Allgemeine Berichte | 08.02.2024

Koblenz ehrt verstorbenen Bildhauer Rudi Scheuermann mit Weg in Rübenach

Pia Scheuermann (v.re.) und Baudezernent Bert Flöck enthüllten gemeinsam die neuen Schilder, die zukünftig am neuen Rudi-Scheuermann-Weg im Koblenzer Stadtteil Rübenach stehen.  Fotos: Stadt Koblenz/Andreas Egenolf

Rübenach. Seine Werke sind bis heute an verschiedenen Stellen im Koblenzer Stadtbild zu finden und nun ist auch sein Name sichtbar in der Rhein-Mosel-Stadt präsent: Die Rede ist vom 2016 verstorbenen Bildhauer Rudi Scheuermann. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde, an der neben der Familie des Künstlers auch Stadtrats- und Ortsbeiratsmitglieder sowie Vertreter der Arbeitsgemeinschaft bildender Künstler am Mittelrhein teilnahmen, konnte Baudezernent Bert Flöck nun gemeinsam mit Scheuermanns Tochter Pia den Rudi-Scheuermann-Weg in Rübenach eröffnen.

Der Ortsbeirat Rübenach hatte im September 2022 beschlossen, die Koblenzer Stadtverwaltung damit zu beauftragen, den Verbindungsweg „Am Mühlenteich/Keltenstraße“ (entlang des Bachverlaufs) im Naherholungsgebiet im Stadtteil Rübenach nach dem preisgekrönten Bildhauer Rudi Scheuermann (u.a. Förderpreis der Landesregierung Rheinland-Pfalz, 1964; Kulturehrennadel der Stadt Koblenz, 2016) zu benennen. Nachdem unter anderem das Stadtarchiv und der Arbeitskreis für Straßenbenennung keine Bedenken gegen eine Umbenennung des bisher namenlosen Weges am Rübenacher Sportplatz äußerten, nahm die Umbenennung im September 2023 letztlich auch einstimmig die letzte notwendige Hürde - den Koblenzer Stadtrat. „Der Stadrat würdigt damit das künstlerische Schaffen Scheuermanns“, erklärte Bert Flöck im Rahmen der offiziellen Eröffnung des Rudi-Scheuermann-Weges.

Am 25. September 1929 in Neustadt/Haardt in der Pfalz als Sohn eines Steinmetz geboren, absolvierte der Künstler später selbst eine Steinmetzlehre, der ein Studium der Bildhauerei an der Landeskunsthochschule in Mainz folgte. 1956 kam Rudi Scheuermann letztlich durch ein Stipendium nach Koblenz in das Künstlerhaus des Landes auf dem Asterstein, wo er von 1958 bis 1967 in einer zum Atelier gehörenden Wohnung lebte, ehe es ihn anschließend dauerhaft in den Koblenzer Stadtteil Rübenach verschlug. Das Atelier auf dem Asterstein behielt er letztlich bis 1978.

Baudezernent Bert Flöck machte auch deutlich, dass die Werke Scheuermanns bis heute zum Koblenzer Stadtbild dazugehören. Seine bekannteste Plastik in Koblenz ist sicherlich das Abbild Balduins von Luxemburg, Erzbischof und Kurfürst von Trier, der seit 1975 hoch leben über der Mosel auf der Balduinbrücke zu finden ist. Doch auch die rekonstruierten Figuren am Portal des ehemaligen Dominikanerklosters in der Weißer Gasse, die Gedenkstele auf dem Ritersturz oder das Grabmal des ehemaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Peter Altmeier auf dem Koblenzer Hauptfriedhof gehören zu seinen sichtbaren Werken in der Rhein-Mosel-Stadt. Auch in Rübenach finden sich Werke des Bildhauers, beispielsweise in der Friedhofshalle oder auf dem alten Kirmesplatz.

„Seine Leidenschaft war es den großen Stein zu bearbeiten“, sagte Bert Flöck in seiner Begrüßung, bevor er gemeinsam mit Pia Scheuermann die beiden Schilder am neubenannten Weg enthüllte. Die Tochter des verstorbenen Bildhauers hatte stellvertretend für die Familie des Künstlers auch passend zur Eröffnung des neuen Weges eine Überraschung parat: Sie kündigte an, eine von ihrem Vater geschaffene Skulptur für den neuen Weg spenden zu wollen. Baudezernent Bert Flöck und die anwesenden Gäste freuten sich über diese Ankündigung. Die genaue Standortlösung soll nunmehr gemeinsam mit der Stadt geklärt werden.

Pressemitteilung der

Stadt Koblenz

Zu Rudi Scheuermanns bekanntesten Werken in Koblenz zählt die Steinfigur des Kurfürsten Balduin von Luxemburg auf der Balduinbrücke.

Zu Rudi Scheuermanns bekanntesten Werken in Koblenz zählt die Steinfigur des Kurfürsten Balduin von Luxemburg auf der Balduinbrücke.

Pia Scheuermann (v.re.) und Baudezernent Bert Flöck enthüllten gemeinsam die neuen Schilder, die zukünftig am neuen Rudi-Scheuermann-Weg im Koblenzer Stadtteil Rübenach stehen. Fotos: Stadt Koblenz/Andreas Egenolf

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