Allgemeine Berichte | 07.12.2023

David-Roentgen-Schule gewinnt Leuchtturmprojekt 2024

Innovatives Lernprojekt setzt neue Maßstäbe

Besonderes Potential erkannte die Jury im Unterrichtsprojekt „Digitaler Zwilling“ der David-Roentgen-Schule .  Foto: David-Roentgen-Schule

Neuwied. „Not macht erfinderisch“, weiß Torsten Schumacher, Lehrer für Mechatronik an der David-Roentgen-Schule (DRS) in Neuwied. „Natürlich wollen wir gerne auf dem hohen technischen Niveau der Industrie unterrichten, kämpfen aber im Bildungsbereich stets mit Ressourcenknappheit. Innovative Ansätze sind also gefragt.“

Schon viele Jahre arbeitet die Schule daher eng mit dem ZVEI (Verband der Elektro- und Digitalindustrie) zusammen und ist jedes Jahr mit einem Stand auf der Hannover Messe vertreten. Gemeinsam mit sieben weiteren Unternehmen aus dem Bereich der Automatisierungstechnik rief der ZVEI 2013 den New Automation e.V. ins Leben, der sich als Schnittstelle zwischen Bildungsinstitutionen und deutschen international agierenden Industrieelektronikunternehmen versteht. Hauptanliegen des Vereins ist es, schulische und universitäre Ausbildung im Themenbereich Automatisierungstechnik und IT nachhaltig zu fördern und durch praxisnahe Entwicklungsprojekte zu intensivieren sowie mit und für Technologien zu begeistern.

Vor diesem Hintergrund schreibt New Automation e.V. regelmäßig Förderbudgets in Höhe von bis zu 10.000 Euro für sogenannte „Leuchtturmprojekte“, also Projekte von besonderer Qualität, aus. Besonderes Potential erkannte die Jury unlängst im Unterrichtsprojekt „Digitaler Zwilling“ der DRS. Dahinter steckt heruntergebrochen folgende Idee: Lernende entwerfen ein physisch reales Lernmodell in industriellem Standard. Unter Nutzung der Simulationssoftware „FactoryIO“ wird ein digitales Abbild der Anlage erstellt, das auf das tatsächliche Verhalten der realen Anlage angepasst wird. Die digitalen Zwillinge müssen also als Softwaremodelle existieren und sie müssen sich wie die realen Anlagen verhalten, wenn sie von Steuercomputern angesteuert werden. Nun kann jeder Lernende an „seiner eigenen“ Anlage arbeiten, testen und dabei lernen. Sobald einzelne Schüler ihren digitalen Zwilling vollständig in Betrieb genommen haben, können sie ihre Leistung auch an der realen Anlage testen und weitere Probleme, die sich aus Hardwarebesonderheiten ergeben, lösen.

In der digitalen Duplizierung der realen Anlage erkannte die Jury ein besonderes Unterstützungspotential „der Ausbildung in der Automatisierungstechnik unter Einsatz industrieller Komponenten trotz Ressourcenknappheit. Die dargestellte Lösung des ‚Digitalen Zwillings‘ könnte dadurch auch für andere Bildungseinrichtungen relevant und nutzbar sein“, so die Begründung.

Der Gewinner des „Leuchtturmprojektes“ erhält neben finanziellen Mitteln mit einer Siegerehrung auf der Hannover Messe internationale Beachtung. Die Teams aus SchülerInnen und LehrerInnen erfahren damit eine besondere Würdigung und Wertschätzung ihrer Arbeit.

Im Namen der David-Roentgen-Schule richtete Torsten Schumacher schon jetzt seinen besonderen Dank an den New Automation e.V. und betont abschließend: „Nur durch die Unterstützung solcher Initiativen werden wir fachlich und finanziell in die Lage versetzt, Ausbildung auf diesem hohen technischen Niveau zu betreiben und am Puls der Zeit zu unterrichten. Ein ausdrückliches Dankeschön nach Stuttgart!“

Besonderes Potential erkannte die Jury im Unterrichtsprojekt „Digitaler Zwilling“ der David-Roentgen-Schule . Foto: David-Roentgen-Schule

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