St. Martin in Bad Breisig
Kinderaugen und Laternen leuchten um die Wette
Bad Breisig. Zahlreiche leuchtende Waschbären, Bienen, Ufos, Eulen, Igel, Fische und Drachen schwebten am Freitagabend (8.11.24) durch die Straßen in Bad Breisig. Befestigt an Laternenstöcken wurden sie voller Stolz von ihren kleinen Besitzern in Richtung Rathaus getragen. Dort wartete bereits St. Martin auf seinem Schimmel und die Fackelträger der Jugendfeuerwehr Bad Breisig hatten schon Aufstellung genommen. Für viele begann der Martinsumzug allerdings mit dem Besuch eines Gottesdienstes in der nahe gelegenen St.-Marien Kirche.
Der Parkplatz am Rathaus füllte sich immer mehr mit aufgeregten Kindern und deren Eltern. Zwischendrin waren Plakate von Kindergärten und Schulen zu sehen, die den Eltern eine Orientierung zu boten, wo sie sich in den Zug einfädeln konnten. Gegen 18:00 Uhr setzte sich der Zug in Bewegung, angeführt von St.-Martin, gefolgt von den Fackelträgern und dann in lockerer Folge die Kinder und Eltern, mittendrin der Spielmannszug. Zunächst führte die Route in nördliche Richtung. An den Straßenrändern schauten Anlieger zu, einige Häuser und Gärten waren beleuchtet. In Höhe der Rheinstraße wurde die B9 gequert, dann ging es hinab zum Rhein. Neben typischen Martinsliedern ertönte auch schon das erste Nikolauslied. Da der Zug recht lang war, war der Spielmannszug nicht überall zu hören, insgesamt schwächelte der Gesang etwas.
Martinsfeuer undWecken im Kurpark
Am Kurpark angekommen, waren schon von weitem für alle die Zelte sichtbar, an denen die Martinswecken ausgeteilt wurden. Außerdem gab an einem weiteren Zelt heiße und kalte Getränke. Als die ersten Kinder den Platz erreichten, wurde das Martinsfeuer entzündet. Ein Stück abseits beobachtete St. Martin auf seinem Pferd das Treiben. Immer mehr Kinder erreichten den Platz und die Personen, die die Wecken austeilten – darunter auch Bürgermeister Marcel Caspers - hatten reichlich zu tun. 1150 Wecken sollten an diesem Abend verteilt werden. Gerne holten sich die Kinder ihre Wecken und man sah, dass viele von ihnen mit Appetit in das Gebäck bissen. Viele Besucher nutzten danach die Gelegenheit, noch etwas am Feuer zu verweilen, dem Spielmannszug zuzuhören, an einem der Stehtische mit Bekannten zu plaudern oder einen ersten Glühwein zu trinken, bevor sie sich dann auf den Heimweg machten. KS
Etwas abseits beobachtet St. Martin das Treiben im Kurpark.
Stolze Laternenträger beim Umzug
