Puppenspiel der Landesbühne Rheinland-Pfalz begeisterte im Foyer der Rheinhalle
Kasperle rettet vom Schwarzen Ritter entführte Prinzessin Siebenschön
Remagen. Immer wieder ein Vergnügen sind für kleine Kinder ab drei Jahren die Remagener Puppenspiele, die Wolfgang Feder von der Landesbühne Rheinland-Pfalz im Foyer der Rheinhalle aufführt. So füllte sich am Donnerstag im Nu das Foyer der Rheinhalle mit zig Kindern und natürlich auch Eltern und Großeltern. Und es sollte recht spannend für den Nachwuchs werden. Mit Tritratrullala eroberte der allseits bekannte und sehnlichst erwartete Kasperle die Bühne. Als er seiner Vermieterin Frau Schulz vom Gasthof die Miete bezahlen wollte, war leider sein Geldbeutel verschwunden. Er hatte ihn verloren. So musste Kasperle auf der Straße übernachten und das war doch recht unbequem. Als dann ein lieber Zwerg aus dem Wald auftauchte, erzählte Kasperle ihm seine Not. Der Zwerg schenkte Kasperle eine Wunschlaterne, bei der er einige Wünsche frei hatte. Mit dem Laternenspruch wünschte er sich einen Sack Geld, den er natürlich sofort an Vermieterin Schulz weitergab. Doch diese hatte den Spruch für die Wunschlaterne mitbekommen und hatte nichts anderes zu tun, als Kasperle in seinem schönen gemütlichen Bett schlief, ihm die Laterne zu entwenden. Inzwischen spazierte Prinzessin Siebenschön im königlichen Schlossgarten umher und wurde vom Schwarzen Ritter angelockt, sie möge doch mit ihm kommen, denn er habe eine traumhaft schöne Blume gesehen, die er ihr zeigen wollte. Und hatten die Kinder schon lautstark gerufen, als Frau Schulz Kasperle die Wunschlaterne entwendete, so kannte das Gebrüll des Nachwuchses nun keinen Halt mehr. „Du darfst nicht mitgehen, denn der will dich nur entführen“, schrien die Kinder und waren mitten im Puppenspiel angekommen. Die Prinzessin folgte dann doch dem Schwarzen Ritter und der König klagte Kasperle, der derweil die Wunschlaterne wieder Frau Schulz abgenommen hatte, sein Leid. Kasperle beruhigte den König und versprach die entführte Prinzessin Siebenschön wieder von der Burg des Schwarzen Ritters zu retten. Doch da gab es ein Problem, denn die Wunschlaterne konnte keine Wünsche mehr erfüllen. Frau Schulz hatte der Wunschlaterne alle Wünsche entlockt. Das wäre natürlich ein wirkliches Problem gewesen, denn niemand wusste, wo die Burg des Schwarzen Ritters ist. Aber es gab ja noch den Zwerg, der wieder auftauchte und die Laterne mit einem Wunsch auffüllte. Doch es war nur ein Wunsch. Da zeigte sich Kaperle großzügig, denn er wollte nichts für sich, sondern er wollte die Prinzessin Siebenschön befreien.
Kaum hatte er den Wunsch ausgesprochen, war die Prinzessin auch schon wieder im Schlossgarten und der König war dem Kasperle ausgesprochen dankbar, auch wenn er ihm zunächst gar nicht geglaubt hatte.
Die kleinen Zuschauer waren restlos begeistert
Die Kinder jedenfalls waren von dem lehrreichen Puppenspiel, das mit einer guten halben Stunde dem Alter wirklich angepasst war, restlos begeistert. Mancher Nachwuchs hatte sich regelrecht verausgabt vor lautstarker Hilfe, die er der Prinzessin und Kasperle zukommen lassen wollte. Und dass es zum Schluss noch ein wenig lustig wurde mit Kasperles Hund Snuffi, war für die Kinder äußerst amüsant und entspannend. Den Hund durften die Kinder nach der Aufführung direkt in Augenschein nehmen und streicheln. Diesem Angebot von Puppenspieler Wolfgang Feder kamen fast alle Kinder gerne nach.
AB
Spätestens als die Prinzessin Siebenschön vom Schwarzen Ritter entführt wurde, waren die Kinder im Puppenspiel angekommen.
