Allgemeine Berichte | 19.10.2018

Projekt der Caritas-Beratungsdienste bereitet Flüchtlingsfrauen viel Spaß

Integration mit der Nähmaschine

Unter der Anleitung von Margot Rube (vorne rechts) lernen Flüchtlingsfrauen bei den regelmäßigen Begegnungstreffen in Montabaur den richtigen Umgang mit der Nähmaschine.Caritasverband Montabaur

Montabaur. „Nähen für’s Baby ist babyleicht“ lautet das Motto eines Projektes der Beratungsdienste des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn, das nun schon seit mehreren Monaten erfolgreich läuft. Das Angebot spricht in erster Linie schwangere Flüchtlingsfrauen, aber auch Flüchtlingsfrauen mit kleinen Kindern an.

Bei regelmäßigen Treffen wird ihnen die Möglichkeit gegeben, Erstlings- und Kleinkinderausstattungen selbst herzustellen. Der Startschuss fiel im März. „Mittlerweile bieten wir bereits den vierten Block an“, freut sich Margot Rube, die 17 Jahre lang in der Caritas-Schwangerschaftsberatung tätig war, über den bisherigen Erfolg des Projektes. Sie betreut den Begegnungstreff und ist selbst passionierte Näherin: „Zum Abitur habe ich meine erste Nähmaschine geschenkt bekommen, seither nähe ich“, berichtet Rube, die großen Spaß daran hat, ihr Können nun an die Flüchtlingsfrauen weiterzugeben.

Regelmäßige Treffen fördern die Integration

Einmal pro Woche kommen die Teilnehmerinnen im Katholischen Pfarrzentrum St. Peter, Auf dem Kalk, in Montabaur zusammen, um gemeinsam zu nähen. Dabei sind schon viele tolle Sachen für Babys und Kleinkinder entstanden. Babytücher, Mützen und Hosen wurde ebenso genäht, wie zum Beispiel Tops, Shirts oder kleine Taschen.

Während der Treffen üben die Frauen nicht nur den Umgang mit der Schere, der Nadel und der Nähmaschine, sondern sie lernen zum Beispiel auch einiges über Stoffe und wie man ein Schnittmuster anfertigt. „Außerdem dienen die Treffen den Frauen auch als Raum der Begegnung, in dem sie Kontakte knüpfen und sich austauschen können“, erläutert Margot Rube und fügt hinzu: „Gleichzeitig soll über das praktische Angebot ein niedrigschwelliger Zugang zu den Frauen gefunden werden, damit diesen im Bedarfsfall Beratung und Hilfe in unserem Beratungszentrum vermittelt werden kann.“

Im Rahmen der Begegnungen steht zwar vor allem das Nähen im Mittelpunkt, die Treffen dienen aber auch der Integration und sollen das Selbstbewusstsein der Frauen stärken. Und natürlich werden auch die Sprachkenntnisse der Teilnehmerinnen gefördert, denn in erster Linie sprechen die Frauen während des Kurses auch untereinander Deutsch. Aktuell nehmen drei Frauen an den „Begegnungstreffen zum Nähen“ teil, sie kommen aus Syrien, Tschetschenien und Aserbaidschan. Alle drei sind seit Start des Projektes dabei und haben riesigen Spaß an den regelmäßigen Treffen.

Die Teilnahme an den Treffen ist kostenlos. Finanziell gefördert wird das Projekt durch die „Willkommenskultur für Flüchtlinge“ des Bistums Limburg. Außerdem ist Margot Rube bei ihrer Arbeit mit den Flüchtlingsfrauen auf Spenden angewiesen, insbesondere auf Sachspenden.

Auf Spenden angewiesen

So etwa erhielt sie unter anderem bereits einige Spenden an Kurzwaren und Stoffen. Und die Dernbacher Schwestern „Arme Dienstmägde Jesu“ haben sogar Nähmaschinen gespendet.

„Das ist natürlich besonders toll, denn so können die Frauen die Maschinen mitnehmen und haben die Möglichkeit, auch Zuhause zu nähen“, betont Rube. Weiterhin hat die HWK Koblenz dem Begegnungstreff leihweise zwei Tischnähmaschinen zur Verfügung gestellt.

Unterstützt wird das Projekt außerdem von der Pfarrei St. Peter in Ketten Montabaur sowie einigen Ehrenamtlichen, die unter anderem Fahrdienste übernehmen. „Ohne deren Engagement wären die Treffen nur schwer durchführbar“, betont Margot Rube, die nun – gemeinsam mit den Flüchtlingsfrauen - hofft, dass das Projekt auch künftig fortgeführt wird.

Weitere Infos rund um den „Begegnungstreff zum Nähen“ erhalten Interessierte bei Astrid Schmidt vom Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn unter Tel. (0 26 02) 16 06 15 oder per E-Mail an astrid.schmidt@cv-ww-rl.de.

