Allgemeine Berichte | 24.04.2017

In Hümmerich flogen bunte Eier durch die Luft

Internationales Ostereierwerfen

Österlicher Wettbewerb hat eine lange Tradition

Ortsbürgermeister Achim Schmidt, VVH-Vorsitzender Edwin Roth, Detlef Roth, Bürgermeister MichaelMallmann aus Bad Hönningen sowie der SPD-Bundestagskandidat Martin Diedenhofen (v.l.).KER

Hümmerich. Immer am Ostermontag findet das traditionelle Ostereierwerfen des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Hümmerich e.V. statt. Austragungsort ist die Wiese gegenüber dem Landhotel Fernblick. Die Werfer versuchen nach dem Erwerb der Eier, diese unbeschadet in einen mit Heu auslegten Weidenkorb zu werfen. Gelingt dies, wird das Ei gekennzeichnet und es darf noch mal in den Wettbewerb, als sogenanntes „Kampf-Ei“. In den folgenden Runden werden die Körbe immer etwas weiter weggestellt. Gewonnen hat am Ende der- oder diejenige, dessen Ei die meisten Kennzeichen trägt. Gewertet wird in mehreren Klassen: Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder. Auf die Teilnehmer warten neben Siegerurkunden auch attraktive Sachpreise. Die Teilnehmerzahl an diesem beliebten Wettbewerb ist über all die Jahre hinweg immer sehr groß. Sogar aus weiter entfernten Ortschaften kommen die Eierwerfer nach Hümmerich. Ortsbürgermeister Achim Schmidt freut sich über das rege Interesse am traditionellen Eierwerfen und über die Besucher, die der Wettbewerb seinem Ort regelmäßig bringt. An der Spitze des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Hümmerich steht Edwin Roth. Er war früher Ortsbürgermeister hier und kümmert sich heute noch intensiv persönlich um die Ausrichtung des kleinen gesellschaftlichen Ereignisses an Ostermontag.

Er weiß genau, wie lange es das Ostereierwerfen in Hümmerich schon gibt, nämlich seit genau 32 Jahren. Eine Besonderheit gegenüber allen anderen, wie Edwin Roth sagt „nachgemachten“ Veranstaltungen in der Region ist, dass der Wettbewerb in Hümmerich den Beinamen „internationales“ Ostereierwerfen tragen darf. Der Grund: „Im Hotel Fernblick waren über die Osterfeiertage immer wieder mal Gäste aus Belgien zu Besuch. Die haben hier mitgeworfen, da haben wir beschlossen, es von da an internationales Ostereierwerfen zu nennen.“ Die Teilnehmerzahl schwankt immer zwischen 50 und 60 Wettbewerbern. In jeder Kategorie gibt es Preise für die drei Erstplatzierten. In der starken Männerklasse müssen die Wettbewerbsteilnehmer von einer Stelle hinter der Absperrung aus die Eier über eine Entfernung von fünf Meter in einen mit Heu ausgelegten Weidenkorb werfen. Das ist nicht so leicht, wie man vielleicht denkt. Schon ein leichtes "Anditschen" des gekochten und gefärbten Ostereis am Korbrand macht die Schale kaputt. Passiert das, oder schlägt das Ei vor, hinter oder neben dem Korb auf den Wiesenboden auf, hört man schon am Geräusch, dass dieser Wurf erfolglos war. Für die Frauen, die Jugendlichen und die Kinder werden die Entfernungen von der Wurfstelle bis zum Korb reduziert. Sogar die Kleinsten dürfen hier mit Mamas oder Papas Unterstützung schon mitmachen und haben einen Heidenspaß dabei, die bunten Eier in den vor ihnen stehenden Korb fallen zu lassen. Es kommt aber auch vor, dass ein ganz kleiner Junge oder ein Mädchen das Ei für zu wertvoll hält, um es wegzuwerfen, und sich die Kostbarkeit lieber in die Jackentasche steckt.

Der Verkehrs- und Verschönerungsverein Hümmerich hat 80 Mitglieder. Sie fühlen sich zuständig für die Pflege des Ortsbildes und den Außenbereich.

Ortsbürgermeister Achim Schmidt, VVH-Vorsitzender Edwin Roth, Detlef Roth, Bürgermeister Michael Mallmann aus Bad Hönningen sowie der SPD-Bundestagskandidat Martin Diedenhofen (v.l.).Fotos: KER

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