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54. Kasernensturm unter veränderten Bedingungen

Kaserne in Rheinbach von Narrenschar kampflos erobert

Nachmittag wurde in der Kantine der Kaserne mit den Narren noch kräftig gefeiert

26.02.2020 - 10:09

Rheinbach. Der Standortälteste der Rheinbacher Kaserne, Brigadegeneral Ralf Hoffmann und seine Unterstützer Kanonier Stabfeldwebel Stefan Kresse, der Kommandeur des Zentrum Cyber-Operation (ZCO) Oberst Christian Pawlik und Betriebsleiter BWI, Andreas Burow hatten beim 54. Kasernensturm hinter dem Kasernentor aufgerüstet.

Als Gast konnte Brigadegeneral Ralf Hoffmann den Kommandeur des BITS, Generalmajor Karsten Stoye begrüßen.


Schweigeminute statt Kanonenböller


Aufgrund der Ereignisse von Hanau und aus Respekt vor den ermordeten Mitbürgerinnen und Mitbürgern sowie den Familienangehörigen hatten Brigadegeneral Ralf Hoffmann und der Bürgermeister Stefan Raetz entschieden, bei der traditionellen Erstürmung der Tomburg Kaserne in diesem Jahr auf Kanonenböller und Wortgefechte zu verzichten.

Stattdessen legten die Bürgerinnen und Bürger und die Angehörigen der Karnevalsvereine zusammen mit der Bundeswehr und der BWI an der Hauptwache eine Schweigeminute ein, um der unschuldigen Opfer von Hass und Gewalt zu gedenken.

Brigadegeneral Hoffmann und Bürgermeister Raetz erklärten gemeinsam, dass im Standort und in der Stadt Rheinbach kein Platz ist für jede Form von Rassismus, Extremismus, und Fremdenfeindlichkeit. Menschen mit ausländischen Wurzeln wären in der Bundeswehr und in der Stadt Rheinbach willkommene Kameraden und gern gesehene Bürger.


Die Festung der Kaserne kampflos übergeben


Es war eine Erstürmung ohne Verteidigung. Die Tomburg Kaserne wurden kampflos an die Rheinbacher Tollitäten übergeben. Zu der Narrenschar gehörten der NCR Blau-Gold mit seinem Kommandanten Dieter Bückmann, der närrische Schonbusch mit seinem Vorsitzenden Peter Kochems, das Karnevals-Komitee Blau Weis mit ihrer amtierenden Vorsitzenden Petra Schmidt und die Gro-Rhei-Ka Prinzengarde von 1895 mit ihrer Vorsitzenden Astrid Faßbender.

Zudem waren, wie jedes Jahr, viele bunt kostümierte Schaulustige gekommen. Hierzu zählten auch Gäste aus Politik und Behörden. Die Armada von über zweihundert uniformierten Karnevalisten, an der Spitze das Stadtsoldatencorps von 1905 mit ihren Gardisten, waren zur Kaserne gekommen.

„Das sind ja nur Umzugskartons. Damit sind wir schnell fertig“, konstatierte Hohn. Und so strömten hunderte von Narren in die Kaserne, in der zur Zeit über eintausend Soldaten und Zivilisten ihren Dienst leisten. Hierzu gehören das Betriebszentrum IT –Systems der Bundeswehr, das Zentrum Cybersicherheit (ZCO) und gleichzeitig ein Standort des BWI, dem Dienstleister für Bundeswehr und Bund.


Bedienstete der Kaserne feierten mit den Narren


Am Nachmittag wurde in der Kantine der Kaserne mit den Narren noch kräftig gefeiert. Die Tollitäten erhielten aus den Händen von Brigadegeneral Hoffmann eine Kapitulationsurkunde und er dafür die Jahresorden des Prinzen und der Dreigestirne.

Auf der Bühne präsentierten sich die einzelnen Vereine mit ihren Tanzgarden. Moderiert wurde die Veranstaltung von Sabine Wirsberg vom NCR Blau Gold, und von der Bundeswehr vom Hauptmann Michael Kruczinski, der schon Erfahrung aus den letzten zwei Jahren hatte.

Fürs leibliche Wohl wurde durch die Truppenküche bestens gesorgt. Herzhafte Gulaschsuppe und deftige Erbsensuppe fanden reißenden Absatz. Bis in den späten Abend wurde im Anschluss an die Erstürmung mit der Kasernen Band GATE 5 kräftig weiter gefeiert.

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S. Schmidt:
Ohne eine minimale Disziplin der Staatsbürger gerät diese Spaß- und Null-Risiko-Gesellschaft nun an den Rand des Scheiterns. Über die Jahre hat sich diese höchst fragwürdige Einstellung gegenüber Recht und Ordnung, Disziplin und Sorgfalt ausgebildet, ja sogar Menschen dies danach lebten und verlangten wurden in die „rechte“ Ecke phantasiert. Nun ist „Not am Mann“ und wir können in Teilen unserer Gesellschaft nicht auf ebendiese Tugenden zurückgreifen, die aktuell zum Schutz der Risikogruppen gebraucht werden.
juergen mueller:
Ja - Frau Dreyer, wissen WIR. Und da müssen WIR durch - auch ohne die andauernden Ermahnungen der Politik, auch wenn diese aufgrund der Uneinsichtigkeit eines Teiles der Bevölkerung man als notwendig erachtet. Sieht man sich die Medien an, dann geht alles an u.für sich normal weiter. Da ist ein Xavier Naidoo tagtäglich präsent in den Medien - dessen rechtspopulistische Gesinnung jedem bekannt sein müsste,der sich seine Texte einmal näher verinnerlicht,der jahrelang hofiert wird,dem seine Alben aus den Händen gerissen werden,ohne sich Gedanken darüber zu machen,was hinter seinen Texten wirklich steckt,einer,der mit der Blödheit u.auf Kosten seiner Fan`s zum Millionär geworden ist, einer, der mit seinen vermeintlich geistreichen Texten nur eines im Sinne hat, von seiner eigentlichen Gesinnung abzulenken, die er zu gegebener Zeit offen zur Schau tragen kann.
Jean Seligmann:
Ja, die gute alte SPD, auch sie hat sich verändert. So biedert sich Frau Esken bei den Linken an indem sie jetzt, wo viele Menschen vieles verlieren und gigantische Vermögenswerte vernichtet werden, eine Vermögensabgabe zur "Abmilderung der Coronafolgen" fordert. Gehts noch?

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juergen mueller:
Man sollte sich auch einmal in Krisenzeiten darüber im Klaren sein, dass man nicht auf die Kommunalpolitik angewiesen ist zu wissen, was falsch oder richtig ist, sondern einzig u.alleine der gesunde Menschenverstand zählt,den nicht jeder besitzt,was die Ausnahme sein dürfte.Politiker sind auch nur Menschen,die zwar meinen,etwas besser zu wissen u.für unser Wohl zu entscheiden,aber eben nur Menschen,die letzten Endes genauso Fehler in ihrem (ich-bezogenen) Denken machen,wie wir ebenso. Sich alleine auf das Denken anderer zu verlassen,vor allem politisches,damit macht man es sich zu einfach,beraubt sich seiner eigenen Selbstständigkeit u.liefert sich den Fehlern anderer aus.
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