Stadt-Revue der Stadtsoldaten begeisterte
Jungholzhalle erbebte in ihren Grundfesten
Meckenheim. Mit einiger Spannung hatten die Verantwortlichen des Stadtsoldatencorps Meckenheim dem vergangenen Samstag entgegengefiebert. Im Jahr eins nach dem großen 150-jährigen Jubiläum sollte sich zeigen, ob sich das Konzept auch am neuen Standort umsetzen ließ. Kommandant Peter Klee erinnerte dann auch in seiner Begrüßungsrede an die vielen Momente des vergangenen Jahres, so unter anderem an die Veranstaltungen im großen Festzelt und auch wenn Petrus es hatte in Strömen regnen lassen, für viele wurde es eine sehr lange Nacht. Der besondere Dank galt dem Musikzug, der sich auch wieder mit einem großen über zweistündigen Konzert als herausragender Klangkörper der Apfelstadt präsentierte.
Peter Klee versprach für den Abend ein Feuerwerk der guten Laune und das garantiert ohne Feinstaub. Und er betonte, dass Freudentränen die beste Art zu weinen seien und gab dann als Motto für den Abend die Losung „Große Fete für wenig Knete“ aus. Das war durchaus wörtlich zu nehmen, denn dank ziviler Eintrittspreise war die Halle nahezu ausverkauft und auch die Getränkepreise waren moderat kalkuliert gewesen, sodass man auch hier auch wirklich mit der ganzen Familie gut hingehen konnte.
Das gesparte Geld hatte wohl der eine oder andere in die Kostümierung gesteckt und das hatte sich gelohnt, denn die Meckenheimer Narhalla war bunt anzuschauen und beim Einmarsch gab es viel Applaus. Der galt vor allem dem Musikzug, der direkt richtig Gas gab. „Warum hast Du nicht Nein gesagt“, so heißt der Erfolgshit von Maite Kelly und Roland Kaiser, den der Musikzug der Stadtsoldaten zu Beginn eines bunten Potpourris bekannter Melodien spielte.
Auf der Bühne hatte dann die Große Mädchentanzgruppe der Stadtsoldaten ihren Auftritt, wie im Laufe des Abends alle Gruppen der Corps ihre aktuellen Tänze vorführten.
„Botzedresse“ als Eisbrecher
Als Eisbrecher auf der Bühne fungierten dann die „Botzedresse“ aus dem Brohltal, die in diesem Jahr nicht nur ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum feiern, sondern auch das Mikrofon abgeben werden. Viel Applaus gab es und Peter Klee bedankte sich mit den Worten, dass die „Botzedresse“ von den 25 Jahren auch sehr viele auf den Meckenheimer Bühnen im Karneval gestanden haben.
Redner haben es im Karneval schwer und wer hier die Zuhörer begeistern will, der muss etwas drauf haben. Christian Pape kannten in Meckenheim nicht viele und so war man durchaus gespannt auf den Vortrag in der Bütt. Der Vortrag kam richtig gut an, zumal er an alte Zeiten erinnerte, so zum Thema Feinstaub. Früher kam ja auch der Eismann und der richtete die Bällchen damals alle über dem Auspuff an, diese schmeckten dann auch ein wenig wie Ernte 23. Oder an die TV-Abende, wo über dem TV-Gerät auch immer ein gehäkeltes Deckchen hing, man konnte damals meinen, Heinz Schenk habe ein Kopftuch. Wobei der Redner auch aus der heutigen Zeit so einiges zum besten gab, so wenn die Frau über Whatsapp sich meldet: „Ich bin in fünf Minuten da, wenn nicht, dann lies die Nachricht nochmals“. Höhepunkt des Auftritts war jedoch eine Neufassung des Liedes „Ich hatte ein Mädchen“ von Ingo Insterburg mit dem Satz „Ich hatte einen Auftritt“. Frenetischer Applaus und die Halle wollte eine Zugabe, die gab es dann mit einigen kritischen Tönen zu Auswüchsen im Karneval.
Bühne frei für das Kinderprinzenpaar
So viel Aufmerksamkeit bekommt man als Redner heute fast nur, wenn man Guido Cantz, Marc Metzger, Bernd Stelter oder Fritz Schopp (Rumpelstilzchen) heißt.
Die Mischung macht es, und deshalb hieß es nun: Bühne frei machen für das amtierende Kinderprinzenpaar Julian I. (Stangl) und Lena I. (Wrobel). Diese sangen und tanzten dann mit Kommandant Peter Klee auf der Bühne und hatten vor allem beim Einmarsch schon viel leckeres Naschwerk unter die Leute gebracht.
Neben Rednern, Tänzern und Sängern braucht eine gute Sitzung natürlich auch eine Attraktion, in diesem Falle war das „Gerard mit Emilio & Richy“ aus Leverkusen, welcher als Bauchredner dafür sorgte, dass die Lachmuskeln kräftig trainiert wurden. Die Musikgruppe „Pläsier“ kam direkt aus der Domstadt angereist und sorgte für gute Laune und auch dafür, dass die Menschen kräftig ans Tanzen und Schunkeln kamen. Für die Augen gab es anschließend auch noch was, denn die „Grün-Weißen Funken vom Zippchen“ aus Köln waren Showtanz vom Feinsten.
Jetzt fehlte der Sitzung nur noch der Kölner Promi-Faktor, wobei so richtig vermisst wurde der zu später Stunde bei dem Programm nicht mehr wirklich, aber die „Kolibris“ spielen in ihrer eigenen Liga. „Und dann die Hände zum Himmel“, da war der Song dann auch der Name des Programmes und da hier jeder mitsingen und tanzen konnte, erbebte die Jungholzhalle voller fröhlicher Menschen in ihren Grundfesten.
Viele freudige Gesichter gab es am Ende bei den Stadtsoldaten und Kommandant Peter Klee und Spieß Stefan Hammerschlag blieb es vorbehalten sich bei den zahlreichen Helfern zu bedanken, die eine solche Veranstaltung erst möglich machen.
STF
Rot und Weiß waren die Farben nicht nur in Köln. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
Hofburgwirt Otto Stangl mit Frau Andrea und Blütenkönigin Anna Mahnig. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
Die „Botzedresse“ sorgten als Eisbrecher für gute Laune. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
Dreimal von Häätze „Meckem Allaf“! Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
