Allgemeine Berichte | 11.07.2017

Löschzug Orsberg lud zu seinem traditionellen Kameradschaftsabend

Karl Krupp und Wolfgang Rosen verabschiedet

Mit den Feuerwehrmann-Anwärtern Marvin Schmitz und Dirk Bartelt ist der Löschzug weiterhin elf Mann stark

Beim Kameradschaftsabend des Orsberger Löschzugs um die Wehrführer Reinhard und Markus Schmitz verabschiedeten VG-Chef Karsten Fehr und die Wehrleiter Ulrich Rechmann und Ralf Wester den Hauptlöschmeister Karl Krupp und Löschmeister Wolfgang Rosen.-DL-

Erpel. Delegationen der übrigen Löschzüge aus der Verbandsgemeinde Unkel konnte Wehrführer Reinhard Schmitz mit seinem Stellvertreter und Namensvetter Markus Schmitz zum traditionellen Kameradschaftsabend in Orsberg am frisch gestrichenen und mit LED-Beleuchtung versehenen Feuerwehrgerätehaus des Erpeler Höhenortsteils begrüßen. Willkommen heißen konnte er zudem den Chef der Wehr, Verbandsbürgermeister Karsten Fehr, die Unkeler Wehrleiter Ulrich Rechmann und Ralf Wester, Ehrenwehrleiter Hans-Josef Fröhlich sowie natürlich Bürgermeisterin Cilly Adenauer.

„Jede Gemeinschaft ist darauf angewiesen, dass Menschen sich für andere einsetzen. Das tun Sie, liebe Feuerwehrkameraden, unspektakulär, das tun Sie im ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der Bürgerschaft. Ihr Wirken zu würdigen, das Sie auf vielfältige Weise für andere tun, ist mir ein wichtiges Anliegen“, hob der Chef der Wehr hervor. Jede Gemeinde und Stadt könne sich glücklich schätzen, Menschen mit einer solchen Haltung in ihren Reihen zu wissen, Menschen, die kein Aufheben um ihr Handeln machten, die Verantwortung für ihr Umfeld übernähmen und für andere tätig würden.

Passende Worte gefunden

Völliges Unverständnis brachte er für die Beschwerde einer Bürgerin auf, sie würde nächtens durch die Feuerwehrsirene aus dem Schlaf gerissen. Er bedanke sich nochmals ausdrücklich bei dem Leiter der Wehr, Uli Rechmann, dass er bei seiner Antwort an die Beschwerdeführerin die passenden Worte gefunden habe, so Karsten Fehr, der seiner Wehr versicherte, dass die Verwaltung, der Verbandsgemeinderat und er selber zu 100 Prozent hinter ihr stünden.

Die Möglichkeiten unvorhersehbarer Anforderungen an die Feuerwehrleute seien ungemein groß geworden. Durch viele Lehrgänge und Fortbildungen sowie gemeinsame Übungen verringerten sie Gefahren und zeigten, dass das Rettungswesen dank ihnen nicht nur funktionieren könne, sondern seit Generationen tatsächlich funktioniere, hob der Chef der Wehr hervor.

Ehrenamt nicht aufs Spiel setzen

Diese zuverlässig und kompetent erbrachte Leistung sei ehrenamtlich, wobei sie in einen unermüdlichen Einsatz münde, der viele andere Lebensbereiche der Kameraden beschneide. „Es ist für uns als Verwaltung und Rat selbstverständlich, dass die Finanzierung Ihrer Sicherheitsausstattung sowie der Hilfsmittel und Einrichtungen trotz aller notwendigen Sparmaßnahmen oberste Priorität hat, und dies nicht nur, weil die Sicherheit der Menschen zu den gesetzlich verankerten Pflichtaufgaben der Kommunen gehört“, versicherte Karsten Fehr. Erst durch die Feuerwehrkameraden würden Ausrüstung und Gerät zu einer wirksamen Hilfe für Mitbürger in Not und Gefahr. „Wir setzen dieses Ehrenamt nicht aufs Spiel, denn spätestens dann würde die Erkenntnis kommen, dass dies ein absolut teures Sparen wäre. Schließlich lebt die Gemeinschaft nicht von der Einwohnerzahl, sondern von denen, die sich für die Allgemeinheit engagieren“, so der VG-Chef.

