Allgemeine Berichte | 26.01.2024

Lahnstein präsentiert Pläne zur nachhaltigen Transformation durch die Buga 2029

Innovative Landschaftsarchitektur trifft auf historisches Erbe

Mit ihrem Konzept schaffen Christoph Geskes und Marco Mattelig vom Landschaftsarchitekturbüro Geskes und Hack aus Berlin (2. und 3. von links) neue Impulse für Lahnstein.  Fotos: ND

Lahnstein. Die Bundesgartenschau (Buga) 2029 in Lahnstein ist mehr als nur ein Ereignis; sie ist ein zukunftsweisendes Projekt, das die Stadt und ihre Umgebung nachhaltig prägen wird. Nun wurden die Ergebnisse des Landschaftsarchitektur-Wettbewerbs, der die Grundlage für dieses Ereignis bildet, in der Stadthalle Lahnstein vorgestellt.

Oberbürgermeister Lennart Siefert eröffnete die Veranstaltung zur Vorstellung der Ergebnisse des freiraumplanerischen Wettbewerbs. Er begrüßte die Anwesenden in der Stadthalle Lahnstein und stellte herausragende Gäste vor, darunter den Bürgermeister der Stadt Lahnstein, Herrn Adalbert Dornbusch, den Beigeordneten Jochen Sachsenhauser, den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Mike Weiland, Frau Nadya König-Lehrmann vom Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal und Peter Labonte, Aufsichtsratsvorsitzender der Bundesgartenschau.

Der Fokus der Veranstaltung lag auf der Präsentation der Entscheidungen des Preisgerichts, welches aus 11 eingereichten Vorschlägen den Siegerentwurf für die Gestaltung Lahnsteins nach der Buga 2029 auswählte. Zu den weiteren Rednern zählten Frau Prof. Ulrike Kirchner, die Vorsitzende des Preisgerichts, und Sven Stimac, Geschäftsführer der Buga gGmbH. Oberbürgermeister Siefert betonte die Bedeutung der Bundesgartenschau 2029 als eine große Chance für Lahnstein, um das Potenzial der Stadt zu entfalten und sie als eigenständigen urbanen Raum in der Nähe von Koblenz zu präsentieren. Er hob hervor, dass die Buga eine Gelegenheit sei, Lahnstein nicht nur als Nachbarn von Koblenz, sondern als selbstbewussten und bedeutenden Teil des Oberen Mittelrheintals darzustellen.

Abschließend lud er die Anwesenden ein, nach den Reden Fragen zu stellen und die präsentierten Entwürfe, insbesondere die ersten drei Plätze des Wettbewerbs, zu betrachten. Diese Entwürfe sowie alle weiteren eingereichten Vorschläge waren in den Mehrzweckräumen der Stadthalle ausgestellt und konnten besichtigt werden.

Schaffung neuer Aufenthaltsqualitäten und Nutzungsmöglichkeiten für nachhaltigen Mehrwert

Sven Stimac sprach über seine ersten Eindrücke von Lahnstein und die anfängliche Planung der Bundesgartenschau 2029. Die Buga soll über die temporäre Ausstellung 2029 hinausgehen und eine dauerhafte Entwicklung in Lahnstein anstoßen. Das Projekt umfasst vier Hauptbereiche mit sechs Ausstellungsflächen, darunter Lahnstein, Sankt Goar und das Loreley Plateau. Trotz der vergleichsweise kleinen Ausstellungsfläche hob Sven Stimac die reiche natürliche und kulturelle Umgebung Lahnsteins hervor. Besonders erwähnte er das Brückenprojekt über die Lahnmündung, das als zentraler Teil der Buga-Entwürfe Nieder- und Oberlahnstein verbindet und die Stadtpräsentation innerhalb der Bundesgartenschau bereichert.

