Allgemeine Berichte | 21.08.2017

Feuerwehr Kleinmaischeid verrichtet seit 75 Jahren zuverlässig ihren Dienst

Jubiläumsfeier mit „Blaulicht-Party“ und Geräteschau

Am vergangenen Wochenende feierten die 20 Kameraden und eine Kameradinder Feuerwehr Kleinmaischeid das 75-jährige Bestehen ihrer Einheit. In der Mitte WehrführerRolf Böhm, der eine seit drei Generationen bestehende Familientradition fortsetzt. Fotos: KER

Kleinmaischeid. Wenn es in Isenburg brennt, rückt die Kleinmaischeider Feuerwehr aus. Auch wenn dort ein Keller überflutet oder ein Baum auf die Straße gestürzt ist. Dasselbe tun die 20 Kleinmaischeider Feuerwehrkameraden und eine Kameradin natürlich auch da, wo sie herkommen, nämlich in Kleinmaischeid. Seit 75 Jahren verrichtet die Ortsfeuerwehr ihren Dienst in den beiden Orten. Dieses Jubiläum feierte sie am Wochenende zusammen mit Gästen aus Kleinmaischeid und Umgebung mit einem kleinen Volksfest im Gewerbegebiet, wo die Wehr ihr Gerätehaus hat.

Am Samstagabend begannen die Jubiläumsfeierlichkeiten mit einer „Blaulicht-Party“ im Gerätehaus. Hier konnte man unter anderem Mitglieder von anderen Vereinen aus Kleinmaischeid sowie von befreundeten Feuerwehren begrüßen. Eine Überraschung bereitete das „Blasorchester Maischeid & Stebach“ der Jubiläumsfeuerwehr mit einem Ständchen in Form eines Open-Air-Auftritts. Gefeiert wurde bis zwei Stunden nach Mitternacht. Schon früh am nächsten Morgen klingelte für die Kleinmaischeider Wehrleute der Wecker: Um 7.30 Uhr am Sonntag begann der Aufbau für den „Tag der offenen Tür“ mit Geräteschau und Kinderbelustigung. Um 9 Uhr trafen sich alle an der Feuerwehradresse zum gemeinsamen Gottesdienst und um elf Uhr begann der gesellige Teil. Dazu gehörten natürlich ein zünftiger Bierbrunnen, ein Imbiss, eine reichhaltige Kuchentheke und die Hüpfburg und der Geschicklichkeits-Battle für die Kinder.

Der 29-jährige Rolf Böhm ist seit zweieinhalb Jahren Wehrführer in Kleinmaischeid. Das Ehrenamt wurde ihm quasi in die Wiege gelegt: Schon sein Vater Heinz-Peter trug die Verantwortung für den Löschzug und auch sein Großvater Heinrich, der Gründungsmitglied der Kleinmaischeider Feuerwehr und später ebenfalls Wehrführer war. Über die Infrastruktur seiner heutigen Wehr kann sich Rolf Böhm nicht beklagen. Das aus den Jahren 1998/99 stammende Feuerwehrgerätehaus wurde dieses Jahr innen und außen gestrichen, auch der Hallenboden wurde erneuert. Die Wehr kann im Ernstfall ein Mannschaftstransportfahrzeug für acht Personen einsetzen und ein kleines Löschfahrzeug TSFW für sechs Mann Besatzung und mit 750 Liter Wasser befüllt. Dankbar ist Wehrführer Böhm, dass die Verbandsgemeinde Dierdorf seiner Einheit vor zwei Jahren ein neues Mannschaftstransportfahrzeug besorgte, das zwar gebraucht war, aber noch sehr gut im Schuss, da nur ein Jahr alt. Das Löschfahrzeug ist 15 Jahre alt, aber noch für jeden Einsatz tauglich. Dieser Wagen steht allerdings als erstes auf der kommenden Erneuerungsliste der Feuerwehr Kleinmaischeid.

Einsätze nach Unwettern sind häufiger geworden

Die jüngsten, aktuellsten Einsätze waren die Beseitigung eines auf die Straße umgestürzten Baums und ein etwas außer Kontrolle geratenes Grillfest in Isenburg. Dort, im Nachbarort, haben die Kleinmaischeider laut Wehrführer Böhm „gefühlt zwei Drittel der Einsätze“. In den vergangenen Jahren seien Einsätze aufgrund von Unwettern häufiger geworden. Böhm: „Das wird immer mehr!“ Dazu gehörten auch schon Erdrutsche aufgrund heftiger Regenfälle. Das führt natürlich auch zu einer Verlagerung der Schwerpunkte bei der Ausbildung und Schulung der Feuerwehrleute.

So ist es heute erforderlich, dass drei Viertel der Mitglieder der Einheit im Umgang mit der Motorkettensäge geschult sein müssen und ihnen die entsprechende Schutzausrüstung zur Verfügung steht. Die Wehr verfügt über zwei Kettensägen. Einsätze auf der nahen Autobahn A3 sind eher selten. Eher schon mal fährt die örtliche Wehr ins dorfeigene Gewerbegebiet, wo es Unternehmen gibt, die auch mit brandgefährlichen Stoffen arbeiten. Rolf Böhm: „Darunter sind auch Betriebe mit einer relativ hohen Brandlast.“ Passiert ist aber zum Glück bisher nichts, so der Wehrführer.

Alle zwei bis drei Jahre unternehmen die aktiven Kleinmaischeider Wehrleute längere Ausflüge, bei denen dann auch die Partner dabei sein können. Jährlich Ende Dezember trifft man sich für eine Jahresabschlussfahrt oder einer Wanderung mit anschließendem Abendessen. Mit der personellen Situation ist Rolf Böhm sehr zufrieden: „Voriges Jahr konnten wir vier neue Aktive in den Dienst integrieren, junge Leute, die zum Teil auch schon über Feuerwehr-Erfahrung verfügen. Auch altersmäßig ist unsere Wehr mit einer Bandbreite von 16 bis 55 Jahre sehr gut aufgestellt.“ Zusätzlich unterstützt wird die Feuerwehr Kleinmaischeid vom örtlichen Förderverein der Feuerwehr. So aufgestellt ist man in dem Ort und im benachbarten Isenburg gut gegen viele Gefahren geschützt und kann mit schneller Hilfe bei Unglücken rechnen.

Im frisch renovierten Feuerwehrgerätehaus fand am Samstagabend die„Blaulicht-Party“ statt. Am Sonntag wurden hier Kaffee und Kuchen gereicht.

Im frisch renovierten Feuerwehrgerätehaus fand am Samstagabend die „Blaulicht-Party“ statt. Am Sonntag wurden hier Kaffee und Kuchen gereicht.

Jubiläumsfeier mit „Blaulicht-Party“ und Geräteschau

Bei diesem Spiel konnten auch schon die kleinsten Besucherdes Festes ihre Geschicklichkeit beim Löschen unter Beweis stellen.

Bei diesem Spiel konnten auch schon die kleinsten Besucher des Festes ihre Geschicklichkeit beim Löschen unter Beweis stellen.

Am vergangenen Wochenende feierten die 20 Kameraden und eine Kameradin der Feuerwehr Kleinmaischeid das 75-jährige Bestehen ihrer Einheit. In der Mitte Wehrführer Rolf Böhm, der eine seit drei Generationen bestehende Familientradition fortsetzt. Fotos: KER

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