Schon vor dem neuen Flächennutzungsplan der VG Vallendar gibt es Ärger
Koblenz protestiert gegen die Windräder
Da noch nichts entschieden ist, beschloss der VG-Rat lediglich die Neuaufstellung
VG- Vallendar. Schon im Vorfeld sorgt die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans der Verbandsgemeinde Vallendar für Ärger. Denn die Stadt Koblenz wehrt sich massiv gegen die Ausweisung eines Windparks, da die verspargelte Landschaft den Blick vom Deutschen Eck und damit auch dem Tor zum Weltkulturerbe stark beeinträchtigen würde. Bei seiner jüngsten Sitzung beschloss der Verbandsgemeinderat Vallendar lediglich die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans, aber nicht mehr.
Alter Flächennutzungsplan bereits 1995 genehmigt
Der rechtswirksame Flächennutzungsplan der VG Vallendar wurde 1995 genehmigt und wird laut Verwaltungsvorlage den sich gewandelten Ansprüchen und Projekten nicht mehr gerecht. Hintergrund ist hier wohl offensichtlich die Ausweisung des Windparks, an den 1995 wohl noch niemand gedacht hat. Auch beim Beschluss der Generalfortschreibung im Jahre 2012 war Windenergie kein Thema, das entwickelte sich erst in den folgenden Jahren.
Jetzt stehen drei Verfahrensschritte an: Neuzeichnung der Planinhalte, besonders in den Ortslagen mit Änderungen und Vorschlägen sowie neue Baulandausweisungen und die textliche Bearbeitung. Ferner die Berechnung der sogenannten „Schwellenwerte“ (komplizierte Verfahren zur Ermittlung des Wohnflächenbedarfs) und die Integration des Landschaftsplans in den Flächenplan, der festlegt, welche Inhalte dargestellt werden sollen. VG-Bürgermeister Fred Pretz erklärte dazu: „Der Siedlungsflächenbedarf muss noch bei den Ortsgemeinden abfragt werden, weil die bei den Bebauungsplänen die kommunale Planungshoheit haben. Mit den ausführlichen Plänen werden wir in die Bürgerbeteiligung gehen. Erst nach den Offenlegungen in den Ortsgemeinden holen wir die landesplanerische Stellungnahme ein.“ Dem gab der Rat einstimmig sein Votum.
Weitere Tagesordnungspunkte
Weitere Tagesordnungspunkte waren die persönlichen Vorstellungen von der Schulsozialarbeiterin Marion Grubisch und des Flüchtlingskoordinators Christian Ebeling. Warum Sozialarbeit auch in den vier Grundschulen in der VG Vallendar wichtig ist, erläuterte Marion Grubisch: „Die Probleme der elf- bis 18-jährigen sind in der Grundschulzeit entstanden. Die Lehrer haben für die Probleme der Kinder wie zum Beispiel Mobbing meist keine Zeit. Daher geben die Schüler sich bei meinen Sprechstunden die Klinke in die Hand“, berichtete Marion Grubisch, die seit dem 15. Februar in der VG Vallendar tätig ist.
Flüchtlingskoordinator Christian Ebeling arbeitet 20 Stunden pro Woche in der VG-Verwaltung. Schließlich wollen sich 65 Bürger ehrenamtlich für die Flüchtlinge engagieren, 50 sind bereits aktiv.
„Man kann die Ehrenamtler nicht alleine lassen“, unterstrich Fred Pretz und verweis auf eine gelungene Schiffstour mit Flüchtlingen und Ehrenamtlern, die Ebeling organisiert hatte. Der betonte, dass die Flüchtlinge die Hilfe selbst abholen müssten, dies geschehe unter anderem im Vallendarer Café International, wo in Veranstaltungen alles transparent gemacht werde. Problem sei aber die Flüchtlinge zu erreichen, hier sei der Datenschutz ein Hindernis, denn meist wisse er gar nicht, welche Flüchtlinge wo untergebracht sind.
Und noch eine Vorstellung: Renè Leßlich informierte über die Genossenschaft „Neue Energie Bendorf“. Von dort beraten Fachleute, welche Möglichkeiten es gibt, bei den Gebäuden, die der VG gehören, Energie einzusparen. Das reicht von der Integrativen Wärmenutzung bis zur Produktion von eigenem Strom, so zum Beispiel die Rheinturbinen in Niederwerth.
Kommunen und auch Privatleute können mit einem Anteil von 100 Euro Mitglied bei dieser Genossenschaft werden. 30 sind es bereits aus der VG Vallendar. Das Geld, so Leßlich, werde investiert in Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft und Stromvertrieb. Große Anlagen gibt es bereits in Bendorf und im Neuwieder Stadtteil Heimbach-Weis. Die Genossenschaft beschäftigt sich aber auch mit Caresharing und Gemeindeautos.
Dennoch und obwohl es nur um 100 Euro geht, stimmte der VG-Rat einem Beitritt in die Genossenschaft noch nicht zu. Es gäbe noch Beratungsbedarf hieß es. Den gab es bei der Annahme von drei Spenden über insgesamt rund 4.410 Euro, zwei sind für die Flüchtlingshilfe im Bereich der VG, jedoch nicht. Hier gab der Rat einstimmig sein Votum.
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