Neues Wohnprojekt für Menschen mit Behinderungen
Inklusives Wohnen in der Gemeinde
Niederfell. Der Bau des dezentralen Wohnkomplexes in der Markstraße 4 neigt sich dem Ende zu. Zukünftige Bewohner und Mitarbeiter lernen sich kennen. Nachdem im Rahmen einer Bewerbungsphase 24 Bewohner mit geistiger Behinderung und die zuständigen Mitarbeiter ausgewählt wurden, fand nun ein erstes gemeinsames Treffen im Antoniussaal des Herz-Jesu-Hauses statt. Claudia Horbach, die Bereichsleiterin für das Wohnen in der Gemeinde und Thomas Mönch-Schmitz, der Verbundleiter des neuen Wohnkomplexes stellten sich vor und führten durch die Veranstaltung. Sie informierten die gespannten Zuhörer über konzeptionelle Vorplanungen, die Einteilung der unterschiedlichen Wohneinheiten und den geplanten Ablauf der Umzüge. Diese finden nach Karneval am 15. und 16. Februar statt. Sie freuen sich über die ersten Mieter für die Dachgeschosswohnungen des Hauses. Diese waren gezielt für Bürger aus der Region ausgeschrieben, die Interesse haben sich auf ein Leben in einer inklusiven Gemeinschaft einzulassen. Genau diese Umsetzung von Inklusion macht die Besonderheit des Wohnprojektes aus. Menschen mit und ohne Behinderung haben, die Möglichkeit gemeinsam in der Gemeinde zu leben und ihren Alltag in Zukunft von dort aus zu bewältigen und zu gestalten.
Aufregung und Vorfreude der zukünftigen Bewohner sind deutlich zu spüren. Die geäußerten Fragen und Wünsche zeigen, dass sie sich besonders auf „das Neue“ was kommt und auf die Möglichkeit selbstständiger zu leben freuen. Um den individuellen Bedürfnissen, der Bewohner gerecht zu werden, sind die einzelnen Wohneinheiten unterschiedlich gestaltet. Es gibt Doppelappartements mit Wohnraum und eigener Küchenzeile, sowie verschiedene Einzelzimmer und Gemeinschaftsräume. In den nächsten Wochen erfolgen die letzten wichtigen Renovierungsarbeiten und die Zimmer werden möbliert. Neben den Bewohnern erwartet auch das neue Team motiviert und gespannt den Start in der Markstraße. Die Bereichsleiterin Claudia Horbach macht die Bedeutung des Projektes für das Herz- Jesu-Haus deutlich: „Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung sind wichtige, aktuelle gesellschaftliche Themen. Das neue Wohnprojekt hilft uns dabei, die beiden Aspekte verstärkt zu berücksichtigen und in die gelebte Praxis umzusetzen. Hierbei freuen wir uns besonders auf eine gute und offene Nachbarschaft, die sich während des bisherigen Projektverlaufes bereits deutlich gezeigt hat.“
Es heißt also: Sachen packen, Abschied von Altem nehmen, sich auf das Neue was kommt einstellen und freuen!
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