Allgemeine Berichte | 30.01.2026

Kolpingfamilie St. Barbara, Niederlahnstein

Kolpingfamilie lädt ein zum Gedenken

Verlegung der Stolpersteine in der Johannesstraße im Jahr 2013. Foto: Kolpingfamilie (Christian Müller)

Lahnstein. Die Niederlahnsteiner Kolpingfamilie St. Barbara feiert im Jahr 2026 ihr 150-jähriges Bestehen.

Anlässlich dieses besonderen Jubiläums plant die Kolpingfamilie, in jedem Monat des Jahres eine eigene Veranstaltung durchzuführen. „Die zwölf Veranstaltungen greifen ganz unterschiedliche Themen auf und spiegeln wider, wofür wir als Kolpingfamilie stehen: Zusammenhalt, Einsatz für andere und Freude am gemeinsamen Miteinander“, erläutert Matthias Jung aus dem Leitungsteam der Kolpingfamilie.

Den festlichen Auftakt bildete im Januar der Neujahrsempfang, zu dem die Kolpingfamilie gemeinsam mit dem Ortsausschuss des Kirchortes St. Barbara eingeladen hatte. Die Resonanz übertraf dabei alle Erwartungen: Rund 100 Mitglieder, Freunde und Gäste folgten der Einladung. Unter ihnen befanden sich zahlreiche Vertreter aus Kirche, Politik und Vereinsleben, darunter Lahnsteins Oberbürgermeister Lennart Siefert, Bürgermeister Johannes Lauer, Alt-Oberbürgermeister Peter Labonte sowie Pfarrer Armin Sturm von der Pfarrei St. Martin und St. Damian Rhein-Lahn. Die Veranstaltung im Februar setzt einen ganz anderen Schwerpunkt. Auf Initiative der Kolpingfamilie und mit Unterstützung der Stadt Lahnstein wurden in den Jahren 2012 bis 2015 insgesamt rund 40 Stolpersteine im Stadtgebiet verlegt.

Diese erinnern an jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie an Opfer der sogenannten „Euthanasie“ während der Zeit des Nationalsozialismus. Die Stolpersteine geben den Opfern ein Gesicht und machen deutlich, dass sich die nationalsozialistischen Verbrechen in unserer unmittelbaren Nachbarschaft ereigneten. Die Kolpingfamilie hat dieses Projekt angestoßen, durch Spendensammlungen finanziell unterstützt und organisatorisch begleitet. Am Sonntag, 08. Februar 2026, lädt die Kolpingfamilie im Anschluss an die Heilige Messe in der St.-Martin-Kirche zu einem gemeinsamen Spaziergang zu drei Stellen, an denen im Stadtgebiet Stolpersteine verlegt sind, ein. Dort wird jeweils kurz der Opfer gedacht. Der Spaziergang beginnt um 10.30 Uhr an der St.-Martin-Kirche in Oberlahnstein. Dr. Christian Müller, ebenfalls Mitglied des Leitungsteams der Kolpingfamilie: „Wir laden herzlich dazu ein, gemeinsam mit uns innezuhalten, zu erinnern und ein deutliches Zeichen gegen das Vergessen, gegen Hass und Antisemitismus zu setzen.“

Verlegung der Stolpersteine in der Johannesstraße im Jahr 2013. Foto: Kolpingfamilie (Christian Müller)

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