Begeisterung und Engagement weitergegeben

In einer Zeit, wo der Faktor Freizeit immer mehr an Bedeutung gewinne und die entsprechenden Angebote immer vielfältiger würden, entstünden häufig Probleme, das Ehrenamt für den Nachwuchs attraktiv zu gestalten. Umso mehr freue er sich, heute bei der Feuerwehr in Orsberg gleich zwei Neuverpflichtungen vornehmen zu dürfen, erklärte Karsten Fehr. Es sei schön, dass die Feuerwehrleute des Erpeler Höhenortsteils ihre Begeisterung, ihr Engagement im Löschzug hätten weitergeben können, sodass die Orsberger Feuerwehr künftig durch den 17-jährigen Feuerwehrmann-Anwärter Marvin Schmitz und durch den Feuerwehrmann-Anwärter Dirk Bartelt, der bereits von 1992 bis 1994 Mitglied der Feuerwehr war, unterstützt würde.

Zu wenige Lehrgänge für Gruppenführer

Die beiden „Neuen“ fangen zumindest numerisch den Abschied von Hauptlöschmeister Karl Krupp und Löschmeister Wolfgang Rosen auf, „auch wenn uns ohne die beiden erfahrene Führungskräfte fehlen“, so Markus Schmitz. Dieser Mangel läge nicht etwa am fehlenden Engagement der Orsberger Feuerwehrleute. Vielmehr würden schon seit Jahren zu wenige Lehrgänge für Gruppenführer angeboten, die dann auch noch vorrangig mit Feuerwehrmännern aus größeren Löschzügen besetzt würden, erklärte er kurz vor der Laudatio durch Karsten Fehr.

„Karl Krupp hat erfolgreich an 20 Fortbildungen sowie Qualifikationen teilgenommen. Sein zwischenmenschliches und äußerst kameradschaftliches Verhalten zeichneten ihn als Gruppenführer des Löschzugs Orsberg besonders aus“, so der Chef der Wehr. Neben den feuerwehrtechnischen Tätigkeiten habe sich der Hauptlöschmeister immer wieder in Ausschüssen für Feuerwehrfeste, Ausflugsfahrten und bei Arbeiten im Gerätehaus engagiert.

Sehr beliebt bei den Feuerwehrkameraden

Aber nicht nur deswegen sei er wie auch Wolfgang Rosen bei seinen Feuerwehrkameraden sehr beliebt. Dieser sei per Sondergenehmigung des damaligen Wehrleiters Schultheis schon als 15-Jähriger in die Feuerwehr aufgenommen worden und habe damals tatkräftig beim Bau des Feuerwehrgerätehauses Orsberg mitgeholfen. „Sie haben sich beide in vorbildlicher Weise um unser aller Wohl verdient gemacht“, dankte Karsten Fehr den neuen Mitgliedern der Alterswehr, bevor er noch Julien Weich zum Feuerwehrmann und Philipp Schmitz zum Oberfeuerwehrmann beförderte. „Sie genießen in der Gesellschaft in hohes Ansehen, und das haben Sie sich auch wirklich redlich verdient“, konstatierte Cilly Adenauer. Nicht nur dass die Feuerwehrleute in den hoch technisierten Zeiten immer neue Aufgaben zu bewältigen hätten, heimatverbunden stehe der Orsberger Löschzug wie auch seine Erpeler Kollegen der Dorfgemeinschaft bei festlichen Anlässen immer wieder hilfreich zur Seite, so die Bürgermeisterin, kurz bevor der gesellige Teil des Kameradschaftsabends begann. DL

Mit den Feuerwehrmann-Anwärtern MarvinSchmitz und Dirk Bartelt ist der Löschzug weiterhin elf Mann stark.

Mit den Feuerwehrmann-Anwärtern Marvin Schmitz und Dirk Bartelt ist der Löschzug weiterhin elf Mann stark.

