VHS Vortrag von Dr. Erhard Wacker
Klosterlandschaft Apollinarisberg
Am 31. Januar in der Grundschule St. Martin in Remagen
Remagen. Spricht jemand vom Apollinarisberg, denken die Menschen (fast) immer an die Apollinariskirche. Die Kirche ist unbestritten ein kulturelles Denkmal von überregionaler Bedeutung. Sie bildet zusammen mit dem über 900 Jahre bestehenden Kloster auch heute noch ein aktives christliches Zentrum mit einer im Rheinland weithin bekannten Wallfahrt. Mit seinem Vortrag am Dienstag, 30. Januar in der Mensa der Grundschule St. Martin in Remagen, möchte Dr. Erhard Wacker versuchen, den Blick auf die Umgebung zu weiten, das heißt die ganze Kulturlandschaft, die sich seit Jahrhunderten stetig entwickelt, zu betrachten. Die Klosterlandschaft Apollinarisberg endet nicht an der Klosterpforte, sondern fängt zum großen Teil dort erst an: Kreuzweg und Franziskusstatue, Familiengruft des Hauses von Fürstenberg-Stammheim, die alten Klostermauern, Gartenflächen und Lindenallee. Klostereigene Weinberge von der Pütz, über den Hundsberg, den Scharfenberg bis ins Calmuthtal. Landwirtschaftliche Nutzflächen auf der Höhe: Hüllenacker, Steinackersfeld, Murrenplan, Brüchen und Rheinhelden. Der Calmuther Hof und die Arsbrücker Mühle gehörten ebenfalls zum Besitz des Klosters. Außerdem lassen sich die Apollinaris-Eiche und alte Grenzsteine entdecken, der ehemalige Lorendamm vom Scheidskopf zum Rhein, sowie die Rheinvillen und Schloss Marienfels. Auf die jüngere Geschichte wird ebenfalls ein Blick geworfen: Einschlag einer V2 am Apollinarisberg und das Reichsarbeitsdienstlager mit eigenem Sportplatz.
Aufnahme des Klosterareals von 1933.
Ein Luftbild der Region von 1954.
