Drei Tage Feier in Rengsdorf und auf dem Waldfestplatz
Kölschrock-Gruppe „Höhner“ gratulierte den Rengsdorfer Burschen zum Geburtstag
Mega-Ansturm auf das Konzert am Samstagabend mit den Jungs aus Köln und der Mega-Band -
Rengsdorf. Wenn es um zwei große Rengsdorfer Vereine geht, die gleichzeitig Jubiläum feiern, dann ist es kein Wunder, wenn die Gästezahl die Tausendergrenze überschreitet. Anlässlich des 85-jährigen Vereinsbestehens des Burschenvereins Rengsdorf e.V. und des 60-jährigen Jubiläums des Vereins der Ehemaligen Burschen Rengsdorf e.V. fand vom 23. Juni bis 25. Juni ein großes Burschenfest statt. Highlights waren der Auftritt der Kölner Kult-Band „Die Höhner“ und der große Umzug der Burschenvereine durch den Ort. Die Festlichkeiten begannen am Freitag um 15 Uhr mit einem Seniorennachmittag, an dem ein abwechslungsreiches Programm geboten wurde. Der Frauenchor, die Seniorengemeinschaft 60 plus und die Astrid-Lindgren-Grundschule Rengsdorf sorgten für gute Unterhaltung. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Ein Shuttle-Service für alle Seniorinnen und Senioren wurde vom Franzosenplatz aus eingerichtet.
Ab 17.30 Uhr gestaltete die Coverband „Sahnemixx“ den frühen Abend und präsentierte alle bekannten Hits von Udo Jürgens. Um 20 Uhr begann im Zelt auf dem Waldfestplatz der große Festkommers mit anschließendem Dorfabend. Das Highlight folgte am Samstag: Das Kölner Original „Die Höhner“ gastierte in Rengsdorf. Schon bevor auf der großen Bühne im Festzelt die ersten Töne erklangen, scharten sich die Menschen draußen um die kontaktfreudigen Musiker und machten fleißig Selfies mit den Promis aus Köln. Drinnen im Zelt erwarteten nahezu 1.000 Besucher die angesagten Hits der Kult-Gruppe und feierten dann eineinhalb Stunden lang fröhlich mit den Kölsch-Rock-Veteranen. Danach sorgte die „Megaband“ noch für ausgelassene Stimmung bei der Geburtstagsparty, die sich bis in den frühen Morgen hinzog. Jens Büttner spricht als Vorsitzender für die Burschen von Rengsdorf. Er sagt: „Weil der Vorverkauf gut lief, haben wir schon mit vielen Besuchern gerechnet. Aber wenn noch ein paar dazu kommen im Laufe des Abends, sind wir auch nicht böse.“ Zu der Zeit befanden sich knapp 1.000 Gäste im Zelt. Für einige, die sich in der Vergangenheit besonders für den Burschenverein engagiert hatten, zum Beispiel Sponsoren auf der Kirmes, war ein VIP-Bereich angelegt worden, um sich bei diesen Personen noch einmal besonders zu bedanken. So eine Großveranstaltung bedeutet natürlich auch einen großen Einsatz der Veranstalter. Jens Büttner rechnet vor: „Mit allen Maimädchen, die uns hier sehr stark unterstützen, sind wir schon über 30 Helfer für das Fest. Außerdem helfen auch viele Ehemalige. Am Ende werden es insgesamt circa 50 Leute sein, die an den zwei Tagen zum Einsatz kommen. Die Organisation und der Zeltaufbau liefen schon sehr stark unter der Regie der ehemaligen Burschen mit ihrem Vorsitzenden Dennis Müller.“ Denis ist seit dreieinhalb Jahren Vorsitzender. Für ihn ist es in dieser Funktion die bisher größte Veranstaltung, an der er maßgeblich teilgenommen hat. Zusammen mit den Ehemaligen und den Maimädchen hatte man ein Organisations-Komitee gegründet. Das hat auch beschlossen, die Höhner und die Mega-Band als musikalische Akteure zu verpflichten. Jens Büttner: „Die Höhner haben allein durch die vielen Karnevalslieder, die sehr bekannt sind, ein breites Spektrum an Fans. Das sieht man ja auch heute Abend hier im Zelt.“
Der Aufbau für das riesige Festivalzelt, 50 mal 20 Meter Grundfläche, hatte bereits am Mittwochmorgen um sechs Uhr begonnen. Das Orgateam war, schätzt Jens Büttner, ein dreiviertel Jahr mit den Vorbereitungen für die Großveranstaltung beschäftigt. Bereits am zweiten Septemberwochenende steht für die Rengsdorfer Burschen schon wieder die Ausrichtung der Kirmes an. Wieder auf dem Waldfestplatz, wie im vorigen Jahr. Denis Müller ist seit vier Jahren Vorsitzender der ehemaligen Burschen Rengsdorf, vorher hat er von 1998 bis 2008 zehn Jahre lang den Burschenverein geleitet. Über die Frage nach damals begangenen „Schandtaten“ lächelt er nur und sagt: „Wir machen keine Schandtaten, wir machen nur Sachen mit Verstand!“ Er verdeutlicht das mit den Worten: „Wir sind ein lustiger Haufen, wie sich das gehört. Wir machen viel Spaß, Interna bleiben intern. Unser Interesse ist es, das Brauchtum, das wir betreiben, vernünftig fortzuführen. Das ist uns mit dem heutigen Abend gelungen. Es ist, wie man sieht ein anderes Niveau, mit einem viel größeren Zelt und einem VIP-Bereich. Man sieht, man wird belohnt, wenn man etwas vernünftig macht!“ Den ehemaligen Burschen gehören 170 Mitglieder an. Davon rund 80 aktiv. Zu den vielen Vereinsaktivitäten kommen weitere private Unternehmungen der Mitglieder untereinander hinzu. Denis Müller: „Wir sind schon ein verschworener Haufen. Aber das ist auch ganz wichtig, sonst funktioniert so ein Verein gar nicht.“ Alle zwei Jahre findet ein großer zweitägiger Ausflug gemeinsam mit den Partnerinnen statt. Wer möchte, kann bis zum Lebensende Mitglied bei den ehemaligen Burschen sein. Das Burschenfest endete am Sonntag mit dem traditionellen Umzug durchs Dorf mit befreundeten Vereinen ab 14 Uhr und anschließender gemeinsamer Party im Festzelt zur Musik von DJ Markus Deluxe.
