Allgemeine Berichte | 14.05.2026

Modell für Ortskerne

Interkommunales Modell zur Revitalisierung leerstehender Ortskerne im Mittelrheintal

Ein Beispiel für ortsbildprägende Bausubstanz im ländlichen Raum, die trotz seines Zustandes Ausstrahlung besitzt.

Unkel. Der Regionalverband Unteres Mittelrheintal von Stadtbild Deutschland e. V. setzt sich für die Entwicklung eines neuen Instruments zur Revitalisierung leerstehender und ortsbildprägender Gebäude in der Region ein.

Hintergrund sind zunehmende Herausforderungen vieler Städte und Gemeinden im ländlichen Raum:

Historische Gebäude und ältere Bestandsimmobilien stehen leer, verfallen oder bleiben über Jahre ungenutzt, obwohl sie das Ortsbild und die Identität ganzer Orte prägen.

„Gerade kleinere Kommunen verfügen häufig nicht über die finanziellen oder personellen Möglichkeiten, um bei schwierigen Gebäuden selbst aktiv zu werden“, erklärt der Regionalverband. Gleichzeitig seien viele Projekte für klassische Investoren wirtschaftlich nur begrenzt attraktiv.

Vor diesem Hintergrund schlägt der Regionalverband die Gründung einer interkommunalen, gemeinnützigen Gesellschaft vor. Ziel wäre es, gemeinsam Problemimmobilien anzukaufen, zu sanieren und wieder einer Nutzung zuzuführen. Die erzielten Erlöse sollen anschließend in weitere Projekte reinvestiert werden.

Der Ansatz versteht sich ausdrücklich als langfristiges Instrument zur Innenentwicklung und Ortskernstärkung.

„Wir brauchen Lösungen, die wirtschaftlich tragfähig sind, aber gleichzeitig das Gemeinwohl, die Baukultur und die langfristige Entwicklung unserer Orte im Blick behalten“, so der Regionalverband weiter.

Neben der städtebaulichen Wirkung sieht der Verband darin auch einen Beitrag zu Klimaschutz und Ressourcenschonung. Der Erhalt bestehender Gebäude spare große Mengen sogenannter „grauer Energie“ und reduziere zusätzlichen Flächenverbrauch.

Auch aktuelle Diskussionen um ortsbildprägende Gebäude wie beispielweise in Unkel (Frankfurter Straße 72), Heddesdorf, Haus Bergfried in Rheinbrohl uvm. in der Region würden zeigen, wie groß das öffentliche Interesse an einer nachhaltigen Entwicklung gewachsener Ortsbilder sei. Konflikte um einzelne Projekte machten deutlich, dass Kommunen häufig nur begrenzte Möglichkeiten hätten, selbst gestaltend einzugreifen.

Der Regionalverband betont ausdrücklich, dass es nicht um Konfrontation mit privaten Investoren gehe. Vielmehr solle eine zusätzliche gemeinwohlorientierte Möglichkeit geschaffen werden, um dort aktiv zu werden, wo der Markt allein an Grenzen stoße.

Nach ersten Gesprächen mit Kommunen und politischen Vertretern soll das Konzept nun weiter konkretisiert werden. Ziel ist es, interessierte Städte und Gemeinden für einen gemeinsamen Austausch zusammenzubringen.

PM Regionalverband Unteres Mittelrheintal Stadtbild Deutschland e.V.

Ein Beispiel für ortsbildprägende Bausubstanz im ländlichen Raum, die trotz seines Zustandes Ausstrahlung besitzt. Foto: Thomas Napp

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