgruppe Westerwald_XR, hatte aus diesem Anlass nach Selters zu einem „Info-Talk“ eingeladen.

Etwas mehr als zwei Dutzend ZuhörerInnen begrüßten Werner Philippi (Sportlehrer und Klimaaktivist) den Gastreferenten aus Köln. Er präsentierte im Stadthaus einen Überblick wissenschaftlicher Fakten zur Veränderungen des Klimas in den letzten 200 Jahren.

Ohne das Vorhandensein von CO2 in der Atmosphäre wäre der Globus dauerhaft vereist, klärte er auf. Eine Durchschnittstemperatur von Minus18°C hätte das Entstehen von höheren Lebensformen auf diesem Planeten verhindert. Eis- und Warmzeiten haben sich im Laufe der Jahrmillionen stetig abgewechselt. Erst mit der Industrialisierung ist dieser Rhythmus aus den Fugen geraten. Statt einer allmählichen Abkühlung der Atmosphäre steuere das Weltklima nachweislich einer deutlichen Erwärmung entgegen, führte der Referent aus. Ursache ist die stetige Steigerung des CO2 Gehalts durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas. Diese Entwicklung sei Folge des menschlichen Eingriffs in die Naturkreisläufe und habe es in der Geschichte der Erde zuvor so noch nicht gegeben.

Anhand der Forschungsergebnisse von Professor Will Steffen (Stockholm und Canberra) stellte der Referent die voraussichtliche Entwicklung der Erderwärmung dar. Eine ungebremster Steigerung des CO2 Ausstoßes führe zu einem Kippen des Weltklimas, das nicht mehr rückgängig gemacht werden könne.

Christoph Lambrecht (Haustechniker), Herschbach, stellte anschließend den Zuhörerinnen und

Zuhörern, die aus der gesamten Region des Westerwaldes angereist waren, die Initiative der Umweltgruppe Westerwald_XR vor. Viele Menschen seien, wie er selbst auch, aufgrund persönlicher Betroffenheit und dem Gefühl der Ohnmacht aktiv geworden. Die Grundlage, sich dagegen zu wehren, sei zuallererst die Darstellung der Fakten und sich Wissen über die Ursachen und Gründe der aktuellen Klimaentwicklung anzueignen. Ebenso sei wichtig, diese Betroffenheit öffentlich zu machen und zu prüfen, welche schon erfolgreiche Maßnahmen aus anderen Regionen (z.B. Energiewirtgschaft oder Busse und Bahnen) hier im Westerwald aufgegriffen werden könnten.

Werner Philippi stellte zum Abschluss dar, welchen Weg er gefunden habe, seiner Betroffenheit angesichts der Klimakrise Ausdruck zu verleihen. Es könne auf allen politischen Ebenen kein „Weiter so wie bisher „ geben. Die Betroffenheit, die die Bewegung der Schülerinnen und Schüler von „Fridays for Future“ ausgelöst habe, müsse fortgeführt werden und zu einem allgemeinen bürgerbewegten Handeln führen. Ziel sei, in allen gesellschaftlichen Bereichen eine Bereitschaft zum klimaneutralen Wirtschaften und zur Reduzierung des CO2 Ausstosses durchzusetzen.

Die Diskussion der interessierten ZuhörerInnen zeigte, dass eine klimaorientierte Umweltbewegung erst am Anfang stehe und ein großer Bedarf an Aufklärung und aktivem Handeln bestehe. Im Februar werde dieser Info-Talk im Bürgerhaus Selters fortgesetzt, erklärten die Organisatorin des Abends abschließend.

Etwas mehr als zwei Dutzend ZuhörerInnen begrüßten Werner Philippi. Foto: privat

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Kommentare
06.01.202014:09 Uhr
juergen mueller

Neues Jahr - immer noch nichts dazu gelernt.Der Klimawandel läuft,ist nach Ausmaß/Geschwindigkeit größtenteils menschgemacht,seine Entwicklung steht unübersehbar in direktem Zusammenhang mit dem signifikant zunehmenden Eintrag von zivilisatorisch verursachtem CO2 in die irdische Athmosphäre seit Beginn des Industriezeitalters u.dessen explosionsartigem Anwachsen im Laufe des 20.Jahrhunderts.Der Einwand,CO2 habe nur einen lächerlich kleinen Anteil von 0.04 Prozent oder gar keinen ist völlig belanglos.Es kommt auf die klimatologische Wirkmächtigkeit des Spurengases an,die im Hinblick auf den Treibhauseffekt beträchtlich ist.Gerade weil der Anteil an der Atmosphäre relativ gering ist,sind die Folgen künstlich entstandener Zusatzmengen umso gravierender.Und die sind seit 1900 um ein vielfaches (in Milliarden-Tonnen gerechnet) angestiegen.Unklar u.strittig ist derzeit nur:Wie schnell verändert sich das Weltklima,welche Formen/Ausmaße nimmt der Wandel mitsamt des ihn begleitenden Wetterchaos

06.01.202009:50 Uhr
Uwe Klasen

„Bedarf an Aufklärung“ ---- Durch die Geowissenschaften und Eisbohrkerne ist bekannt, dass die CO² Zunahme in der Erdatmosphäre immer einer Erderwärmung FOLGT (z.B. durch Ausgasung der sich erwärmenden Meere), somit kann CO² ergo nicht URSACHE der Erwärmung sein!

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