Fest der Begegnung in Schönstatt bot internationalen Flair
Interkulturelle Verständigung mit der Sprache des Herzens
Vallendar. Kürzlich fand das internationale Fest der Begegnung unter dem Motto „Zukunft - gemeinsam schaffen wir es!“ am Wallfahrtsort Schönstatt statt. Über 200 Besucher kamen im Laufe des Nachmittags im Pilgerhaus zusammen, um an den festlichen Aktivitäten teilzunehmen.
Internationaler Gottesdienst
Das Fest begann mit einem international gestalteten Gottesdienst um 10.30 Uhr in der Pilgerkirche. Die Liturgie wurde durch Liedbeiträge in verschiedenen Sprachen wie Portugiesisch, Spanisch, Englisch und Polnisch bereichert. Ein Höhepunkt war der Gabengang einer afrikanischen Gruppe aus Luxemburg, deren Mitglieder aus Guiné Bissau und Cabo Verde stammen. Unter begleitendem Gesang und rhythmischen Trommelklängen brachten sie fröhlich exotische Früchte, Blumen, Wein und Brot zum Altar.
In seiner Ansprache ging Pater Lothar Herter, Wallfahrtsleiter am Ort Schönstatt, auf das Evangelium des Tages ein, in dem eine Frau um die Heilung ihrer Tochter bittet. Jesus reagiert zunächst ablehnend und stellt die Frau vor drei schwere Anfechtungen: Sie soll rufen, obwohl Gott nicht zu hören scheint; sie soll erfahren, dass anderen geholfen wird, während sie selbst ausgeschlossen bleibt; und sie soll sich fragen, ob sie nicht genauso wertvoll ist wie andere. Die Frau im Evangelium gibt jedoch nicht auf und glaubt fest daran, dass Jesus ihr zur rechten Zeit helfen wird. Diese Haltung schenkt optimistische Zuversicht für die Zukunft.
Mit Optimismus in die Zukunft
Nach dem Gottesdienst hatten die Besucher die Möglichkeit, auf dem Platz neben dem Pilgerhaus zu Mittag zu essen. Das Programm begann sofort mit Tänzen der afrikanischen Gruppe. Es folgten Liedbeiträge der Schönstatt-Patres aus Indien, die sich seit einigen Wochen zu einer Schulung im Vaterhaus ihrer Gemeinschaft in Schönstatt zusammengefunden hatten. Anschließend präsentierten die Teilnehmer Lied- und Tanzbeiträge aus Spanien, Brasilien, Griechenland, den Philippinen und Bulgarien. Zwei junge Frauen aus Argentinien und Polen erzählten von ihrer Begeisterung für die Schönstattbewegung in ihrem Heimatland. Auf einer Pinnwand hatten die Besucher die Möglichkeit, aufzuschreiben, woher sie kommen. Am Ende waren 22 Länder vertreten. Kinder aus verschiedenen Nationalitäten beteiligten sich eifrig an einem Spieleprogramm, und trotz sprachlicher Unterschiede konnte eine harmonische Verständigung untereinander festgestellt werden.
Eine Erfahrung von Heimat
Fast jeder Tanzbeitrag animierte die Gäste dazu, aufzustehen und mitzutanzen. „Wenn ich nach Schönstatt komme, fühle ich jedes Mal Heimat. Menschen unterschiedlicher Nationalitäten verstehen einander hier mit der Sprache des Herzens“, berichtete ein Besucher aus Köln, gebürtiger Brasilianer, der dieses Jahr das Fest moderierte.
Prozession zum Urheiligtum
Das Programm endete mit einer Prozession zum Urheiligtum, während der intensiv für Frieden, Zusammenhalt und eine gute Zukunft aller Nationen gebetet wurde. Im Anschluss nutzten viele Besucher die Gelegenheit, persönlich von Pater Lothar Herter gesegnet zu werden.
Organisiert wird das internationale Fest der Begegnung jedes Jahr am dritten Sonntag im August von der Pilgerzentrale Schönstatt und wird freundlicherweise seit mehreren Jahren von der Lotto Rheinland-Pfalz-Stiftung finanziell unterstützt. BA
Gabengang der afrikanischen Gruppe.
Spaß beim Kinderprogramm.
Spende des persönlichen Segens.
Gabengang der afrikanischen Gruppe.