Beim Kameradschaftsabend des Orsberger Löschzugs um die Wehrführer Reinhard und Markus Schmitz verabschiedeten VG-Chef Karsten Fehr und die Wehrleiter Ulrich Rechmann und Ralf Wester den Hauptlöschmeister Karl Krupp und Löschmeister Wolfgang Rosen.Fotos: -DL-

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Andi-RLP: Hallo Herr oder Frau Bastian, Sie haben Recht, die Kommentarantwort von mir war falsch ausgedrückt. Das Wort "vertrauensvoll" steht natürlich im Bericht. Jedoch habe nicht ich den vertrauensvollen Abstimmungsprozess...
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Elke Zeise: Nur Schade das man als Nachbarin keine Information bekommt ob der Täter noch in U Haft ist oder wieder auf freiem Fuß ist. Habe Angst die Wohnung zu verlassen
  • Gitta Meyer: Ehrlich,die ganze Idee Buga im Mittelrhein ist falsch. Die Gemeinden sind verschuldet. Schauen sie sich Lahnstein an. Hier ist nichts los. Die Brücke wird bestimmt toll,aber sonst.....
Schulhausmeister
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Maifest Gönnersdorf
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Industriemechaniker
Gesundheit im Blick // Anzeige Kinder
Innovatives rund um Andernach
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Empfohlene Artikel
Die Stadt Andernach nimmt in diesem Jahr erneut an der internationalen Kampagne STADTRADELN teil, die 2008 vom Klima-Bündnis Services ins Leben gerufen wurde. Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
10

Andernach. Die Stadt Andernach nimmt in diesem Jahr erneut an der internationalen Kampagne STADTRADELN teil, die 2008 vom Klima-Bündnis Services ins Leben gerufen wurde. Vom 10. bis 30. Mai sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, gemeinsam möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen und damit einen Beitrag zum Klimaschutz und die Radförderung in Andernach zu leisten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Bürgermeister Jan Ermtraud und Rebecca Merklin, Sachbearbeiterin für Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie in der Bad Hönninger Verwaltung läuten das diesjährige Stadtradeln ein.  Foto: Jan Ermtraud
6

Stadtradeln-Kampagne geht in die nächste Runde

Die VG Bad Hönningen radelt fürs Klima

VG Bad Hönningen. Bürgermeister Jan Ermtraud gab bereits vorab den Startschuss zum diesjährigen Stadtradeln, welches am 03. Mai beginnt. Bis einschließlich 24. Mai sind Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, möglichst viele Wege klimafreundlich mit dem Rad zurück zu legen und dabei Kilometer für sich, ihr Team und ihre Kommune zu sammeln! Ein weiteres Highlight: Die drei Radelnden mit den meisten gesammelten Kilometern können sich auch dieses Jahr wieder über attraktive Preise freuen.

Weiterlesen

Über Jahrzehnte hinweg hat Jürgen Senft den Andernacher Karneval nicht nur begleitet, sondern entscheidend mitgestaltet und geprägt.Foto: WAMFO.DE
10

Jürgen Senft verabschiedet sich aus dem Präsidentenamt des Festausschusses Andernacher Karneval

Ein Leben für die „Fünfte Jahreszeit“

Andernach. Über Jahrzehnte hinweg hat Jürgen Senft den Andernacher Karneval nicht nur begleitet, sondern entscheidend mitgestaltet und geprägt. Sein Name steht für Verlässlichkeit, Engagement und eine tiefe Verbundenheit mit dem rheinischen Brauchtum. Nun endet eine prägende Ära: Nach mehr als 20 Jahren engagierter Tätigkeit im Festausschuss Andernacher Karneval, davon rund acht Jahre als dessen Präsident, zieht sich der langjährige Organisator aus der ersten Reihe zurück.

Weiterlesen

Dienstleistungen
Anzeige Sonderpreis wie vereinbart
Gesundheit im Blick
Praxis an neuem Standort
Werbeplan 2026
Titelanzeige
Maibaumstellen Heimersheim
Maifest in Gönnersdorf
Maifest in Dedenbach
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Maifest Gönnersdorf
Gesundheit im Blick
Erzieher
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Gesundheit im Blick
Gesundheit im Blick
100 Jahre Eifelverein Dernau