Allgemeine Berichte | 05.07.2018

Kleidersammlung im rheinland-pfälzischen Teil des Bistums erbringt 873 Tonnen

Jugendliche zeigen vollen Einsatz für Gleichaltrige in Bolivien

Region. Rund 6.000 Jugendliche und andere ehrenamtliche Helfer haben wieder vollen Einsatz bei der Bolivienkleidersammlung des Bistums Trier gezeigt. Insgesamt 873 Tonnen gebrauchte Kleidung und Schuhe haben sie an drei Aktionstagen im rheinland-pfälzischen Teil des Bistums gesammelt - das entspricht etwa dem Gewicht von drei Flugzeugen. Nach Angaben des Bolivienreferats des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend bleiben die Sammelmengen seit Jahren konstant hoch – nur ein leichter Rückgang um 5,1 Prozent im Vergleich zu 2017 sei zu verzeichnen.

„Unser großer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die sich jedes Jahr auf‘s neue mit vollem Einsatz beteiligen, aber auch den Verantwortlichen für ihren umsichtigen Einsatz“ sagte Matthias Pohlmann, Geschäftsführer des Bolivienreferats. Nur durch diese tatkräftige Unterstützung sei es jedes Jahr wieder möglich, die Aktion mit immer neuen Herausforderungen durchzuführen. „Die engagierten jugendlichen und erwachsenen Helfer packen mit an und zeigen so ihre Solidarität mit Gleichaltrigen im Partnerland Bolivien“, so Pohlmann. In diesem Jahr standen die Aktionstage besonders unter dem Fokus, die Vorgaben des neuen Leitfadens zur Gewährleistung der Sicherheit der Beteiligten umzusetzen.

Mit den Erlösen aus der Sammlung werden zwei Partnerorganisationen in Bolivien gefördert: Die Jugend- und Berufungspastoral Boliviens (PJV) und die Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca – Trier“. Die Stiftung unterhält 25 Ausbildungszentren für rund 1.500 Kinder und Jugendliche auf dem Land von Chuquisaca. Sie engagiert sich dafür, diese benachteiligte Personengruppe in ihrer Schul- und Berufsausbildung und in ihrem Alltag in den Internaten zu unterstützen.

Neuer Schwerpunkt ist auch die Inklusionsarbeit

Ein neuer Schwerpunkt ist auch die Inklusionsarbeit: Menschen mit physischen und psychischen Beeinträchtigungen oder auch Kinder mit Lernschwächen werden angemessen gefördert. Zudem gibt es ein Projekt zum Klimawandel. Dass die Unterstützung gelinge, zeige laut Pohlmann eine Nachricht, die er kürzlich von einem Vater einer bolivianischen Schülerin erhalten habe: „Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass meine Tochter dank der Stiftung zur Schule gehen kann, lesen und schreiben lernt. Die Stiftung gibt uns Familien vom Land, die weit entfernt von den Schulen leben, die Möglichkeit unsere Kinder ins Internat zu schicken. Sie können so nicht nur zur Schule gehen, sondern lernen auch, Gemüse anzubauen oder Produkte aus Zuckerrohr zu erzeugen.“

Die Bolivien-Kleidersammlung wird unter dem Zeichen „FairWertung“ durchgeführt. Zu den verbindlichen Standards gehören Gemeinnützigkeit, klare und wahrheitsgemäße Information, Umweltschutz und verantwortliche Entsorgung sowie umfassende Transparenz und Kontrolle. Der Dachverband „FairWertung e.V.“ informiert über die Entwicklung auf dem weltweiten Markt für Second Hand Kleidung. Weitere Informationen gibt es unter: www.bolivienkleidersammlung.dehttp://www.bolivienkleidersammlung.de/ und www.fairwertung.de.

Pressemitteilung der

Bischöfliche Pressestelle Trier

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