Das Lernpatenprojekt in Rheinland-Pfalz feiert 15-jähriges Bestehen in Mainz
„Keiner darf verloren gehen“
Im Kreis Neuwied werden 50 Kinder begleitet und gefördert - Staatssekretär David Profit dankt für das Engagement und ermutigt zum Weitermachen
Kreis Neuwied. „Keiner darf verloren gehen“: Der Name des Lernpatenprojektes ist Programm. Kinder in schwierigen Lebenssituationen brauchen neben der allgemeinen Förderung in Kitas und Schulen oft auch eine individuelle, persönliche Zuwendung und praktische Unterstützung, um gut lernen zu können und zur Unterstützung im Alltag.
Die 1:1 Unterstützung von Lernpat:in zu Kind ist u.a. das Erfolgsrezept für das Gelingen des Projektes.
In einer interessanten Podiumsrunde mit einer Lernpatin, einer stellvertretenden Grundschuldirektorin aus Schulsicht, einer Vertreterin eines Kinderschutzbundes, der Vorstandsvorsitzenden und dem Staatssekretär gab es Einblicke in Erfahrungen und Herausforderungen: Fazit: Das Lernpatenprojekt ist erfolgreich und erforderlich.
Der Staatssekretär vom Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration dankte allen landesweit aktiven Trägern, Kommunen und Institutionen für 15 Jahre engagierte Arbeit für und mit ehrenamtlichen Lernpat:innen, die Grundschulkinder mit besonderem Betreuungsbedarf in Grundschulen stärken und begleiten. Das Land fördert die Lernpatenprojekte mit insgesamt rund 45.000 Euro. Die bewilligten Mittel fließen sowohl in die einzelnen Projekte als auch in Fachberatung und Schulung der Lernpaten an folgende Projektträger: Bürgerstiftung Pfalz, Koblenzer Bürgerstiftung, Kinderschutzbund Kaiserslautern-Kusel, Landkreis Neuwied, Kinderschutzbund Neustadt-Bad Dürkheim, Kinderschutzbund Landau, Kinderschutzbund Speyer, Kinderschutzbund Germersheim.
Mit einem interaktiven Workshop haben die Lernpat:innen Gelegenheit bekommen, sich untereinander näher kennen zu lernen. Erfahrungen wurden spielerisch ausgetauscht, Anregungen mitgenommen.
Anschließend dankten die Verantwortlichen des Projektes mit kleinen Geschenken allen Teilnehmern und in gemütlicher Runde ging der Tag zu Ende.
Die Kreisverwaltung Neuwied ist Teil dieser Erfolgsgeschichte. Im letzten Schuljahr wurden im Kreis Neuwied 50 Kinder begleitet und gefördert. Die ehrenamtlichen Lernpaten bringen den Kindern beim gemeinsamen Spielen, Lesen, Erzählen oder während der Hausaufgaben vor allem Zeit, Verständnis und Anerkennung entgegen. Dafür treffen sie ihr Lernpatenkind einmal pro Woche für zwei Stunden. Durch die feste Bezugsperson werden die Kinder, die durch Risikofaktoren wie Armut, Flucht- und Migrationshintergrund, Trennung- und Scheidung oder Krankheit betroffen sind, gestärkt und entfalten wertvolle soziale, emotionale und kognitive Kompetenzen.
Die Lernpat:innen sind verlässliche Ansprechpartner für die Kinder, die ihnen Zeit, Geduld und Wertschätzung entgegenbringen. Dadurch verbessern sich nicht nur die schulischen Leistungen der Kinder, sondern auch ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt und ihr Sozialverhalten verbessert.
Weitere Informationen:
Trägerverein „keiner darf verloren gehen“ e.V., Linda Gerl, Tel. 0176 73203351, info@lernpatenprojekte.de, www.lernpatenprojekte.de oder Kreisjugendpflegerin Simone Höhner, Tel. 02631/803-442, E-Mail: jugendarbeit@kreis-neuwied.de sowie an Olga Scott (Caritas), Tel. 0151/61970206, E-Mail: info@lernpaten-kreis-neuwied.de.Pressemitteilung Caritasverband Rhein Wied-Sieg e.V.
Lernpaten aus dem Kreis Neuwied.
