Allgemeine Berichte | 28.02.2023

Rund 45 Mitglieder von Malteser Jugend und Jugendfeuerwehr üben im gemeinsamen Großeinsatz in Meckenheim

Jugend-Einsatzübung mit inszeniertem Verkehrsunfall

Großübung der Malteser Jugend und der Jugendfeuerwehr in Meckenheim.  Foto: Joshua Kehr

Meckenheim. In einer groß angelegten Einsatzübung erprobten rund 45 Mitglieder der Malteser Jugend und der Jugendfeuerwehr am 25. Februar ihr Können und ihre Zusammenarbeit. Bei einem inszenierten Verkehrsunfall mit einem Linienbus und einem PKW gab es für die Junior-Retter*innen allerhand zu tun. „Übungsbeginn, Übungsbeginn“, hörte man um 16:30 Uhr in einer Durchsage über das Funkgerät der Übungsleitung. Wenige Augenblicke später starteten die ersten Fahrzeuge der Malteser Jugend und der Jugendfeuerwehr zu einer vorbereiteten Einsatzstelle im Meckenheimer Industriegebiet. In einer seit Langem geplanten Großübung dürfen die Jugendlichen der beiden Hilfsorganisationen nun ihr Wissen auf die Probe und ihr Können unter Beweis stellen.

Das angenommene Szenario bei der Übung war ein Verkehrsunfall zwischen einem Linienbus und einem PKW. Mit dabei sind Malteser Jugendliche aus Meckenheim, Bad Honnef, Erftstadt, Lohmar und Wesseling, sowie die Jugendfeuerwehren des Löschzugs Meckenheim und der Löschgruppe Lüftelberg. Federführend geplant wurde die Übung von drei Jugendleitenden der Malteser aus Meckenheim: Lena Wilhelmy, Léon Höthker und Matthias Menden. „Die Ziele der Übung waren, den Jugendlichen Einblicke in den Umgang mit größeren Einsätzen zu ermöglichen und nach der langen Corona-Zeit wieder die Vernetzung zwischen den Organisationen und Ortsgruppen zu fördern“, erklärt Menden. Beides sei in dem eindrucksvollen Einsatz, bei dem die Jugendlichen viele Maßnahmen praktisch üben konnten, gelungen.

In einer ersten Alarmierung sind die Einheiten der Jugendfeuerwehr, sowie zwei Rettungsdienstfahrzeuge der Malteser Jugend ausgerückt. Diese übernahmen an der Einsatzstelle die Sichtung des Unfallorts und der Verletzten. Nach kurzer Zeit war klar: Insgesamt gibt es neun Verletzte, außerdem haben sich an zwei Stellen Brände entwickelt. Deshalb wurden sieben weitere Krankenwagen alarmiert. Die Jugendfeuerwehr begann umgehend mit den Löscharbeiten und der Absicherung der Unfallfahrzeuge, während die Malteser Jugend sich der Erstversorgung der Verletzten widmete. Nach ca. 5 Minuten trafen die weiteren Krankenwagen ein, sodass jede Fahrzeugbesatzung sich um eine verunfallte Person kümmern konnte.

„Uns ist wichtig, dass die Jugendlichen in der Übung gut etwas lernen können“, betont Jugendsprecherin Lena Wilhelmy. Deshalb wurden die Mitglieder aus den fünf verschiedenen Malteser Ortsgruppen nach ihrer Erfahrung gemischt. Zu jedem Behandlungsteam kam dann eine erwachsene Person mit einer rettungsdienstlichen Ausbildung zur Unterstützung und Anleitung dazu.

Insgesamt war das Einsatzszenario nach ca. 1,5 Stunden durch die 45 Jugendlichen abgearbeitet. Während die Brände gelöscht und die Autos abgestützt wurden, konnten alle Verletzten von den Malteser Jugendlichen behandelt und ins fiktive Krankenhaus gebracht werden. Die Erkrankungsbilder, die die Mitglieder der Gruppe für realistische Unfalldarstellung aus Meckenheim und vom Jugendrotkreuz Rheinbach darstellten, erstreckten sich dabei von einfachen Wunden über Knochenbrüche bis hin zu einem Herzinfarkt. Die jungen Sanitäter*innen übernahmen am Einsatzort eine Erstversorgung und schätzten gemeinsam ein, welche Verletzten am schnellsten ins Krankenhaus gebracht werden sollten.

Am Ende des Tages hatte jedes Fahrzeugteam die Gelegenheit zu einer Nachbesprechung mit den Betreuer*innen, um gemeinsam die getroffenen Maßnahmen zu reflektieren. Die Jugendlichen zeigten sich dabei glücklich über den aufregenden Tag und die neuen Erfahrungen. Auch die Übungsleitung war zufrieden: „Die Jugendlichen haben den Einsatz sehr zügig und zum Wohle der Verletzten abgearbeitet.“, resümierten Wilhelmy, Höthker und Menden abschließend.

Ein besonderes Dankeschön sprachen die Jugendleitenden an die vielen Unterstützenden aus, ohne deren Mithilfe die Übung nicht hätte umgesetzt werden können: Die Rettungswachen Bornheim und Sankt Augustin für die Gestellung von Einsatzfahrzeugen, die Verantwortlichen der Jugendfeuerwehr, die Verletztendarstellenden von der Gruppe für realistische Unfalldarstellung und dem Jugendrotkreuz Rheinbach, die Firma Meckenheimer Bioenergie für die Zurverfügungstellung des Übungsgeländes, die Fahrzeugfahrer*innen und Übungsbeobachter und die Verpflegungseinheit der Malteser Meckenheim für eine Stärkung am Ende des Tages.

In der Malteser Jugend können Kinder und Jugendliche schon früh Erfahrungen mit den Arbeitsbereichen der Malteser sammeln und in einer starken Gemeinschaft aufwachsen. Die Malteser Jugend in Meckenheim orientiert sich in ihren Angeboten daran, gemeinschaftlich zu lernen, zu lachen und zu helfen. Zeltlagerfahrten und Einsatzübungen bilden dabei die Highlights im Kalender der Jugendgruppe. Die wöchentliche Gruppenstunde (ab 12 Jahren) findet mittwochs von 17:30 bis 19:00 Uhr „Am Wiesenpfad 12“ in 53340 Meckenheim statt. Eine Kids-Gruppe von 8 bis 12 Jahren trifft sich parallel am gleichen Ort von 17:30 bis 18:30 Uhr.

Pressemitteilung

Malteser Hilfsdienst e.V.

Bei der Übung mit einem simulierten Verkehrsunfall, zwei Brandstellen und neun Verletzten konnten die Jugendlichen ihr Können auf die Probe stellen und viele neue Erfahrungen sammeln.  Foto: Joshua Kehr

Bei der Übung mit einem simulierten Verkehrsunfall, zwei Brandstellen und neun Verletzten konnten die Jugendlichen ihr Können auf die Probe stellen und viele neue Erfahrungen sammeln. Foto: Joshua Kehr Foto: Joshua Kehr

An zwei stellen hatten sich Brände entwickelt, die gelöscht werden mussten.  Foto: Norbert Kesternich

An zwei stellen hatten sich Brände entwickelt, die gelöscht werden mussten. Foto: Norbert Kesternich

Großübung der Malteser Jugend und der Jugendfeuerwehr in Meckenheim. Foto: Joshua Kehr Foto: Joshua Kehr

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