Verein plus/minus 60 aktiv
Koblenz früher und heute
Koblenz. Der Verein plus/minus 60 aktiv setzte seine Zeitreise durch die Geschichte von Koblenz fort. Nachdem Werner Liwowski bereits im vergangenen Jahr einen Einblick in frühere Jahrhunderte der Stadt gegeben hatte, folgte nun der zweite Teil unter dem Motto „Koblenzer Geschichte, Geschichten und Fotos“.
Im Mittelpunkt standen dieses Mal das Koblenzer Schloss, der Zentralplatz, das Verkehrswesen sowie die Bunker in der Stadt. Eine der spannenden Erkenntnisse war die Entwicklung des Bahnhofsnetzes: Bis zur Eröffnung des Hauptbahnhofs im Jahr 1902 existierten sowohl ein Rhein- als auch ein Moselbahnhof. Wer Ende des 19. Jahrhunderts von der Moselschiene auf die Rheinschiene wechseln wollte, musste – sofern keine Fahrgelegenheit zur Verfügung stand – die rund einen Kilometer lange Strecke vom heutigen Hauptbahnhof (ehemaliger Moselbahnhof) bis zur heutigen Rampe des Parkhauses Löhr-Center (ehemaliger Rheinbahnhof) zu Fuß zurücklegen.
Große Überraschung rief auch die Information hervor, dass es in Koblenz mindestens 15 bis 20 Hoch- und Tiefbunker gab oder noch gibt. Während einige Hochbunker in der Altstadt oder auf dem Oberwerth durch Pläne für Hotels oder Luxuswohnungen bekannt sind, informierte Werner Liwowski unter anderem über noch erhaltene Bunkeranlagen am Friedrich-Ebert-Ring, in der Emil-Schüller-Straße oder am Kemperhof.
Mit historischen Bildern aus verschiedenen Epochen wurde die Präsentation anschaulich gestaltet. Persönliche Anekdoten und Geschichten ließen Erinnerungen aufleben und sorgten für einen lebendigen Austausch. Die Teilnehmer zeigten sich begeistert von dem kurzweiligen und informativen Nachmittag.BA
