Adventsgärtlein in der Kita Heimerzheim
Kinder lassen die wohltuende Kraft des Lichts wirken
Die Tradition ist im Jahr 1927 in Süddeutschland entstanden
Heimerzheim. Leuchtende Kinderaugen, wohltuendes Kerzenlicht und besinnlicher Gesang – jedes Jahr im Dezember ist es soweit: Die Kinder, Eltern und Erzieherinnen des Integrativen Waldorfkindergartens Heimerzheim beginnen die Adventszeit mit der Feier des Adventsgärtleins.
Die Tradition des Adventsgärtleins ist im Jahr 1927 in Süddeutschland entstanden. Die Schwester Gustel Wetzel begründete dieses Fest in einer heilpädagogischen Einrichtung. Zu Anfang war es mehr ein Spiel für die dortigen Kinder mit Kerzenlicht, Tannengrün und Edelsteinen. Dann wurde im Lauf der Zeit ein fester Brauch daraus. Aus Fichtenzweigen wird eine begehbare Spirale auf den Boden gelegt, geschmückt mit glitzernden Edelsteinen, in der Mitte befindet sich auf erhöhtem Standpunkt eine leuchtende Kerze.
Jedes Kindergartenkind geht mit einer eigenen Kerze, die in einem Apfel steckt, in die Spirale hinein und entzündet sein Licht in der Mitte. Dann trägt das Kind die Kerze langsam wieder hinaus und stellt sie dann in der Spirale ab. So wird es in dem abgedunkelten Raum nach und nach immer heller.
Der Gang der Kinder zum Licht führt zur eigenen Mitte, zum „Ich“. Das Licht leuchtet für das Geistige im Menschen auf. Dieses Licht kommt dann in Liebe und Wärme allen Menschen zugute, was für alle in der erleuchteten Spirale sichtbar wird.
Die Eltern und Erzieher unterstützen die Kinder durch ihre Anwesenheit und Gesang. Die Kinder nehmen ihre Kerze mit nach Hause und lassen auch dort die Kraft des Lichtes wirken. Die Botschaft lautet: seinen Weg finden, das Licht suchen – und es hinaustragen in die Welt.
