Allgemeine Berichte | 28.05.2024

Stadtelternausschuss Koblenz

Jugendamt verweigert präzise Bedarfsplanung

Koblenz. Der Stadtelternausschuss (StEA) ist ein Gremium, welches die Interessen der Kita-Eltern gegenüber dem örtlichen Jugendamt (JA) auf Augenhöhe vertritt. Aktuell setzt sich der StEA Koblenz in dieser Funktion für eine realistische jährliche Bedarfsermittlung ein, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sicher zu stellen. Eine jährliche Kita-Bedarfsabfrage ist geeignet, die tatsächlichen Bedarfe der Elternschaft zu erfassen, um bei den Betreuungszeiten neben der bedarfsgerechten Dauer auch die bedarfsgerechte Lage am Tag zu ermitteln. Weiterhin können in diesem Rahmen auch andere Bedarfe, wie unter anderem ein besonderer Förderbedarf abgefragt werden. Derzeit verlässt sich das Jugendamt auf statistische Daten sowie Erfahrungswerte, ignoriert aber mit der Weigerung einer jährlichen Kita-Bedarfsabfrage konsequent die tatsächlichen Bedürfnisse der Kita-Eltern.

Dieses Thema wurde von Seiten des Stadtelternausschusses bereits im Jahr 2021 beim Jugendamt eingebracht und in einer eigens gegründeten Unterarbeitsgruppe des Jugendhilfeausschusses (JHA) besprochen. Entgegen der schriftlichen Zusicherung des Jugendamtes eine Kitabedarfsabfrage in 2023 durchzuführen, gab es bis heute keine dementsprechenden Bemühungen. Darüber hinaus sei nach aktueller Aussage des Jugendamtes eine Bedarfsermittlung unter den Eltern nicht vor dem Jahr 2027 vorgesehen!

Eine Bedarfsplanung ohne jährliche Kita-Bedarfsabfrage wälzt jedoch die Verantwortung auf die Eltern ab und lässt viele Eltern mit Ihren Nöten allein, z.B. bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Nicht alle Eltern in Koblenz haben ein funktionierendes soziales Gefüge aus Freunden und Verwandten, die im Notfall unterstützen können und nicht bei jedem Arbeitgeber können die Arbeitszeiten an die vom Jugendamt als passend erachteten Betreuungszeiten angepasst werden.

Der StEA Koblenz fordert deswegen:

1. eine jährliche Kita Bedarfsabfrage unter allen Eltern, die Kinder a) in einer Koblenzer Kita b) bei einer Tagespflegeperson haben, oder die c) für ihr Kind bei Little Bird einen Betreuungsbedarf angemeldet haben,

2. dass das Jugendamt sich bei der Bedarfsplanung an die in einer Bedarfsabfrage ermittelten Bedarfe orientiert (Eine reine Fokussierung auf die Erfüllung des Rechtsanspruchs auf eine durchgängig sieben stündige Betreuung ist nicht ausreichend.),

3. dass die Bedarfsabfrage neben den Sprachen Deutsch und Englisch auch in weiteren im Stadtgebiet häufig vertretenen Fremdsprachen verfügbar ist und auch in diesen Sprachen beworben wird. Die Kita-Bedarfsabfrage des StEA Koblenz in 2023 hat klar gezeigt, dass Eltern mit Migrationshintergrund in den Umfrageergebnissen signifikant unterrepräsentiert waren. Weiterhin erhalten wir Berichte, dass bei verschiedenen Schulen im Stadtgebiet dieses Problem bereits erkannt wurde und Elterninformationen inzwischen auch in vielen weiteren Sprachen erfolgreich weitergeben werden.

Der StEA Koblenz wird nun in der nächsten Jugendhilfeausschusssitzung einen Antrag auf eine jährliche Kita Bedarfsabfrage stellen. Aktuell haben hierfür bereits folgende Parteien ihre Unterstützung zugesichert

- Freie Wähler FW

- Wählergruppe Schängel WGS (Punkt 1. und 3.)

Für Fragen und Anmerkungen können sich LeserInnen gerne an info@stea-koblenz.de wenden.

Pressemitteilung des

Stadtelternausschuss Koblenz

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