Unter der Anleitung von Margot Rube (vorne rechts) lernen Flüchtlingsfrauen bei den regelmäßigen Begegnungstreffen in Montabaur den richtigen Umgang mit der Nähmaschine.Foto: Caritasverband Montabaur

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Michael Kroeger: Bestätigung Wahlergebnis am 13.4.2026. Mark Geimer wird Stadtbürgermeister. Unterschrift Nutzungsvertrag Windkraft am 17.4.2026 durch den 1. Beigeordneten Werner Lahme. Die Vereidigung Mark Geimer als...
  • Mirko Walden: Es ging doch darum, dass nicht gewarnt wurde und die Lage nicht erkannt wurde. Ebenfalls wurden keine Maßnahmen umgesetzt. Was ist hierzu passiert? Was bringen neue Sirenen, wenn nicht evakuiert wird?...
  • Dieter Borrmann: Der landschaftlich großartige Weg unterhalb Brauselay über den Conder Kreuzweg nach Cond ist teils unbefestigt, teils sehr glatt, teils steil. Sehr gutes, rutschfestes Schuhwerk (Profilsohle) wird unbedingt angeraten.
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2025
Anlagenmechaniker
Kirmes Polch 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Kirmes Polch
Blumen Meyer Neueröffnung
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Empfohlene Artikel
Die aktuelle und die kommende Brunnenkönigin.
125

Bad Breisig. Während noch einige Gäste der Römerthermen ein Kaltgetränk genossen, fanden sich nach und nach Repräsentanten und bekannte Gesichter der Stadt Bad Breisig im Römer-Bistro ein, eine aufmerksame Spannung machte sich breit. Bürgermeister Marcel Caspers begrüßte die Anwesenden, darunter Vertreter der Kommunalpolitik, Sponsoren des Brunnenfestes, Mitglieder der Karnevalsgesellschaft und weitere...

Weiterlesen

Bereits jetzt freut sich Landrat Marko Boos, den MYK-Pokal zum ersten Mal an eine Gemeinde oder Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz überreichen zu können. Wie der neue Preis genau aussieht, bleibt bis zur Verleihung allerdings noch ein gut gehütetes Geheimnis. Foto: Foto: Kreisverwaltung MYK/teilweise KI-generiert
31

Kreis MYK. Der Landkreis Mayen-Koblenz setzt ein starkes Zeichen für bürgerschaftliches Engagement: Erstmals wird im Jahr 2026 der MYK-Pokal verliehen. Mit dieser neuen Auszeichnung sollen Ortsgemeinden und Städte gewürdigt werden, die sich in besonderem Maße für das Gemeinwohl einsetzen und mit ihren Projekten eine nachhaltige Wirkung über die eigene Kommune hinaus entfalten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Helfermannschaft mit dem neuen Spielhaus auf dem Hof der KiTa Immendorf. Foto: SCH
9

Verein Abenteuer Helfen e.V. erledigte einige Renovierungsarbeiten im Kindergarten St. Christophorus Immendorf und baute für die Kinder eine neue Spielhütte auf

Freizeit ist Helferzeit

Koblenz-Immendorf. Der Verein Abenteuer Helfen e.V. hat sich zur Aufgabe gestellt, mit kleinen und großen Aktionen zum Beispiel Kindertagesstätten, Jugendzentren, Tierheimen und Gnadenbrothöfen praktische Hilfe zu leisten. Hierbei ist das Ziel, organisatorische und handwerkliche Probleme für soziale Einrichtungen zu lösen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
32

Nach mehreren Fällen von getöteten, verletzten oder verschwundenen Tieren liefert DNA-Untersuchung Klarheit

Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied: Mehrere Wolfsangriffe bestätigt

Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied. Am Mittwoch, dem 18.03.26 wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit 3 toten, 2 verletzten und 1 verschwundenen Schafen aus dem Gemeindegebiet Mammelzen, Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld (Kreis Altenkirchen) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW01 - daher zugehörig zur Mitteleuropäischen Flachlandpopulation - nachgewiesen.

Weiterlesen

Das Feuer in einer Kleingartenanlage konnte von den Wehrleuten schnell gelöscht werden. Foto: Freiwillige Feuerwehr Königswinter
17

Rauchsäule wies den Feuerwehrleuten den Weg zum Einsatzort

17.04.: Feuer in Kleingartenanlage: Hütte stand in Vollbrand

Königswinter. Eine Rauchsäule wies den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter am Freitagabend den Weg zu einer brennenden Gartenhütte in Oberdollendorf. Das Feuer in einer Kleingartenanlage am Reihbäumer Weg konnte von den Wehrleuten schnell gelöscht und eine Ausdehnung auf Vegetation und andere Hütten in der Umgebung verhindert werden.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Heizölanzeige
Rund ums Haus
Schulhausmeister
Floristik Meyer
Anzeige Uhren Vintage
Kirmes in Löhndorf
Kirmes in Löhndorf
Anzeige KW 16
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Maibaumstellen Heimersheim
Maibaumstellen Heimersheim