Allgemeine Berichte | 30.11.2016

Brand eines Reihenhauses in Remagen

Keinerlei Hinweise auf Brandstiftung

Fotos: WinklerTV

Remagen. Am Dienstagabend, 29. November, gegen 17.40 Uhr, war den Hilfs- und Rettungsdiensten ein Brand im Bereich Ecke Goethe-/Schillerstraße in Remagen gemeldet worden. In der Erstmeldung war zunächst die Rede von mehreren brennenden Hecken bzw. einem Baum, doch bereits bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte sich die Situation als Hausbrand dar. Das Feuer breitete sich in dem Haus - Teil einer Reihenhaussiedlung - sehr schnell aus und griff auf alle Etagen und den Dachstuhl über. Dies war vor allem dem Umstand geschuldet, dass sich in dem Haus sehr viel Brandlast befand: Der 55-jährige Bewohner ist ein passionierter Sammler und Bastler und hatte eine Vielzahl von Gegenständen aller Art in und am Haus deponiert. Mit einem Großaufgebot an Kräften und einer bei Eiseskälte über die ganze Nacht andauernden Energieleistung konnten die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Remagen zumindest ein Übergreifen auf die angrenzenden Häuser verhindern, das unmittelbar betroffene Haus brannte dagegen praktisch aus. Ob und inwieweit es überhaupt wieder bewohnbar sein wird, ist derzeit völlig offen. Dementsprechend schwer ist es, bereits jetzt eine zuverlässige Schadensschätzung abzugeben; sicherlich mehr als 100.000 Euro, unter Umständen auch deutlich mehr. Bei dem Brand trug der 55-Jährige eine Rauchgasintoxikation davon, konnte das Krankenhaus zwischenzeitlich aber wieder verlassen. Für die nächste Zeit findet er bei seiner Mutter eine Bleibe. Im Zusammenhang mit den Rettungsarbeiten wurde zudem eine 87-jährige und gehbehinderte Nachbarin leicht verletzt; auch die Seniorin ist wieder wohlauf. Noch in der Nacht hatten die Brandermittler der Polizei ihre Arbeit aufgenommen und im Verlauf des heutigen Tages den Brandort erneut intensiv begutachtet. Als Brandentstehungsort ist der Bereich der Terrasse, jedenfalls außerhalb des Gebäudes, ausgemacht worden. Dort waren diverse, teilweise leicht brennbare Gegenstände gelagert. Mehrere Zeugen haben in engem zeitlichem Zusammenhang zum Brandausbruch ein Knallgeräusch wahrgenommen. Was es damit auf sich hat, ist zur Stunde noch nicht restlos geklärt. In dem noch frühen Ermittlungsstadium ist die Ursache noch nicht hinreichend belegt, allerdings liegen den Ermittlern keinerlei Hinweise auf vorsätzliches Verhalten - von wem auch immer - vor. Obwohl noch eine Menge Arbeit am Brandort zu erledigen ist und eine Reihe von Befragungen, Vernehmungen und Auswertungen ansteht, sind die Ermittler auf Basis der bereits vorliegenden Erkenntnisse optimistisch, die Brandursache alsbald klären zu können.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Remagen

Keinerlei Hinweise auf Brandstiftung

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