Neues Meckenheimer Kinderprinzenpaar feierlich proklamiert
Julian I. und Lena I. regieren die Jecken
Meckenheim. Der Meckenheimer Prinzenclub war auch in diesem Jahr wieder erfolgreich unterwegs gewesen und es ist ihm gelungen, für die jecke Zeit ein neues Prinzenpaar zu finden.
Nachdem im vergangenen Jahr Kinderprinzessin Katharina III. (Grohs) durch närrische Zeit führte und dabei Unterstützung von Prinz Jupp I. und Prinzessin Regina hatte, gibt es in diesem Jahr nur ein Kinderprinzenpaar. Und das hat im Vorfeld der Proklamation schon kräftig am Programm geübt, wie man bei der Proklamation in der restlos gefüllten Aula der Evangelischen Grundschule sehen konnte. Doch vor der Proklamation stand die Verabschiedung von Katharina III..
Vizebürgermeisterin Heidi Wiens übernahm diese Aufgabe und bedankte sich noch einmal bei der scheidenden Tollität für deren großes Engagement. Auch Ex-Prinz Juppi und Prinzessin Regina ließen es sich nicht nehmen, noch einmal auf der Bühne Danke zu sagen und unterstrichen damit, das es eine in jeder Hinsicht eindrucksvolle Session war. Aber mit der Abgabe von Diadem und Strauß war es dann wirklich offiziell vorbei und die Stattgarde übernahm auf der Bühne mit einem Tanzprogramm. Dann wurde es ernst für das neue Kinderprinzenpaar, als Julian I. (Stangl) und Prinzessin Lena I. (Wrobel) vom Musikzug der Stadtsoldaten und der Prinzengarde auf die Bühne gespielt wurden.
Unter dem Motto „Endlich zu zweit, in der Meckemer Jeckenzeit“ haben die beiden sich ein buntes Programm ausgedacht und das närrische Hobby wird die nächsten Monate wohl das Leben der zwei bestimmen. Der neue Prinz ist 11 Jahre alt, besucht das Konrad-Adenauer-Gymnasium (KAG) und hat mit einem Schäferhund, einer Katze und einem Kater gleich einen ganzen Zoo zuhause. In seiner Freizeit ist er Kadett bei den Stadtsoldaten und spielt bei den Tomburg Winds auf der Trompete. Die neue Prinzessin ist 10 Jahre alt, geht ebenfalls auf das KAG, hat direkt drei Samtpfoten zu Hause und ist Tanzmariechen bei der Prinzengarde Meckenheim. Und während der Prinz die Trompete bläst, greift die Prinzessin zur Gitarre und beide erfüllen sich mit der Rolle als Prinzenpaar einen lang gehegten Traum. Vor allem wollen die beiden mit den Kindern der Apfelstadt kräftig feiern und bereits beim Einzug in die Proklamationshalle gab es daher reichlich leckeres Naschwerk für den Nachwuchs.
Närrisches Regierungsprogramm
Die beiden haben ein närrisches Regierungsprogramm ausgearbeitet, welches es in sich hat. Das neue Prinzenpaar outet sich nämlich als Kirchgänger und bereits im ersten Paragraphen wird verfügt, dass Stadtsoldaten und Prinzengarde, unterstützt von der Stadtgarde, nach der Sonntagsmesse für die beiden Spalier zu stehen haben. Und weil der Prinz auch bei der Jugendwehr ist, darf die Feuerwehr Meckenheim am Karnevalssonntag dann den Zug absichern und die Begleitung des Prinzenwagens übernehmen. Die Eltern wurden ebenfalls in die Pflicht genommen, haben diese doch einen Ausflug für die Tollitäten und die Kinderadjudanten zu organisieren. Eine besondere Aufgabe gibt es auch für den Stadtchef. Bürgermeister Bert Spilles muss am Rathaussturm allen Kindern heiße Schokolade im Clownskostüm mit roter Nase servieren, ein Plätzchen dazu wäre auch nicht schlecht. Als Hofburg hat man sich das „Fäßchen“ auserkoren, nicht ohne Hintergrund, ist doch der Vater des Prinzen dort stadtbekannter Gastronom und schwingt den Kochlöffel. Auch gibt es dort leckere Steaks, allerdings hat das neue Prinzenpaar dort eine kulinarische Herausforderung gestellt. Denn man mag Schnitzel mit Pommes, soweit noch alles klar, aber dazu soll es Sauce Bernaise geben und vor allem Kekse.
Das KAG darf eine Schulparty für die beiden organisieren, zu der alle Schüler und Lehrer verkleidet kommen müssen. Bei dem Programm staunte Vizebürgermeisterin Heidi Wiens nicht schlecht und überreichte erst einmal einen Teller voller Goldmünzen. Wie sie erläuterte, hat sie sich die Abwesenheit von Bert Spilles zunutze gemacht und heimlich den Stadtschatz mitgehen lassen. Und den braucht das neue Prinzenpaar natürlich sehr dringend. Darauf gab es dann ein erstes kräftiges „Alaaf“ und es folgte eine nicht enden wollende Gratulationswelle für das neue Prinzenpaar. Denn alles, was in den Meckenheimer Verbänden, Vereinen, Parteien und mehr Rang und Namen hat, war in die Aula gekommen, um nicht nur zu feiern, sondern auch um herzlich zu gratulieren. STF
Die Minis vom LKC aus Lüftelberg übernahmen die Rolle des Eisbrechers auf der Bühne Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