Frau Prof. Ulrike Kirchner hob hervor, dass der erste Preisträger ein besonders überzeugendes Gesamtkonzept präsentierte, das sich durch eine klare, dem Ort angemessene Gestaltung auszeichnete und neue Impulse für Lahnstein setzte, insbesondere im Umgang mit der Herausforderung von Höhenunterschieden und der Gestaltung der Molenspitze.

Die Preisträger Christoph Geskes und Marco Mattelig vom Landschaftsarchitekturbüro Geskes und Hack präsentierten ihre Gestaltungskonzepte für die Bundesgartenschau 2029 in Lahnstein. Sie betonten die Wichtigkeit der Brücke für die Schaffung eines großen, zusammenhängenden Freiraums in Lahnstein. Ihr Plan für den Rheinpark beinhaltet eine Verringerung der Wegversiegelung, eine Anreicherung der Grünflächen, die Schaffung einer schattigen Rheinpromenade und eines Wasserspielplatzes. Der Fokus liegt auf den Molenpark, wo ein grüner Hanggarten für barrierefreie Zugänge zum Hafenbecken geplant ist.

Die Planer des Projekts legten besonderen Wert darauf, Lahnstein am Rhein ein neues, über die Stadtgrenzen hinaus erkennbares Profil zu geben. Dafür wurde eine auffällige Spitze am Flussufer als große Sitzstufenanlage konzipiert, die ein grünes Plateau bildet.

Diese Anlage soll multifunktional genutzt werden, beispielsweise für Open-Air-Veranstaltungen und somit zu einem charakteristischen Merkmal von Lahnstein werden.

Projektfortschritt wird mit den Bürgerinnen und Bürgern regelmäßig kommuniziert

In der Fragerunde äußerten Anwohner Bedenken über die Umgestaltung eines naturnahen Grünstreifens und den Erhalt historischer Elemente. Die Projektverantwortlichen, darunter der Oberbürgermeister, versicherten, dass bei allen Maßnahmen Naturschutzbehörden und die Generaldirektion Kulturelles Erbe involviert sind, um sowohl den Naturschutz als auch die Bewahrung historischer Aspekte sicherzustellen. Es wurde betont, dass der Entwicklungsprozess durch verschiedene Interessenvertreter begleitet wird, um eine ausgewogene und umweltverträgliche Umsetzung zu gewährleisten.

Volker Boch, Vorsitzender des Vorstands im Zweckverband des Welterbes Oberes Mittelrheintal, unterstrich die Bedeutung des großen Projekts der Bundesgartenschau für die Region. Er bat um Unterstützung und positive Einstellung gegenüber der Stadtverwaltung und anderen Beteiligten, selbst wenn es Herausforderungen oder Ärgernisse geben sollte. Boch betonte die Wichtigkeit, optimistisch in die Zukunft zu blicken und sich auf die positiven Entwicklungen zu konzentrieren, die die Buga bringen wird. Er sieht die Buga als ein umfassendes Projekt, das weit über Lahnstein hinauswirken und der gesamten Region einen signifikanten Mehrwert bringen wird. Er ermutigte die Anwesenden, aktiv teilzunehmen, konstruktiv zu agieren und sich auf das zu freuen, was die Buga für Lahnstein und die umliegende Region bereithält.

Bürgerinnen und Bürger von Lahnstein führten einen intensiven und konstruktiven Dialog mit den Projektverantwortlichen über die ihnen besonders wichtigen Bereiche, die im Rahmen des Projekts eine Veränderung erfahren sollen.

Bürgerinnen und Bürger von Lahnstein führten einen intensiven und konstruktiven Dialog mit den Projektverantwortlichen über die ihnen besonders wichtigen Bereiche, die im Rahmen des Projekts eine Veränderung erfahren sollen.

Innovative Landschaftsarchitektur trifft auf historisches Erbe

Mit ihrem Konzept schaffen Christoph Geskes und Marco Mattelig vom Landschaftsarchitekturbüro Geskes und Hack aus Berlin (2. und 3. von links) neue Impulse für Lahnstein. Fotos: ND

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