Allgemeine Berichte | 26.09.2017

Koblenz gibt bei Rot-Gelb-Grün weniger Geld aus

Viele Menschen waren angesichts der Wahlergebnisse des vergangenen Sonntags überrascht. Der Oberbürgermeister-Kandidat David Langner erzielte einen deutlichen Vorsprung zu den drei weiteren Mitbewerbern. Gegenüber dem Zweitplatzierten waren es beachtliche 17 Prozentpunkte. Langner geht daher nun ganz klar als Favorit in die Stichwahl am 15. Oktober, in welche es auch Bert Flöck geschafft hat.

Auf der Bundes-Ebene waren viele Menschen über das schlechte Abschneiden der beiden „GroKo-Parteien“ überrascht. Die SPD und insbesondere die CDU hatten sich wohl den Wahlabend etwas anders vorgestellt. Wie geht es weiter? Weht nun bald die Jamaika-Fahne im Bundestag (Schwarz-Gelb-Grün)? Sehen wir Angela Merkel bald mit Rasta-Locken im Bundeskanzleramt? In den nächsten Tagen und Wochen sind viele Fragen zu klären.

Während man jetzt in Berlin über „Schwarz-Gelb-Grün“ diskutiert, wird bei uns in Koblenz „Rot-Gelb-Grün“ erneuert. Nein, ich spreche jetzt nicht von der Politik, sondern von den Verkehrsampeln, die man im Bürokraten-Deutsch „Lichtsignalanlagen“ nennt. Derzeit werden die Ampeln im Kreuzungsbereich an der Moselbrücke umgerüstet - und zwar zur Weißer Gasse und dem Altengraben. Keine Sorge, hier wird nicht „mehr Rotlicht“ eingebaut: Die Lichtsignalanlagen erhalten eine energiesparende LED-Technik.

Durch die Umrüstung werden die Stromkosten für die genannten Ampeln zukünftig nur noch bei etwa 200 Euro im Jahr liegen. Was beachtlich ist: Hierdurch werden rund 90 Prozent der Kosten gegegenüber dem alten Zustand eingespart. Vom Sparen kann man im Koblenzer Rathaus derzeit nur träumen. Ein Blick auf den Schuldenstand unserer Stadt macht deutlich, dass auf den neuen Oberbürgermeister eine wichtige Aufgabe zukommt: Die Verbesserung der Haushaltssituation. Hierfür gibt es zwei Mittel: Weniger ausgeben oder mehr einnehmen. Beides ist mit Konsequenzen verbunden, die die Wählerinnen und Wähler nicht unbedingt gerne sehen. Es ist kein Geheimnis: Wie in den meisten anderen großen deutschen Städten auch, übersteigen die Ausgaben der Stadt Koblenz seit Jahren deutlich die Einnahmen.

Ich würde es mir hoffen, dass irgendwann auch in Koblenz der angehäufte Schuldenberg getilgt wird und die Politiker im Stadtrat wieder vom „echten sparen“ reden können – und nicht nur vom „weniger ausgeben“.

Sehr bedenklich und überhaupt nicht nachahmenswert finde ich in diesem Zusammenhang das Verhalten meiner Nachbarin. Sie möchte ihren jungen Sohn mit einem Trick zur Sparsamkeit und zum Fleiß erziehen: Jedes Mal, wenn der Grundschüler in einer Klassenarbeit eine Eins oder Zwei erzielt, wirft die Mutter einen Euro in dessen Sparschwein. Bringt er hingegen eine Fünf oder Sechs mit nach Hause, erhält er von seiner Mutter mit einem Teppichklopfer Schläge auf seinen Allerwertesten. Ich habe meine Nachbarin gefragt, was denn passiert, wenn das Sparschwein irgendwann einmal voll ist.

Ihre Antwort: „Dann kaufen wir von dem Geld einen neuen Teppichklopfer...“

Euer Kowelenzer Schutzmann

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