Allgemeine Berichte | 21.07.2020

Arche Noah Bienenwandergruppe entdeckt die Natur rund um Oberwinter

Kindergartenkinder wandern auf dem Jakobsweg

Die Bienengruppe entdeckten die Wanderzeichen an einem Baum. Fotos: privat

Oberwinter. Die Corona-Pandemie lässt Kindertagesstätten neue Wege gehen. So auch Gruppen der KiTa Arche Noah in Oberwinter.

Die neu zusammen gestellte Bienengruppe mit den jetzt dazu gehörenden Erzieherinnen hat sich, bedingt durch die räumliche Enge im Aussenbereich, das Ziel gesetzt, Oberwinter und seine Umgebung wandernd besser kennenzulernen.

Viele Wege durch den Ort und am Rhein entlang machten die Kinder neugierig, wo man hier noch so alles hinwandern kann. Den Hahnsberg hoch zum Spielplatz nach Birgel, am Rhein entlang bis zum Unkelstein und weiter bis zum Spielplatz in Bandorf am Josefsweg, tolle Wege, die die Kinder mit Begeisterung mit gingen.

„Wir wollen in den Wald, in die Wildnis und Abenteuer“, waren die Forderungen der Kinder. Also wurde die Wanderkarte ausgepackt und geplant, wie wir hinwandern könnten. Die nähere Umgebung rund um Oberwinter wurde als Ziel bestimmt. Während einer der ersten Wanderungen im Wald, entdeckten die Kinder an einer Wegekreuzung das Muschelsymbol des Jakobsweges und die Bezeichnung E8 für den Europäischen Fernwanderweg und fragten nach der Bedeutung der Zeichen.

Den Weg mit der Muschel möchten wir weiter gehen! Dies war das einstimmige Votum der vier bis sechs Jahre alten Kinder.

Auf der Karte erkundete die Wandergruppe, dass der Weg bis zum Rolandsbogen und noch viel weiter geht. „Weißt du, vom Rolandsbogen können wir ganz toll auf Rolandswerth sehen und das sieht dann so schön aus!“ Okay, ein weiter Weg, dafür muss trainiert werden und von da an waren drei Erzieherinnen täglich mit der gesamten Gruppe unterwegs um das Ziel den Rolandsbogen zu erreichen.

Eine „Trainingseinheit“ führte in den Friedhofsweg hinauf auf die Rheinhöhe. Schade, dass der so zugewachsen ist! Man braucht bereits eine Astschere um dort durch zu kommen. Aber ein toller Wanderweg, wenn man ihn gehen kann.

Wanderung zum Rolangsbogen

Dann war es soweit. Die Bienenwandergruppe machte sich auf zum Rolandsbogen. Gestartet um 8:30 Uhr in der Kita machten sich 14 Kinder und drei Erzieher ausgerüstet mit genügend Wasser und einem Picknick auf den linksrheinischen Jakobsweg in Richtung Norden, mit Ziel Rolandsbogen.

Fröhliche, ausgeglichene, an der Natur interessierte Kinder waren begeistert unterwegs. Viele tolle und spannende Dinge haben wir auf dem Weg mit dem blauen Muschelzeichen erlebt, bevor wir um 11 Uhr den Rolandsbogen erreichten. Glücklich und zufrieden mit ihrer Leistung bewunderten die Kinder den Blick auf Rolandswerth, Nonnenwerth und ganz in der Ferne auf Oberwinter.

Über die Rheinwiesen ging es zurück zum Bahnhof Rolandseck, wo alle Kinder von den Eltern wieder in Empfang genommen wurden.

Jetzt war die Neugierde richtig angefacht. „Wo geht der Muschelweg weiter? Wo führt der hin?“ Die nächsten Tage waren gerettet…

Weiter unterwegs auf dem Jakobsweg

Bei einem weiteren Wanderausflug entdeckten die Kinder das Muschelzeichen am Wegweiser in Bandorf. Auf der Karte wurde der Weg E8 erneut erkundet und als nächstes Ziel Remagen und der Apollinarisberg ausgemacht. Auch hier startete die Bienenwandergruppe an einem Dienstagmorgen 8:30 Uhr im Kindergarten.

Mittlerweile waren alle so gut zu Fuß, dass wir ruck-zuck auf der Rheinhöhe waren. Über die 115 Stufen der Bandorfer Treppe gelangten wir geschwind ins Tal, von dort aus auf dem Jakobsweg, entlang des Josefweges und weiter Richtung Süden. Hinter der „Schmelzmühle“ ging es rechts ab ins Unkelbachertal. „Wilde“ Tiere“, wie zum Beispiel eine muntere Hühnerschar, begegneten den Kindern auf ihrem Weg immer entlang dem Muschelzeichen.

Von Unkelbach aus führte der Weg durch den Wald bis zum Calmuthtal, wo eine kleine Pause mit einem Frühstücks-Picknick eingelegt wurde. Ein kleines Stück Fahrweg und dann wieder nach rechts in den Wald zeigte das Pilgerzeichen den Weg. Ein Gehege mit Ziegen und Schafen zog die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich, nicht nur optisch! Eine wunderschöne Waldwanderstrecke mit verwunschenen Bäumen, riesigen Spuren von Waldfahrzeugen und Tieren führte uns bis nach Remagen, wo geheimnisvoll die Türme der Apollinariskirche zwischen den Bäumen auftauchte. Ein Moment des Verweilens und Innehaltens mit Informationen, an welchem Ort man sich befand war nun angesagt.

Voller Staunen blickten die kleinen Wanderer anschließend Richtung Norden und Oberwinter und erfassten die lange Strecke, die sie durch den Wald zurückgelegt haben. Wunderschön lag der Rhein blau und glitzernd vor uns. Sensationell die Aussicht auf Remagen, dem Ziel. Weiter ging es zur Pfarrkirche Peter & Paul, dem Endpunkt der Wanderung auf einem kleinen Stück des linksrheinischen Jakobsweges, das man an diesem Tag, nach 11 km, erreichte. Insgesamt 25 km Wanderweg auf dem linksrheinischen Jakobsweg liegen jetzt hinter der Bienenwandergruppe und weitere, hoffentlich noch viele, Kilometer werden folgen.

Die Muschel kennzeichnet den Jakobsweg.

Die Muschel kennzeichnet den Jakobsweg.

Zeil einer Wanderung war der Rolandsbogen. Von hier hatte man einen traumhaft Ausblick.

Zeil einer Wanderung war der Rolandsbogen. Von hier hatte man einen traumhaft Ausblick.

Die Bienengruppe entdeckten die Wanderzeichen an einem Baum. Fotos: privat

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