Jobcenter, AfA Mayen-Koblenz und Landkreis Cochem-Zell
Integration in den Arbeitsmarkt gemeinsam gestalten
Passende Hilfe im Jobcenter auch für geflüchtete Menschen - Kooperationsvertrag wurde geschlossen.
Kreisgebiet. Aktuell leben rund 700 Asylsuchende im Landkreis Cochem-Zell. Nachdem im vergangenen Jahr zunächst die Unterbringung der Asylsuchenden im Vordergrund stand, stehen wir nun vor der großen Aufgabe der beruflichen Integration.
Diese Herausforderung zu meistern, das kann nur gemeinsam gelingen – hier sind sich die Akteure im Landkreis Cochem-Zell einig. Daher haben nun das Jobcenter Cochem-Zell, die Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen sowie der Landkreis Cochem-Zell eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, mit der sie sich zur Zusammenarbeit und gemeinsamen strategischen Ausrichtung verpflichten. „Wir müssen uns dieser neuen Aufgabe stellen und ich bin mir sicher, dass wir das auch schaffen“, betont Landrat Manfred Schnur bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. Der Kreischef führt aus: „Wir rechnen mit 360 Menschen, die nun in den Zuständigkeitsbereich des Jobcenters gelangen.
Passgenaue Hilfen werden benötigt
Um die geflüchteten Menschen bestmöglich zu unterstützen, benötigen wir dringend passgenaue Hilfen.
Nur so können wir die Flüchtlinge schnellstmöglich in Arbeit vermitteln. Doch dies kann nur gelingen, wenn wir alle an einem Strang ziehen, uns gegenseitig austauschen und unsere Ressourcen bündeln.“ Frank Schmidt, Vorsitzender der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen betonte: „Es besteht bereits eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Jobcenter und Arbeitsagentur, die wir mit der Kooperationsvereinbarung dokumentieren möchten.“
„Die Integration in Arbeit ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die Zeit braucht und einen langen Atem erfordert“, ist sich Schmidt bewusst. „Doch die örtliche Nähe in Cochem ist hier von großem Vorteil.“ Dabei hebt er besonders die Bereitschaft der Arbeitgeber im Landkreis positiv hervor, Flüchtlinge einzustellen und zu qualifizieren. „Natürlich gibt es Hürden, wie die Sprache und unterschiedliche Kulturen“, erklärt Schnur. Doch um diese Aufgabe zu meistern, sollen zusätzliche Stellen im Jobcenter geschaffen werden.
Dabei bemängelt der Landrat, dass seitens des Bundes keine ausreichenden Zuweisungen für diese schwierige Aufgabe zur Verfügung gestellt werden: „Hier werden wir auf jeden Fall noch einmal anknüpfen“.Der Vorsitzende der Agentur für Arbeit macht deutlich: „Die einheimischen Arbeitssuchenden müssen sich keine Sorgen machen, dass sie zu kurz kommen werden. Die Arbeitsmarktintegration wird nicht zu Lasten unserer bisherigen Kunden gehen“.
TE
