Allgemeine Berichte | 22.11.2017

Berufsinformationstag an der Theodor-Heuss-Realschule

Interessante Einblicke ins Berufsleben

Kreishandwerkermeister Thomas Radermacher zeigte Karrieremöglichkeiten auf. StF

Meckenheim. Wie geht es weiter nach der Schule? Diese Frage stellt sich für die Schüler der Theodor-Heuss-Realschule nach dem Abschluss der Klasse 10. Die Weichen zur Antwort wollen allerdings früher gestellt werden und so veranstaltete die Schule einen Berufsinformationstag für die Schüler der Klassenstufen 9 und 10.

Schulleiterin Claudia Hesseler konnte zu dieser Veranstaltung zahlreiche Vertreter von Betrieben, Verbänden und auch weiterführenden Schulen begrüßen. Ein ganz besonderer Willkommensgruß galt natürlich Studiendirektorin Ulrike Birckenbach, welche zumindest die kürzeste Anreise hatte. Hatte diese doch die Möglichkeit das Konrad-Adenauer-Gymnasium zu präsentieren und das heißt für die interessierten Schüler auf dem gleichen Gelände nur einen anderen Eingang zu benutzen. Der ist allerdings jedem bestens bekannt, denn der Gedanke des Campus der in Meckenheim gehegt und gepflegt wird, führt dazu, dass regelmässig Schüler von der Theodor-Heuss Realschule zum Konrad-Adenauer-Gymnasium wechseln und dort auch sehr erfolgreich ihr Abitur machen.

Das Handwerk als Karrieremöglichkeit

Einen ganz anderen Weg zeigte Thomas Radermacher, Kreishandwerkermeister mit eigenem Betrieb in Meckenheim auf. Sein Credo „Ich kenne viele arbeitslose Akademiker, ich kenne aber keine arbeitslosen Handwerker.“ Dabei warb er für eine Tätigkeit im Handwerk und zeigte auch dort die verschiedenen Karrieremöglichkeiten auf. Dabei betonte er dass es im Handwerk nicht immer nur auf beste Noten, sondern vor allem auf Teamwork und soziale Kompetenz ankomme. Das heißt nicht, dass Fertigkeiten der Schule nicht gefragt wären - ganz im Gegenteil. Vor allem die Grundrechenarten und Dreisatz müssen auch im Handwerk gekonnt sein und gewisse Englischkenntnisse sind auch nützlich. Denn wo Handwerk drauf steht, ist inzwischen ganz schön viel IT drin. Radermacher betonte, dass heute ganz viele Maschinen CNC-gesteuert sind und hoch komplex in der Bedienung. Vor allem aber ist das Handwerk sehr transparent, so gibt es die Möglichkeit nach der Gesellenprüfung den Meister zu machen und anschließend den Betriebswirt im Handwerk. Man kann sich selbstständig machen oder auch eine leitende Funktion in einem bestehenden Betrieb übernehmen. Möglichkeiten gibt es hier viele. Handwerk vereint Fortschritt und Tradition und das in übersichtlichen Strukturen. So haben die Betriebe im Schnitt 7 Mitarbeiter und es gibt auch recht wenig Fluktuation. Man sei aufeinander angewiesen und Fähigkeiten müssen sich ergänzen. Er appellierte eindringlich auch einmal die Ferienzeit zu nutzen, um verschiedene Praktika zu machen und sich einmal auszuprobieren. Vor der Aula hatten die Schüler dann die Möglichkeit direkt einmal mit potenziellen Arbeitgebern und Institutionen ins direkte Gespräch zu kommen. Besonders umlagert war dabei ein Stand des Fraunhofer Institutes, gab es doch die seltene Möglichkeit einmal einen Einblick zu bekommen, was sich in dem überdimensionalen Golfball bei Berkum wirklich befindet. Aber auch Vertreter verschiedener Berufskollegs sowie der Stadt Meckenheim, der Kreissparkasse und zahlreicher weiterer Institutionen informierten. Und dann gab es auch noch Infos beim Arbeitersamariterbund, denn ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr ist ebenfalls stets eine Möglichkeit. STF

Kreishandwerkermeister Thomas Radermacher zeigte Karrieremöglichkeiten auf. Foto: StF

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